Bundesliga nimmt mit Premiere 100 Mio. pro Saison weniger ein als erwartet

by Dirk Elsner on 27. November 2008

Premiere Bundesliga "Eure Gebete wurden erhöht"

Premiere Gebete wurden erhört, aber nicht die der Liga

Heute wurde bekannt, dass voraussichtlich der Pay-TV-Sender Premiere wieder den Zuschlag für die Live-Übertragungsrechte der Bundesliga erhalten werde. Offen ist allerdings noch, wie viel das Rechtepaket kosten werde. Erwartet wird, dass nun wohl „nur“ 400 Mio. € pro Saison gezahlt werden sollen. Das sind immerhin 100 Mio. € weniger als noch vor wenigen Wochen erwartet wurden.

Diese Erlösminderungen wird die Bundesliga noch weiter im europäischen Vergleich zurückwerfen. Die qualitativ als schlechter geltende französische League 1 bekommt nach Angaben in Zukunft 668 Mill. € pro Saison. Im neuen Dreijahresvertrag mit verschiedenen Abnehmern erlöst die englische Premier-League 910 Mill Pfund pro Jahr.

Offen ist auch noch, für welchen Zeitraum die Rechtevergabe gelten soll. Möglich, dass man aufgrund der niedriger als erwartet ausgefallenen Erlöse die Rechte nur für zwei Jahre vergibt und danach auf ein Ende der Flaute und damit höhere Einnahmen hofft.

Für die Ligavereine war der Druck, neue Finanzierungsquellen zu erschließen, schon vor der Finanzkrise hoch. Sollte der Vertrag mit Premiere (und den Öffentlich Rechtlichen) tatsächlich so realisiert werden und keine weitere Lizenzpakete z.B. an das Ausland verkauft werden können, dann könnte es eng werden für sportlichen Expansionspläne der Clubs. Der Druck auf die Abschaffung der 50+1-Regel, die die Anteile für Investoren an Fußballclubs beschränkt, dürfte daher jetzt zunehmen.

Meldungen dazu:

Spon: Bundesliga-Rechte: Sonntagsspiele wohl künftig in der ARD

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