Lesehinweis für das Wochenende: Ökonomenstimme über Frühwarnsysteme für Finanzmarktkrisen

by mnockerl on 19. Februar 2011

Einen sehr lesenswerten Beitrag gab es in dieser Woche auf dem Blog von professionellen Ökonomen, der Ökonomenstimme. Dieter Gerdesmeier, Hans-Eggert Reimers und Barbara Roffia befassen sich damit, in welchen Schritten man Frühwarnsysteme konzipieren könnte, um Finanzkrisen besser vorhersagen zu können. Sie skizzieren dazu ein Modell und empirische Ergebnisse. In ihren Schlussfolgerungen schreiben die Autoren:

“Die Studie verdeutlicht insgesamt, dass es möglich scheint, Frühwarnindikatoren für einzelne Länder und Ländergruppen zu identifizieren, die recht gut funktionieren. Die Untersuchung bestätigt zudem implizit auch, dass die Kreditmengenentwicklung und damit der Verschuldungsgrad einen der wichtigsten Indikatoren für die Vorhersage von Hausse-Baisse-Zyklen bei den Vermögenspreisen repräsentiert. Dessen ungeachtet können Indikatoren, die in der Vergangenheit gute Ergebnisse geliefert haben, bisweilen komplexe Sachverhalte zusammenfassen oder auch unterschiedliche Botschaften aussenden. Die erhaltenen Signale sollten daher stets mit Vorsicht interpretiert und nur als ein Bestandteil einer umfassenderen Informationsmenge betrachtet werden. Insgesamt gesehen sprechen die Ergebnisse auch zugunsten einer sorgfältigen monetären Analyse von Seiten der Zentralbanken.”

Den kompletten Beitrag gibt es hier.

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