Das Wall Street Journal berichtet in der heutigen Ausgabe, dass die Versicherungsaufsicht Teile des Marktes für sogenannte Credit Default Swaps (CDS) in die Aufsicht einbeziehen will. Die Behörde sieht diese Instrumente in ihren überarbeiteten Leitlinien als Versicherungsinstrumente an, die damit der Aufsicht zu unterziehen seien. Die Regeln sollen im Januar in Kraft treten. Bis dahin waren die CDS, obwohl sie Kreditgeber gegen den Ausfall von Kreditnehmern absichern, weder in die Versicherungs- noch in die Finanzaufsicht einbezogen. So konnte der Markt unreguliert auf aktuell 62 Billionen US$ anwachsen. Die CDS werden mitverantwortlich gemacht für die aktuelle Finanzkrise.
Erwartungsgemäß stößt der Plan auf Kritik in den Banken, die mit diesen Instrumenten Anleihen und Kredite absichern. Die Kritik wird sich vor allem an der Auflage entzünden, dass Institute und andere Institutionen, die diese Instrumente einsetzen, künftig eine Lizenz als Versicherungsgesellschaft benötigen.
Die Pflicht, als Bank für den Einsatz dieser Instrumente eine Versicherungslizenz zu beantragen, scheint mir überzogen zu sein. Gleichzeitig zeigt dieses Beispiel, wie schwer es sein wird, eine „richtige“ Regulierung für die Finanzmärkte zu finden. Die Debatte darüber wird sicher in den nächsten Monaten viele Spezialisten beschäftigen.
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