Psychologische Faktoren bei Geldanlagen

by mnockerl on 5. Februar 2015

Die meisten Privatanleger stellen sich bei den meisten Finanzprodukten selbst ein Bein: Die auch als Dispositionseffekt bekannte Auswirkung auf die Psyche sorgt dafür, dass Verliereraktien zu lange gehalten und Gewinneraktien zu früh verkauft werden. Kursänderungen können mehrere Prozent am Tag betragen und sorgen bei aufmerksamen Beobachtern für Unruhe und affektives Handeln. Doch wie können Anleger dafür sorgen, dass sie sich nicht selbst austricksen?

Wissen schützt vor Fehlern

Die Grundlage für die Bekämpfung von irrationalen Entscheidungen ist das Wissen über die Faktoren, die eine Rolle spielen. Die wichtigsten Emotionen, die zu Fehlentscheidungen führen, sind Angst, Gier und der Lemming-Effekt. Zudem gehen die meisten Anleger zu ihren Titeln eine persönliche Beziehung ein und identifizieren sich in der Folge damit. Auf diese Weise wird ein Verkauf im Verlust noch tragfähiger und wirkt sich ebenfalls auf das Selbstvertrauen aus. Ein Kursverlust sorgt dann dafür, dass der Anleger sich selbst infrage stellt. Auch deswegen haben viele Anleger die Hoffnung, dass das Finanzprodukt sich wieder erholt und doch noch Gewinne abwerfen wird. In der Folge bleiben Aktien und Co. zu lange im Besitz des Anlegers und die Situation verschlechtert sich weiter, bis dieser erkennt, dass er sich von der Anlage trennen muss.

Ungeduld, Gier und Nachahmen vermeiden

Bei Gewinnen ist es hingegen so, dass die meisten Menschen zu ungeduldig sind. Es fällt ihnen schwer, große Gewinne zu imaginieren und haben gleichzeitig Angst, kleinere Gewinne wieder zu verlieren. Gier kann allerdings auch zu einer Gefahr werden. Sie verleitet dann dazu, größere Risiken einzugehen, als ursprünglich geplant und verleitet Anleger dazu, in unpassende Finanzprodukte zu investieren. Die Aussicht auf eine hohe Rendite führt dann dazu, dass das Risiko kleiner erscheint.

Ein weiteres Problem ist, dass Menschen eine ausgeprägte Tendenz dazu haben, Entscheidungen der Mehrheit für besser zu befinden. Dass dies häufig nicht die beste Wahl ist, zeigt die Tatsache, dass gerade antizyklische Trading-Strategien oftmals den größeren Erfolg bieten. Doch auch Privatanleger mit einer konservativen Ausrichtung sollten sich darüber bewusst sein, dass die meisten Finanzprodukte Angebot und Nachfrage wiederspiegeln und deswegen nachahmendes Verhalten in der Regel gleichzusetzen mit zu spätem Handeln ist.

Strategien für rationaleres Traden

Anleger sollten ihre Entscheidung grundsätzlich hinterfragen, indem sie einen Trade aus der entgegengesetzten Perspektive sehen. Würden sie die Aktie, die sich gerade im Tiefflug befindet, jetzt noch einmal kaufen? Wird die Frage verneint, ist dies ein klares Zeichen für den Verkauf. Umgekehrt sollten Aktien, die nach wie vor attraktiv erscheinen, nicht verkauft werden. Gegen einen vorzeitigen Verkauf aus Angst kann es zudem helfen, mehr Wirtschaftsdaten zu sammeln und Prognosen zu vertrauen. Da der Finanzmarkt zu einem nicht unwesentlichen Teil von Experten durch Voraussagen bestimmt wird, kann diese Strategie dazu führen, dass Gewinnertitel länger gehalten werden. Zudem kann eine Absicherung durch Stopp-Loss-Order dabei helfen, die Angst vor Verlusten zu besiegen.

Der Handel mit binären Optionen kann gerade bei kurzfristigen Optionen die Psyche stärker herausfordern als erwartet. Wer jedoch lernt, Emotionen und Reaktionen beim Traden mit binärem Handeln zu kontrollieren, kann davon auch bei anderen Anlageprodukten profitieren. Da Broker für binäre Optionen häufig Demo-Konten anbieten, können die dann erlernten Grundlagen von binären Optionen auf andere Finanzprodukte übertragen werden. Das Traden in einem Demokonto ist auch aus einem anderen Grund sinnvoll: Turbooptionen bei binären Optionen stehen in Verdacht, ähnlich wie Glücksspiel süchtig zu machen. Nicht mit echtem Geld zu traden ist also empfehlenswert.

 

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Diese Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Eine Investitionsentscheidung bzgl. irgendwelcher börslicher oder außerbörslicher Geschäfte, Kontrakte, Terminkontrakte oder sonstiger Finanzinstrumente sollte nur auf Grundlage intensiver eigener Informationsbeschaffung über die Produkte, die Anbieter und die Transaktionswege und nach Beratungsgesprächen erfolgen.Vor einem Investment sollten Interessenten die jeweiligen Bedingungen der Anbieter und Handelsplätze sowie das Prospekt und hier insbesondere die Risikofaktoren in den jeweiligen Bedingungen gelesen und verstanden haben. Achten Sie darauf, dass es verschiedenste Risiken gibt und dass Sie diese Risiken tragen können. Aus der Performance der Vergangenheit kann nie auf die künftige Wertentwicklung geschlossen werden.

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