Aktuell macht die Lektüre von Wirtschaftsnachrichten überhaupt keine Freude. Im Gegenteil: Ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich die Meldungen so sortiere. Die EU-Kommission senkt ihre Wachstumsprognosen deutlich, lesen wir heute im Handelsblatt. Die Lage der EU-Konjunktur wird als ernst bezeichnet. Dabei sehen auch diese Zahlen nicht nach Rezession aus.
Im Handelsblatt finden wir ein Übersicht der aktuellen Prognosen für Deutschland. Danach wird 2009 mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes zwischen 1 und 1,5% gerechnet.
Man muss halt immer etwas wühlen, um die positiven Meldungen hervorzukratzen. In der FAZ finde ich so auch die wichtige und vom Handelsblatt wohl „übersehene“ Zusatzinformation, dass die EU die Wachstumserwartungen zwar für diverse Länder in Europa reduziert hat, nicht aber für Deutschland.
Eine weitere unerfreuliche Nachricht kam aus Wien. Die Opec senkt nun doch ihre Fördermenge um zwei Prozent auf 28,8 Millionen Barrel pro Tag. Das entspricht der Fördermenge von vor einem Jahr. Die Termin- und Spotmärkte für Rohstoffe haben diese Meldung, und das ist überraschend, nicht mit einem Kursfeuerwerk beantwortet. Schade für Europa: Die Vorteile durch den Rückgang der Ölpreise werden durch den stark gestiegenen Dollar zum Teil wieder kassiert.

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