Danke Ete: Zum Rücktritt von Erich Zabel

by Dirk Elsner on 26. September 2008

Da kommt Wehmut in mir auf, wenn ich die Meldungen zum Rücktritt von Erik Zabel lese. Zabel hat in Varese seinen Rücktritt bekanntgegeben, meldet Radsport-News und wird letztmalig in Deutschland am 3. Oktober beim Münsterland-Giro in Münster an den Start gehen. Sein letztes Rennen als Profi soll am 12. Oktober Paris-Tour sein, ein Sprinterklassiker, den er dreimal gewinnen konnte.

Zabel, der in diesem Jahr alle drei großen Rundfahrten durchgehalten hat, war für mich einer der ganz Großen im deutschen Radsport. 201 Profisiege in 16 Jahren und unzählige zweite und dritte Plätze bei wichtigen Etappen- oder Einzelrennen. So viel Siege erreichte kein anderer deutscher Fahrer.

Bedauerlich, dass er in seiner Hochzeit, in der er immerhin sechsmal in Folge das Grüne Trikot der Tour de France gewinnen konnte, immer im Schatten von Jan Ulrich stand. Dennoch bleibt Ete für mich der eigentliche deutsche Radsportheld und nicht trotz sondern wegen seines Dopinggeständnisses.

Unvergessen für mich Erik Zabel im Film „Höllentour“ von Pepe Danqwart, der während der Tour de France 2003 gedreht wurde. Diese Tour zum hunderjährigen Jubiläum war eine unglaubliche Hitzeschlacht in Frankreich. Ich habe damals drei Etappen selbst erleben dürfen und war begeistert von dem Spektakel. Mein persönlicher Höhepunkt war die Etappe von Sallanches nach L’Alpe d’Huez, wo ich 3 km vor dem Ziel den Kult atmen durfte. Zabel wurde nach 217 mörderischen Kilometern 117. mit über 42 Minuten Rückstand.

Eine Zusammenfassung seiner Karriere ist z.B. hier zu finden.

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