Binäre Optionen: Regulierung als Absicherung?

by Gastbeitrag on 25. September 2014

Gastbeitrag Leon van den Brinkals*

Seit geraumer Zeit spielt die Regulierung auch im Bereich der Digitaloptionen bzw. binäre Optionen eine wesentliche Rolle. Doch worin liegt der Unterschied, wenn der Broker lizensiert ist bzw. nicht reguliert wird? Beinahe jeder Broker, der binäre Optionen anbietet, hat seinen Firmensitz auf Zypern. Was im ersten Moment als unseriös erscheint, ist jedoch im Endeffekt ein Vorteil für den Kunden. Denn fast alle, die ihren Sitz in Zypern haben, werden durch die CySEC reguliert. Des Weiteren ist Zypern ein Mitglied der Europäischen Union und muss daher die Finanzmarktrichtlinien der MiFID einhalten. Auch wenn die Regulierung nicht mit jener in London zu vergleichen ist, so beweist die CySEC durchaus – mit ihren Vorgaben – dass es sich um ein strenges Lizenzierungsverfahren handelt.

Die CySEC reguliert auf Zypern

Die CySEC sorgt nicht nur dafür, dass der Broker das nationale Investmentgesetz einhält, sondern achtet auch darauf, dass bestimmte Standards erfüllt werden. Der Gesetzestext ist rund 200 Seiten lang und definiert jegliche Anforderungen, welcher die Broker erfüllen müssen. In der Gesetzesverordnung finden sich etwa Passagen, die besagen, dass das Eigenkapital des Brokers nicht im negativen Bereich sein darf. Das bedeutet, dass das Betriebsvermögen des Brokers höher als seine Verbindlichkeiten sein muss. Tritt dennoch der Fall ein, dass die Verbindlichkeiten das Kapital des Brokers übersteigen, muss dieser die CySEC in Kenntnis setzen. Erfüllt der Broker diverse Anforderungen nicht oder nur teilweise, ist die CySEC gezwungen, dass sie dem Unternehmen die Lizenz entzieht. Jeglicher Lizenzentzug wird auf der Homepage der Regulierungsbehörde veröffentlicht. Das bedeutet, dass der Trader durchaus Informationen bei der CySEC findet, ob sein Broker eine Lizenz hat bzw. ob ihm diese entzogen wurde.

Der Unterschied zwischen lizensierten und nicht lizensierten Brokern

Fakt ist: Der Broker erhält nur dann eine Lizenz, wenn die CySEC die Umstände überprüft und zum Entschluss kommt, dass alles in Ordnung ist. Das ist auch gleichzeitig die Absicherung des Traders. Dieser weiß, dass – wenn eine Regulierung durch die CySEC vorliegt – der Broker keine finanziellen Schwierigkeiten hat bzw. seine Berichte ordnungsgemäß präsentiert und die Aufsichtsbehörde keine Mängel erkannt hat. Das unterscheidet die regulierten Broker auch von nicht regulierten Anbietern. Wer etwa einem Broker aus Übersee bzw. aus einem Inselparadies sein Vertrauen schenkt, welcher keine Lizenz hat, darf sich nicht wundern, wenn nicht alles nach Plan verläuft. Derartige Broker benötigen einen Internetauftritt, einen Gewerbeschein sowie ein Bankkonto. Der Trader zahlt auf das Konto ein, benutzt die Plattform und versucht sein Glück. Es ist nicht relevant, ob der Broker überhaupt in der Lage ist, dass er größere Summen ausbezahlt bzw. ob er überhaupt noch die Fähigkeit besitzt, das Geld an den Kunden auszubezahlen. Im Endeffekt kann der Broker sogar Geld von Kunden entgegennehmen, obwohl er selbst keines mehr besitzt und weiß, dass Auszahlungen nicht möglich sind. Eine Tatsache, die bei einem regulierten Broker nie der Fall sein kann.

 

* Leon van den Brinkals, arbeitet als Projektmanager für binaereoptioneneinstieg.com

hdschroeder Oktober 2, 2014 um 14:13 Uhr

Dieser Beitrag versucht die Sorgen zu zerstreuen, die Anleger mit dem Sitz der meisten Anbieter binärer Optionen in Zypern verbinden könnten. Aber er erklärt nicht, warum es diese Häufung gibt. Solange das nicht befriedigend erklärt wird, gibt es aus der Sicht der Anleger weiterhin eine unerklärliche Häufung – und das ist allemal ein Grund zur Beunruhigung.

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