Große Hoffnung auf den „Black Friday“ in den USA

by Dirk Elsner on 28. November 2008

Black Friday

Wunsch der US-Einzelhändler: Volle Geschäfte am Black Friday

Schon jetzt steht fest, dieser Freitag wird ein schwarzer Freitag. Nein nicht, weil heute neue dramatische Kurseinbrüche der internationalen Börsen erwartet werden, sondern weil in den USA der Freitag nach Thanksgiving als Black Friday bezeichnet wird. Da Thanksgiving immer auf einen Donnerstag fällt, gilt der Black Friday als traditionelles Familienwochenende und Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Da die meisten Amerikaner an diesem Tag Urlaub haben, werden üblicherweise hohe Umsätze an diesem „Super Bowl des Einkaufens“ (New York Times) erwartet.

Die spannende Frage in diesem Jahr ist: Wieviel werden die Verbraucher ausgeben bzw. sich einschränken nach all den schlechten Wirtschaftsnachrichten der letzten Wochen. Erwartet wird daher eine große Rabattschlacht um die Gunst der Verbraucher, um sie zum Geldausgeben zu verleiten.

So bietet etwa Computer-Hersteller Dell auf seine gesamte Palette Sonderangebote an. Dabei lassen sich bei Inspiron-Laptops und -PCs in den USA bis zu 330 Dollar sparen. Ähnlich großzügig zeigt sich Amazon. Von Haushaltsgeräten über Schweizer Taschenmesser bis hin zu Full-HD-Fernsehern werden Preisnachlässe zwischen 20 und 75 Prozent gewährt.

Ob die Verbraucher tatsächlich diese Angebote nutzen, ist offen. Denn das Verbrauchervertrauen ist in den USA stark gesunken. Erste Berichte über die Einkaufsfreude am Black Friday wird man heute Abend erwarten können. In jedem Fall wird das heutige Einkaufsverhalten in den USA als ein wichtiger Stresstest für die Verfassung der US-Konsumenten angesehen.

Und sollten viele Amerikaner heute zu Hause bleiben, dann kann dem Black Friday durchaus ein Black Monday an den Börsen folgen.

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Handelsblatt: Die Angst vor dem „Black Friday“

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