sharewise: Welchen Aktien trauen die Top100 Mitglieder die beste Rendite zu?

by sharewise on 11. Mai 2012

Beginnen möchten wir heute wie immer mit einem aktuellen Marktüberblick. Anschließend gehen wir detailliert auf die drei Aktien ein, die aktuell von unseren Top100 Mitgliedern am häufigsten zum Kauf empfohlen werden. Am Ende betrachten wir dann noch die auffälligsten Insiderkäufe und -verkäufe der letzten zwei Wochen.

 

Marktüberblick

Die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein haben die Aktienmärkte ignoriert, auch mit dem neuen sozialistischen, französischen Präsidenten François Hollande haben sie sich abgefunden. Doch dann kam die Parlamentswahl in Griechenland. Und hier gab es trotz einer Besonderheit im griechischen Wahlrecht, nach dem die stärkste Partei fünfzig Bonussitze im griechischen Parlament erhält, eine sogenannte Pattsituation. Denn fünf der sieben ins griechische Parlament eingezogenen Parteien lehnen das Spardiktat der Troika aus EU, EZB und IWF für das Land ab, einzig die beiden (bisherigen) Volksparteien Nea Dimokratia und Panellinio Sosialistiko Kinima, kurz Pasok, wollen daran festhalten. Leider kommen jedoch Nea Dimokratia (als Wahlsieger mit den fünfzig Bonussitzen bedacht) und Pasok selbst gemeinsam nicht zu einer regierungsfähigen Mehrheit und somit drohen in Athen nun Neuwahlen Anfang Juni.

Und dies gefällt der Börse gleich aus zweierlei Gründen natürlich überhaupt nicht. Denn zum einen herrscht nun mindestens bis zu diesen Neuwahlen Anfang Juni Ungewissheit über die weitere politische Entwicklung in Griechenland und Ungewissheit hassen die Aktienmärkte ungemein. Zum anderen aber mehren sich die Zweifel daran, ob Griechenland überhaupt noch in der Eurozone bleiben kann. Denn selbst wenn sich durch die Neuwahlen das aktuelle Patt auflösen sollte, ist ja nicht klar, in welche Richtung er sich auflöst. So könnte aus den wohl im Juni stattfindenden Neuwahlen ja auch die griechische Linkspartei SYRIZA als Sieger hervorgehen. Und SYRIZA-Parteichef Alexis Tsipras hat zuletzt klar gemacht, dass er im Fall eines Wahlsieges und somit der Regierungsübernahme das Spardiktat der Troika aus EU, EZB und IWF beenden werde. Zugleich möchte jedoch auch Alexis Tsipras das Land in der Eurozone halten, wobei sich die Märkte – wie auch wir – die Frage stellen, wie er das bitte bewerkstelligen will? Denn mit einer Abkehr der von EU, EZB und IWF verordneten Austeritätspolitik in Athen werden EU, EZB und IWF sofort ihre Hilfszahlungen für das Land einstellen. Und private Investoren, die hier in die Bresche springen könnten, wird Alexis Tsipras für seine sozialistischen Träumereien nicht finden. In der Folge käme es daher sofort zur Staatspleite – und somit eher früher als später auch zum Austritt aus der Eurozone. Denn bliebe Griechenland trotz der Staatspleite in der Eurozone, was laut den Euro-Verträgen durchaus möglich wäre, so müsste sich die griechische Bevölkerung wohl auf noch viel schlechtere Zeiten einstellen.

Da Griechenland als Teil der Eurozone nicht über eine eigene Notenpresse verfügt, würde das Land selbst bei einem Verbleib innerhalb der Eurozone wohl sehr schnell zu einer Art europäischer Dritte Welt Staat. Denn schließlich könnte die griechische Regierung keinerlei Gelder, seien es Löhne und Gehälter, Renten oder Sozialleistungen, mehr auszahlen, da er über dieses Geld nicht verfügt. Und auch eine komplette Verstaatlichung aller griechischen Unternehmen (inklusive der Banken) dürfte angesichts des Zustandes dieser Unternehmen nicht ausreichen, um diese staatlichen Transferleistungen über einen längeren Zeitraum sicherzustellen. Insofern geht die größte Gefahr für Griechenland derzeit von den Neuwahlen und einem möglichen Sieg der Linkspartei SYRIZA aus und damit eben auch gleichzeitig die größte Gefahr für den Euro und die Aktienmärkte. Denn mit einem Ende des Euro in Griechenland dürften die Spekulanten an den Märkten dann auf ein komplettes Auseinanderbrechen der Eurozone wetten. Zunächst gerieten dann wohl die kleineren derzeitigen Euro-Krisenländer wie Portugal, Irland oder vielleicht sogar Belgien in den Fokus, später dann aber auch Italien, Spanien und nicht zuletzt vielleicht sogar Frankreich. Insofern dürften die Aktienmärkte, zumindest solange wie die Unsicherheit in Athen weiter anhält, noch nicht zum erhofften Befreiungsschlag ansetzen können. Allerdings gehen wir derzeit auch nicht von weiter stark fallenden Kursen aus, denn die aktuelle Lage erscheint nach den Kursverlusten zuletzt weitestgehend eingepreist zu sein.

Somit sehen wir das Restrisiko im DAX nach unten im Bereich der sogenannten 200-Tage-Linie, die zur Zeit um 6.200 Punkte verläuft. An schwachen Börsentagen gilt es daher zur Zeit tendenziell eher die Aktien guter Unternehmen einzusammeln, als diese zu verkaufen. Allerdings bevorzugen wir auch weiterhin eigentlich den US-Dollar gegenüber dem Euro und daher auch amerikanische Aktien. Denn aufgrund der sich aktuell mal wieder zuspitzenden Euro-Krise dürfte der US-Dollar als „sicherer Hafen“ gegenüber dem Euro kurzfristig weiter deutlich aufwerten. Insofern sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie zu den aktuell noch immer recht hohen Kursen wirklich die Aktien der deutschen Autobauer wie BMW oder Volkswagen (VW) kaufen wollen – oder nicht doch lieber amerikanische Standardwerte wie z.B. Coca Cola, PepsiCo oder selbst Cisco Systems? Wir würden eher zu letzterem raten, um so einerseits von den deutlich stabileren US-Märkten sowie andererseits von einer möglichen Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu profitieren!


Diese 3 Aktien empfehlen unsere Top100 Mitglieder aktuell am häufigsten zum Kauf

1.) Commerzbank AG: Dank der Anfang 2009 vollzogenen Übernahme der Dresdner Bank AG (von der Allianz SE) wurde die Commerzbank AG eigenen Angaben zufolge zur führenden Bank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland und zählt somit natürlich auch zu den bedeutendsten Geldinstituten Europas. Seitdem betreut die zweitgrößte deutsche Bank (hinter der Deutschen Bank AG) ca. 14 Mio. Privatkunden sowie über eine Mio. Firmen- und Geschäftskunden weltweit. Mit über 60 Standorten in 50 verschiedenen Ländern ist die Commerzbank AG auch international gut aufgestellt. Im Heimatmarkt Deutschland verfügt das Geldinstitut mit ca. 1.200 Filialen über eines der dichtesten Filialnetze deutscher Privatbanken überhaupt. Zum Kerngeschäft der Bank zählen die vier operativen Geschäftssegmente Corporate & Markets, Mittel- & Osteuropa (CEE), Mittelstandsbank sowie Privatkunden. Die beiden weiteren Geschäftssegmente Asset Based Finance (zu der die Problemtochter Eurohypo gehört) und Portfolio Restructuring Unit wurden hingegen im Zuge der Restrukturierung im Jahr 2009 geschaffen und sollen sukzessive abgebaut werden. Im Zuge der Finanzkrise stieg die Bundesrepublik Deutschland bei der Commerzbank AG ein und ist bis heute Großaktionär. Zuletzt legte die Commerzbank AG alles in allem recht solide Quartalszahlen vor. Zwar verfehlte die Bank die eigenen Gewinnerwartungen, Grund hierfür war jedoch, dass man es nicht nur schaffte die Eigenkapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA zu erfüllen, sondern darüber hinaus sogar noch einen Puffer in Höhe von 1,1 Mrd. Euro aufzubauen. In der Folge konnte die Aktie daher zuletzt auch eine wichtige charttechnische Unterstützung (Support) im Bereich 1,48 Euro verteidigen. Die sharewise Top100 Mitglieder empfehlen die Aktie der Commerzbank AG schon länger zum Kauf und bleiben bisher unerschütterlich dabei. Generell halten auch wir dies für richtig, allerdings bedarf es hier unseres Erachtens eines etwas längeren Anlagehorizonts von mindestens drei bis fünf Jahren.

 

Unsere Kollegen von Stockpulse stellen dazu fest: Die Kommunikation zur Aktie der Commerzbank AG lag in den vergangenen Wochen meist unter dem Durchschnitt. Die Stimmung war also neutral bis leicht negativ. Auch am Donnerstag lagen sowohl die Stimmung als auch das Kommunikationsaufkommen leicht unter dem Durchschnitt. Am interessantesten bei der Commerzbank Aktie ist wohl, dass es hier schon seit Wochen keine extremen Ausschläge bei der Stimmungslage mehr gab, sondern die Anleger auf Nachrichten und Kursänderungen eher verhalten und abwartend reagierten. Tendenziell hat die negative Kursentwicklung jedoch dazu geführt, dass positive Meinungen in der aktuellen Phase seltener geworden sind.

 

2.) Gigaset AG: Die Gigaset AG ist im Jahr 2010 aus der strategischen Neuaufstellung der früheren Beteiligungsgesellschaft ARQUES Industries AG entstanden. Seit Ausbruch der globalen Finanzkrise im Herbst 2008 kam das Unternehmen aus den roten Zahlen nicht mehr heraus und geriet daher zunehmend in Schwierigkeiten. In der Folge beschlossen das Management und Aktionäre gemeinsam eine grundlegende Neuausrichtung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010. Mit Zustimmung der Hauptversammlung vom 20. Dezember 2010 entschied sich das Management daher, die Gesellschaft nicht mehr länger als Beteiligungsgesellschaft weiterzuführen und sich zukünftig auf die Gigaset Communications GmbH und somit das Geschäftsfeld Telekommunikation und Telekommunikationszubehör zu konzentrieren. Im Zuge dieses Strategiewechsels wurde die ehemals unter Arques Industries AG firmierende Gesellschaft in Gigaset AG umbenannt.

Zuletzt enttäuschte die Gigaset AG dann jedoch den Markt mit den von ihr vorgelegten Geschäftszahlen. Denn laut Management liefen die Geschäfte im „Weihnachtsquartal“ aufgrund der Unsicherheiten in der Eurozone schleppender als gedacht. In der Folge geriet der Aktienkurs unter Druck, so dass die Aktie derzeit mit einem 2012er KGV von unter 12 in der Tat sehr günstig bewertet erscheint. Allerdings stellt sich zugleich die Frage, wie zukunftsfähig ein Unternehmen ist, das in erster Linie Produkte zur Festnetz-Telefonie herstellt, wo der Trend doch ganz klar in Richtung mobiler Telefonie, ja sogar in Richtung mobiles Internet (Smartphones) geht. Insofern ist die Gigaset AG heute so etwas wie die Anti-Apple. Einzig aufgrund der doch sehr günstigen fundamentalen Bewertung können wir daher die zuletzt vermehrten Kaufempfehlungen für diese Aktie durch unsere sharewise Top100 Mitglieder erklären.

 

Unsere Kollegen von Stockpulse stellen dazu fest: Die Kommunikation zur Aktie der Gigaset AG nimmt bereits seit einer Woche kontinuierlich ab. Nach einem Höhepunkt Ende März und einer relativ hohen Aufmerksamkeit in der ersten April-Hälfte gab es Ende vergangener Woche noch einmal einen Anstieg in der Aufmerksamkeit, allerdings bisher nur vorübergehend. Die Stimmung war bis Mitte April fast durchweg spürbar negativ mit anschließenden durchwachsenen Ergebnissen. Seit Anfang Mai gibt es hier einen leicht negativen Trend, der jedoch am Donnerstag von einem etwas bullisheren Sentiment abgelöst wurde.

 

3.) K+S AG: Die K+S AG (früher: Kali & Salz AG) bezeichnet sich selbst als einer der weltweit führenden Anbieter von kali- und magnesiumhaltigen Produkten für landwirtschaftliche und industrielle Anwendungen. Außerdem ist die K+S AG, nach der Übernahme der amerikanischen Morton Salt im Jahr 2009 zum inzwischen weltweit größten Salzhersteller aufgestiegen. Weitere wichtige Geschäftsfelder des Unternehmens sind neben dem Handel, den zugehörigen IT-Dienstleistungen sowie der Logistik zudem die Entsorgung bzw. das Recycling. Daher gliedert sich das operative Geschäft des Unternehmens auch in die drei Geschäftsfelder Düngemittel, Salz sowie eben die ergänzenden Geschäftsbereiche.

Das Geschäftsfeld Düngemittel ist dabei in die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukt und Stickstoffdüngemittel untergliedert. Getrennt hat sich die Gesellschaft dagegen im Jahr 2011 von dem Geschäftsbereich COMPO, mit dem man bei Blumenerden, Pflanzenpflege, Pflanzenschutz sowie Spezialdünger einer der Marktführer war. Kürzlich gab das Unternehmen dann auch noch bekannt, auch sein Stickstoffdüngergeschäft an die russische Eurochem veräußert zu haben, wodurch man immerhin einen Buchgewinn von ca. 70 bis 80 Mio. Euro erzielen konnte. In den letzten Monaten stand die K+S Aktie ein wenig unter Abgabedruck, da das Unternehmen nach der Übernahme der kanadischen Potash One größere Investitionen zu tätigen hatte, die kurzfristig natürlich den Gewinn belasteten.

Mittel- bis langfristig war diese Übernahme in Kanada jedoch notwendig, um dem Unternehmen so Zugriff auf neue Vorräte zu sichern. Angesichts der hervorragenden langfristigen Perspektiven des Düngemittelmarktes (ständig weiter wachsende Weltbevölkerung sowie der Aufstieg der Emerging Markets steigern die Nachfrage nach immer mehr und immer höherwertigeren Lebens- bzw. Nahrungsmittel und das bei einer durch die Verstädterung immer weniger landwirtschaftlich nutzbaren Flächen, so dass zukünftig immer mehr Düngemittel eingesetzt werden müssen) halten sowohl die sharewise Top100 Mitglieder als auch wir die Aktie für ein tolles, langfristig strategisches Investment. Zumal die derzeitige Bewertung der Aktie mit einem 2012er KGV von nur noch ca. 11 sowie einer aktuellen Dividendenrendite in Höhe von ca. 3,7% fundamental sehr günstig erscheint.

 

Unsere Kollegen von Stockpulse stellen dazu fest: In den letzten Tagen ist die Kommunikation über die Aktie der K+S AG deutlich angestiegen. Seit Anfang der laufenden Woche ist sowohl die Anzahl der Nachrichten angestiegen als auch die Stimmungslage deutlich besser geworden. Das Sentiment war am Donnerstag sehr positiv im Vergleich zu den vergangenen Tagen. Zwar ist die Gesamtstimmung noch immer nicht deutlich über dem Langzeit-Durchschnitt, in Prozent gemessen sehen die Nutzer von Social Media den Wert zurzeit allerdings deutlich positiver als noch vor wenigen Tagen.

 

Die Daten von Stockpulse ermöglichen auf zweierlei Weise, die Kursentwicklung von Aktien mit Hilfe von Informationen aus Social Media einzuschätzen. Der Stockpulse-Index vergleicht die Abweichung der aktuellen Kommunikation in den sozialen Medien zu einer Aktie mit der durchschnittlichen Kommunikation. Ist der Unterschied groß genug, so ist dies ein deutlicher Hinweise auf eine erhöhte Handelsaktivität.

Das zweite Element ist die Sentiment-Messung. Mit Hilfe von automatischer Testanalyse kann das System erkennen, ob eine Äußerung zu einem Wertpapier positiv oder negativ ist, und aus den so gesammelten Meinungen einen aussagekräftigen Index errechnen.

 

Die sharewise Aktienrangliste enthält nur die Aktien, die aktuell von unseren Top100 Mitgliedern verstärkt zum Kauf empfohlen werden. Auf Basis dieser Aktienrangliste werden jede Woche Aktien ausgewählt, die wir im Rahmen unseres sharewise Börsenbrief besprechen. So ist gewährleistet, dass unsere Leser vom sharewise Konzept der „Weisheit der Vielen“ profitieren und davon, welche Aktien unsere nachweislich besten Mitglieder aktuell favorisieren. Uns interessieren dabei vor allem die Neueinsteiger in die sharewise Aktienrangliste. Denn diese Aktien wurden dann von vielen Top100 Mitgliedern neu zum Kauf empfohlen. Meistens gibt es dann ein aktuelles Ereignis wie z.B. sehr gute Quartalszahlen. Oder die Aktie ist stark gefallen, hat einen Boden gebildet und wird deshalb zum Kauf empfohlen. Wir von sharewise beobachten die sharewise Aktienrangliste und suchen die besten Aktien aus. Diese Aktien analysieren wir dann für Sie und sagen Ihnen genau, ob Sie die Aktien kaufen sollen. Alle Aktien auf der sharewise Aktienrangliste werden täglich mit Umsätzen von durchschnittlich mindestens 500.000 € gehandelt.

 


Sentimentdaten

Analysten

5.5.2012 bis 10.5.2012: 51,0% Kaufen und 11,2% Verkaufen

ANALYSTEN KAUF: K+S AG, Par Pharmaceuticals Cies Inc, Allianz SE

ANALYSTEN VERKAUF: Südzucker AG, Gamesa Corp, Beiersdorf AG

 

Wir überprüfen auf sharewise auch, wie gut die Analysten sind. Denn auch dort gibt es gute und schlechte. Daher wollen wir Ihnen kurz die in der letzten Woche häufig zum Kauf empfohlenen Aktien vorstellen.

Die Analysten favorisieren derzeit die Aktien des deutschen Düngemittel- und Salzproduzenten K+S AG, der amerikanischen Par Pharmaceuticals Cies Inc. sowie des weltgrößten Versicherungskonzerns Allianz SE. Zur K+S Aktie ist dabei eigentlich bereits alles gesagt, gehört diese doch schon länger zu den Favoriten unserer sharewise Top100 Mitglieder. Die Analysten dürften die Aktie dagegen in erster Linie deshalb (wieder) entdeckt haben, weil das Unternehmen eben zuletzt den Verkauf seines Stickstoffdüngergeschäfts an die russische Eurochem vermelden konnte. Anders hingegen die Situation bei der amerikanischen Par Pharmaceuticals Inc. Hier dürften den Analysten nämlich eher der aktuelle Quartalsbericht für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2012 gefallen haben. Denn immerhin konnte der fünftgrößte Generika-Hersteller der Vereinigten Staaten in diesem Quartal einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,80 US-Dollar vermelden, was weit über den Erwartungen der Analysten und des Marktes lag. Insofern feierten zuletzt viele Analysten diese Quartalszahlen regelrecht und es hagelte hier eine Kaufempfehlung nach der anderen. Ähnlich dürfte es den Analysten da auch bei der Aktie des weltgrößten Versicherungskonzerns, der deutschen Allianz SE, gegangen sein. Denn auch die Allianz SE konnte ein tolles erstes Quartal verbuchen, da in diesem Jahr keine größeren Schadensereignisse das Ergebnis belasteten. Daher bestätigte das Unternehmen in der Folge auch nochmals seinen ohnehin sehr positiven Ausblick auf das Gesamtjahr 2012, was Analysten begeisterte. Weniger begeistert zeigt sich bisher jedoch der Markt von den Quartalszahlen der Allianz SE. Denn trotz einiger Kaufempfehlungen verliert die Aktie zuletzt deutlich und notiert derzeit „nur“ noch im Bereich 80,00 Euro. Dies halten auch wir für ein attraktives Einstiegsniveau, denn der faire Wert der Aktie dürfte wohl eher im Bereich 110,00 Euro liegen – mindestens!


NÄCHSTEN DIENSTAG IM SHAREWISE BÖRSENBRIEF

Die internationalen Aktienmärkte befinden sich – dank des Ergebnisses der Parlamentswahl in Athen – noch immer im Konsolidierungs- bzw. Korrekturmodus. „Sell in may and go away“ war also wohl auch in diesem Jahr wieder ein guter Ratschlag, oder? Wir glauben: Jein! Denn zwar dürfte die Börse kurzfristig noch unter der Unsicherheit in Griechenland leiden, aber insbesondere die von uns favorisierten US-Aktienmärkte zeigen sich doch recht resistent und somit stabil. Daher gibt es gerade jetzt, wo manche Qualitätsaktie deutlich günstiger zu haben ist als noch vor ein paar Wochen, so einige gute Einstiegschancen. Welche Aktien Sie daher jetzt einsammeln sollten, um voraussichtlich schon in wenigen Monaten mit einem breiten Grinsen dicke Kursgewinne einfahren zu können, erfahren Sie in der neuesten Ausgabe unseres sharewise Börsenbrief. Das Einzigartige am sharewise Börsenbrief ist dabei, dass es sich hier nicht um einen normalen Börsenbrief mit einer normalen Redaktion handelt. Vielmehr basieren die Kauf- und auch Verkaufsempfehlungen, die Sie im sharewise Börsenbrief lesen können, auf dem Konzept der „Weisheit der Vielen“ (Wisdom of Crowd). Probieren Sie daher den sharewise Börsenbrief doch einfach mal kostenlos aus und Sie werden sehen, wie auch Sie zu einem Gewinner an der Börse werden!

ANALYSE: WELCHE AKTIEN BIETEN DERZEIT GUTE EINSTIEGSCHANCEN?

Die vollständige Analyse bleibt den zahlenden Abonnenten des sharewise Börsenbriefs vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Qualität ihren Preis hat. Sie können den sharewise Börsenbrief jederzeit abonnieren, alle Informationen dazu finden Sie hier!

 


Aktuelle Insiderhandel und Director Dealings

Veröffentlicht Handel Aktie Aktion Volumen
09.05.2012 09.05.2012 K+S AG Kauf 146.646 €
09.05.2012 07.05.2012 KWS Saat AG Kauf .1.249.720 €
08.05.2012 07.05.2012 BASF SE Kauf 1.002.541 €
08.05.2012 03.05.2012 Delticom AG Verkauf 13.440.000 €
08.05.2012 03.05.2012 Delticom AG Verkauf 6.720.000 €
07.05.2012 02.05.2012 Delticom AG Verkauf 70.774 €
04.05.2012 26.04.2012 ADC African Development Corp. KGaA Kauf 500.000 €
03.05.2012 02.05.2012 Rhön-Klinikum AG Verkauf 212.100 €
03.05.2012 03.05.2012 Mobotix AG Kauf 209.000 €
02.05.2012 30.04.2012 Cinemaxx AG Kauf 1.540.000 €
27.04.2012 27.04.2012 Kizoo AG Kauf 2.912.364 €
27.04.2012 27.04.2012 Kizoo AG Kauf 1.768.114 €
24.04.2012 23.04.2012 Kizoo AG Verkauf 42.182 €
04.05.2012 03.05.2012 Metro AG St. Kauf 368.250 €
27.04.2012 25.04.2012 Metro AG St. Kauf 121.716 €
25.04.2012 24.04.2012 Metro AG St. Kauf 181.875 €
24.04.2012 23.04.2012 Metro AG St. Kauf 124.494 €
24.04.2012 20.04.2012 Metro AG St. Kauf 187.500 €
24.04.2012 19.04.2012 Metro AG St. Kauf 386.249 €
20.04.2012 19.04.2012 Rational AG Verkauf 602.226 €
18.04.2012 18.04.2012 Hahn-Immobilien-Beteiligungen AG Verkauf 7.367.500 €
17.04.2012 16.04.2012 Estavis AG Verkauf 1.914.000 €

 

Die Insideraktivitäten halten sich weiterhin auf hohem Niveau, wobei wir immer noch verstärkt Insiderkäufe feststellen können. Dies betrifft natürlich in erster Linie Unternehmen, deren Aktien zuletzt arg verprügelt worden sind, wie beispielsweise die Stammaktien der Metro AG oder auch, in der obigen Tabelle aus Platzgründen nicht aufgeführt, die Aktien der Deutschen Telekom AG. Aber auch bei einigen kleineren Unternehmen wie beispielsweise der Aktie des Video-Sicherheitssystem-Spezialisten Mobotix AG oder des Saatgutspezialisten KWS Saat AG sowie – aus Platzgründen nicht aufgeführt – des Immobilienunternehmens IFM Immobilien AG griffen zuletzt Unternehmensinsider beherzt zu. Und dieser rote Faden zog sich bis in den DAX fort, wo neben den zuletzt verprügelten Stammaktien der Metro AG sowie den Aktien der Deutschen Telekom AG auch die Insider bei den Aktien des weltgrößten Chemiekonzerns BASF SE oder des heute schon mehrfach angesprochenen Düngemittel- und Salzherstellers K+S AG auf Einkaufstour waren. Demgegenüber stehen jedoch durchaus vereinzelte, auch größere Insiderverkäufe, wie z.B. in den Aktien der Estavis AG, der Hahn-Immobilien-Beteiligungen AG, der Rational AG und – besonders auffällig – in den Aktien des Online-Reifenhändlers Delticom AG. Bei der Delticom AG wären wir daher derzeit besonders vorsichtig, wohingegen wir die Aktie der Mobotix AG sowie der KWS Saat AG für besonders interessant erachten.Und das nicht nur, sondern auch wegen der jeweiligen Insidertransaktionen…

 

Wer sich alle Director Dealings gerne in Ruhe im Einzelnen anschauen möchte, kann dies unter folgendem Link jederzeit tun: http://www.de.sharewise.com/insider_transaktionen

Über den Autor

Sascha Huber, Jahrgang 1978 und wohnhaft in Trier, ist schon seit Zeiten des damaligen Neuen Marktes als intimer Kenner der Hightechbranche bekannt. Er betrieb in den Jahren 1998 bis 2001 zusammen mit einem Partner eine der damals führenden Börsenhotlines sowie eines der damals führenden Börsenportale und gehörte damit zu den Ersten, die das Potential von Aktien wie Amazon.com, eBay oder Intershop Communications erkannten. Im Gegensatz zu vielen anderen Experten riet er allerdings rechtzeitig im März 2000 zum Ausstieg aus dem Neuen Markt und warnte sehr frühzeitig vor Luftnummern wie ComROAD, Gigabell oder Infomatec. Mittlerweile gehört er zu den aktivsten sharewise Mitgliedern und zeichnet sich dabei durch exzellentes Börsen Know How aus. Dabei liegt seine Spezialität unverändert im Hightechsektor, den er aufgrund eines Informatikstudiums auch bestens einschätzen kann.

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