Bedienzuschlag: PR-Gau für die Bahn

Schade, dass der Bedienzuschlag heute von der Bahn wieder gekippt wurde. Gerade hatte eine amüsante Diskussion über ein neues Wortmonstrum begonnen, da hat die Bahn “am heutigen Freitag entschieden, keinen Zuschlag für den personenbedienten Verkauf einzuführen”.

Fragen muss man sich, wer sich eigentlich diesen Begriff ausgedacht hat. Bedienzuschlag?  Ich wette, dieser Begriff ist im Duden nicht zu finden. Irgendjemand aus der Marketingabteilung, der Pressekommunikation oder gar ein externer PR-Berater muss aber dieses Wortungetüm vorgeschlagen haben. Bedienzuschlag. Das klingt nach Amtsapparat der 70er-Jahre. Es ist auf keinen Fall ein Begriff, der in die Kommunikation eines Unternehmen passt, dass sich modern präsentieren will und in den nächsten Jahren an die Börse möchte.

Wirklich schade, dass die Bahn schon heute reagiert hat. Das Wort Bedienzuschlag hätte sonst große Chancen gehabt, in den Kreis der Unwörter des Jahres aufgenommen zu werden.

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1 comment to Bedienzuschlag: PR-Gau für die Bahn

  • Merkel kämpft für Bahnkunden ;-)…

    Es ist Wahlkampf in Deutschland. Wie sonst kommt Angela Merkel auf den Trichter, sich für die Kunden der Bahn in den Kampf zu werfen?
    Merkel will Bahnchef Mehdorn ins Kanzleramt zitieren, um den geplanten Bedienzuschlag zu verhindern. So kä…

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