Börsen: Nichts für schwache Nerven

by Dirk Elsner on 10. September 2008

Auch der heutige Tag  an den Börsen war bisher nichts für schwache Nerven. Nach den Meldungen heute Morgen über Lehman Brothers und die Verringerung der Förderquoten durch die Opec sowie weitere frustrierende Konjunkturmeldungen hätte man davon ausgehen können, dass es weiter deutlich abwärts geht. Dazu ist es aber bisher nicht gekommen. Der DAX hat nur etwa 0,4 % verloren.

Interessant an diesem Börsentag war wieder einmal wie sensibel der deutsche Aktienmarkt auf Aktivitäten in den USA reagiert. Man könnte auch sagen, wie übersensibel der deutsche Aktienmarkt auf Entwicklungen dort reagiert. Dazu gibt es eine interessante Übersicht der Wertentwicklungen an den Weltbörsen im Handelsblatt. Während die Börsen in dem Land, das die Finanzmarktkrise ausgelöst hat, seit Jahresanfang ca. 13% im Dow-Jones und etwa 15 % im NASDAQ verloren haben,  haben die Aktien in Deutschland etwa 22% verloren. Immerhin liegt Deutschland damit 3% unter dem Euro Stoxx 50, der fast 26 % verloren hat.

Und in der Tat. Als Aktienbesitzer braucht man in diesem Jahr Nerven aus Stahlseilen. Auch nach dem heutigen Tag, der versöhnlich zu Ende zu gehen scheint, ist überhaupt nichts ausgestanden. Bereits morgen kann die nächste Krisennachricht die Börsen nach unten prügeln. Und vergessen wir nicht, der schlimmste Börsenmonat des Jahres, der Oktober, steht uns noch bevor.

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