Von Figo, fino und Authada und der Neukombination von Technologien im Second Machine Age

by Dirk Elsner on 2. März 2016

Meine aktuelle Kolumne für Capital ist inspiriert durch das Buch “The Second Machine Age – Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird”. Geschrieben haben das die amerikanischen Ökonomen Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee. Die beiden arbeiten am Massachusetts Institut of Technology (MIT) über die Auswirkungen der Digitalisierung, die sie für eine neue Basistechnologie halten.  Für sie ist die exponentielle Weiterentwicklung der Computertechnik eine der drei grundlegenden Kräfte, die das zweite Maschinenzeitalter ermöglichen. 

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Dämmerung für das zweite Maschinenzeitalter?

Sie verstehen übrigens unter Digitalisierung die Umwandlung sämtlicher Informationen und Medien – Text, Ton, Bild, Video, Daten von Instrumenten und Sensoren, und
dergleichen mehr – in Einsen und Nullen, also die Muttersprache der Computer und verwandter Geräte.  Diese Definition zeigt aber erneut, dass der Begriff Digitalisierung nur unzureichend das beschreibt, was wir derzeit in der Wirtschaftspraxis erleben, denn mit dieser Definition leben wir bereits seit der Lochkarte im digitalen Zeitalter. 

Was ist als das Besondere an der neuen Zeit? Das fasst die Rezension auf perspektive blau zusammen:

“Das Besondere, die Macht der modernen Maschinen liegt nicht einfach darin begründet, dass sie Menschen beim Schach oder »Jeopardy« schlagen können. Ihre Macht liegt darin, dass sie kombiniert mit Tausenden von billigen Sensoren und riesigen Datenbanken nicht nur ein Auto sicher lenken können, sondern noch dazu den optimalen Weg zum Ziel finden. Weil nicht nur Straßenkarten in den Datenbanken gespeichert sind, sondern weil Smartphones sich austauschen und über Staus Auskunft geben. Auch Roboter können heute Objekte in ihnen unbekannten Räumen wahrnehmen, was ihnen erlaubt, komplexe Aufgaben zu bewältigen. Computer dienen als Übersetzer, nicht weil sie eine Sprache gelernt haben, sondern weil sie alles, was bislang geschrieben wurde gefüttert bekommen und darin Muster erkennen. Computer können Essays nicht nur lesen und benoten, sie können diese auch schreiben.”

In meinen Beitrag gehe ich auf diese Besonderheit der “Innovationen aus Neukombination” ein, denn das erinnerte mich sehr an die Schlagworte vom Unbundling und Rebundling von Finanzdienstleistungen. Beide Begriffe findet man häufig in der “Fintech-Literatur”, verwende ich aber bewusst nicht in meinem Beitrag. Der Beitrag ist erschienen unter dem Titel:

Die Macht der Neukombination

Ich beende die Kolumne mit einem Zitat von Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, das ich hier noch einmal wiederholen möchte,

“Alle, die an die Macht der Innovation durch Neukombination glauben, sind überzeugt, dass diese Entwicklung die Menschheit voranbringen wird. Wir können nicht genau vorhersagen, welche neuen Erkenntnisse, Produkte und Lösungen wir in den kommenden Jahren entdecken, doch wir sind ausgesprochen zuversichtlich, dass sie sehr eindrucksvoll sein werden. Das zweite Maschinenzeitalter wird sich durch unzählige Beispiele für maschinelle Intelligenz und Milliarden vernetzter Gehirne auszeichnen, die zusammenarbeiten, um unsere Welt besser zu verstehen und zu optimieren. Was bisher war, wird sich dagegen geradezu lächerlich ausnehmen.”

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