Schadstoffhaltige Kinderkleidung – auch Markenware belastet

by Gesponserter Gastbeitrag on 29. Januar 2014

Der Organismus von Kindern ist noch nicht voll entwickelt und deshalb besonders sensibel für Einwirkungen von der Außenwelt. Besonders Kleidung, die ja direkt auf der Kinderhaut getragen wird, sollte demnach möglichst unbelastet von schädlichen Fremdstoffen sein. Nicht nur das Material selbst, sondern auch der Herstellungsprozess von Kleidung kann voller Gefahren für den kindlichen Organismus stecken. Eltern greifen daher häufig zu teuren Produkten renommierter Markenhersteller. Greenpeace hat nun entdeckt, dass der hohe Preis kein Garant für Schadstofffreiheit ist.

Einsatz von Chemikalien: normal und schädlich?

Der Einsatz von chemischen Komponenten gehört auch bei der Herstellung von Bekleidung zu einem weit verbreiteten Standard im Produktionsprozess. Dabei spielen auch die Anforderungen, die der Endkunde an die Qualität stellt, keine unerhebliche Rolle. Kleidung muss weich sein und bequem sitzen. Sie muss moderne Waschungen aufweisen, manchmal benutzt aussehen, aber trotzdem neu sein. Und sie muss haltbar und nicht zuletzt bezahlbar sein.

Die hohen Anforderungen bedingen somit immer effektiver werdende Herstellungsverfahren, die unter dem Grundsatz ablaufen, dass die Produktion so günstig wie möglich ablaufen muss. In der Folge werden oft zahlreiche Chemikalien eingesetzt, die zu den Kategorien der Weichmacher, Hormone oder gar krebserregenden Stoffe gehören.

Weitreichende Konsequenzen

Dass viele Chemikalien zu Belastungsreaktionen im menschlichen Körper führen können, ist kein Geheimnis. Dementsprechend ist der Alltag vieler Menschen geprägt von einem Vermeidungsverhalten bezüglich eines Großteils der bekannten Schadstoffe. Neben körperlich spürbaren Konsequenzen, die sich in Unwohlsein, Müdigkeit oder Allergien manifestieren können, sind Chemikalien auch für die Umwelt sehr problematisch.

Dies gilt besonders für Produktionsregionen, in denen umweltschützende Maßnahmen nicht gesetzlich geregelt oder im Fokus der Aufmerksamkeit sind. Hier verzichten die Hersteller oft auf gezielte Schutzmaßnahmen im Produktionsprozess. So gelangen täglich große Mengen an Schadstoffen in Flüsse, Boden und Trinkwasser. Die dortige Ablagerung führt zwangsläufig dazu, dass der Mensch die schädlichen Chemikalien langfristig ungewünscht in den Organismus aufnimmt.

Greenpeace meldet: Kinder nicht besser geschützt

Verantwortungsbewusste Eltern wissen um die Problematik der Schadstoffbelastungen in Bekleidungsprodukten. Um ihre Kinder zu schützen, werden bereitwillig höhere Preise für Kinderbekleidung von bekannten Markenherstellern bezahlt. Dies geschieht in der Hoffnung, dem Kind den größtmöglichen Schutz bieten zu können. Dieses Vertrauen in eine unbelastete Produktpalette namhafte Hersteller erschütterte Greenpeace jüngst mit der Meldung über gefundene Schadstoffe in Kindermarkenkleidung.

Ein Chemie-Experte der Umweltschutzorganisation bestätigte dabei den Fund von Schadstoffen in Kinderbadeanzügen der Marken Burberry und adidas. Insbesondere die erlaubten Grenzwerte von Weichmachern wurden teilweise erheblich überschritten – trotz vorhandener Regelungen der Europäischen Union für Einfuhr und Verkauf. Folgt man der Argumentation der Organisation Greenpeace, laufen die strengen Regelungen im Bereich der Kinderbekleidung in die Leere, was auch auf gutefrage.net diskutiert wird.

Grundsätzlich ist Kinderbekleidung somit genauso schadstoffbelastet wie die Produkte für Erwachsene. Langfristig können die chemischen Belastungen bei Kindern jedoch erheblicher größere Schäden verursachen, da der kindliche Organismus mit den Gefahrstoffen nicht umgehen kann, wenn eine kritische Konzentration erreicht wird. Ein hoher Anschaffungspreis ist kein garantierter Schutzmechanismus und stellt verantwortungsbewusste Eltern dementsprechend vor die Frage, wie das Kind vor unerwünschten Schadstoffkontakten bewahrt werden kann.

Greenpeace empfiehlt, auf vorhandene Gütesiegel zu achten, die Kleidungsstücke dann bekommen, wenn diese unter Einhaltung natürlicher Produktionsprozesse hergestellt werden. So kann das Risiko minimiert werden und die Kinderbekleidung kann bedenkenlos verwendet werden. Naturbelassene Materialien und kontrollierte Herstellungsprozesse sind insbesondere durch die Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN) oder des Global Organic Textile Standard (GOTS) erkennbar.

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