STEELERS vs PACKERS: Die Wirtschaftsfakten zum Milliardenspiel und Abschied vom Super Bowl-Indikator

by mnockerl on 6. Februar 2011

Seit die goldene Zeit der San Francisco 49ers zu Ende ist, interessiert mich American Football nicht mehr so stark. Immerhin ist der Super Bowl aber die einzige amerikanische Sportveranstaltung, die es jedes Jahr in die Wirtschaftsschlagzeilen schafft. So strotzt die Berichterstattung auch zur 45. Auflage wieder mit neuen Superlativen vor dem Spiel der Pittsburgh Steelers (AFC) gegen die Green Bay Packers (NFC).

Von Spiegel Online erfahren wir, dass ein VIP-Ticket 227.800 US$ kostet und ein Werbespot in diesem Jahr etwa 3 Mio. US$ für 30 Sekunden. Aus dem Handelsblatt wissen wir, dass 67 Werbeplätze verkauft wurden, darunter auch an Audi, BMW und Daimler. Auf Spiegel Online gibt es einen Rückblick auf ausgewählte Spots der Super Bowl-Geschichte: hier beginnend

105.000 Zuschauer können das Spiel im 1,2-Mrd. US$ teuren Stadion der Dallas Cowboys sehen. Es soll die größte überdachte Arena der Welt sein, mit einer Kuppel so hoch wie die Freiheitsstatue und die Besucher können auf den größten HD-Videoschirm sehen mit einer Diagonale von 57 Meter.

Die Erlöse für die TV-Rechte hat Spon etwas durcheinander gewirbelt, damit sie noch spektakulärer klingen: 25 Mrd. US$ werden die Kosten nicht für ein Spiel betragen. Die gesamte Liga erhält aus den TV-Rechten für die Saison 4 Mrd. US$.

Die Gesamteinnahmen sollen sich auf rund acht Milliarden Dollar jährlich belaufen. 60% davon werden an die Spieler ausgeschüttet.

Ach ja, und dann ist da noch der Super-Bowl-Indikator, der in den letzten Jahren aber nicht besonders treffsicher war. In früheren Zeit galt mal die Regel, dass der Spielausgang die Richtung für die US-Aktienmärkte für das Börsenjahr vorgab. Gewinnt das Team aus der NFC, so besagt der Indikator, geht es für die Börsen bergauf. Gewinnt die Mannschaft aus der AFC, gehen die Kurse auf Talfahrt. Aber der Indikator hat seine besten Zeiten, in denen seine Trefferquote bei 80 Prozent lag, hinter sich.

2008 hatte ein Team der NFC gewonnen, die New York Giants. Die Börse hat sich mies wie nie im Jahr des Finanzmarktkollapses entwickelt. 2009 haben die Steelers, ein AFC-Team, gewonnen. Das verhieß keine gute Börsenentwicklung. Die US-Börse feierte ein fulminantes Comeback. 2010 passte der Indikator, es gewann das NFC-Team New Orleans Saints und der Dow stieg weiter.

Und was sagen die Vorhersagemärkte für dieses Jahr? Auf Betfair beträgt der Erwartungswert für einen Sieg der Packers 58% und für die Steelers 42%. Das klingt noch sehr ausgeglichen. Vor Beginn der Saison waren die Steelers übrigens höher favorisiert als die Packers.

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