Für viel Aufsehen hatte Lance Armstrong mit seiner Ankündigung in der vergangenen Woche gesorgt, zum Radsport zurückkehren zu wollen. Nach dem Sieg eines Rennen am vergangenen Sonntag sagte er zu seinen Tourambitionen: “Ich brauche die achte Tour nicht. Das Wichtigste ist, den Kampf gegen den Krebs auf eine größere Bühne zu stellen. Der beste Weg, dies zu tun, ist, Rennen auf der ganzen Welt zu fahren.”
Nicht klar wird aus dieser Aussage, ob er damit überhaupt bei der Tour de France antreten wird. Offen ist auch noch, für welches Team er starten wird. Angeblich hat er keine Idee dazu. Spekuliert wurde bislang über ein Engagement bei Astana oder den den Aufbau ein völlig neuen Teams, das unter dem Namen “Team Livestrong” firmieren könnte. Livestrong ist der Name der Lance Armstrong Foundation, die sich dem Kampf gegen den Krebs widmet.
Der Werbeeffekt für die Stiftung wäre mit einem eigenen Rennstall sicher am größten. Allerdings schätze ich die Kosten für ein solches Projekt auf 5 bis 10 Mio. €, wenn er ein erstklassiges Team mit 10 bis 15 Fahrern und der entsprechenden Logistik aufbauen will. Denkbar wäre auch die Übernahme eines bestehenden Rennstalls oder der Eintritt als Sponsor.
Vielleicht sollte es Armstrong bei dem Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer versuchen. Der hat bekanntlich bisher keinen Geldgeber gefunden und will den Rennstall liquidieren.
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