Commerzbank vs. Dresdner Bank: Es kann auch an den Mitarbeitern und Projekten scheitern

Viel wird in diesen Tagen über die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerbank geschrieben. Sand bringt offenbar das strategische Getriebe ins Stocken. Dabei haben die eigentlichen Probleme noch gar nicht angefangen, nämlich die Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank. Auf die Manger und Unternehmensberater warten noch Aufgaben, die die Institute nach über viele Jahre beschäftigen werden.

Hier wollen nicht nur unterschiedliche Unternehmenskulturen zusammengebracht werden sondern auch die Organisationen sinnvoll integriert werden. Dazu müssen IT-Systeme und vor allem Daten konsolidiert und migriert werden. Ein gewaltiges Projekt wartet also auf die Beteiligten. Die aktuelle Motivation für Unternehmensberater und Projektmitarbeiter dürfte aber durch die strategischen Bremsen ebenfalls deutlich nach unten gehen. Selbst wenn der Deal doch nicht vor dem Aus steht, richten die Diskussionen große Schäden bei den Führungskräften und Mitarbeitern an. Und ohne die lässt sich die Fusion weder umsetzen, noch der versprochene Erfolg daraus realisieren.

Weitere und ähnliche Beiträge zum Thema

Zeit: Dresdner Bank Überzogen, übernommen

Rigardi.org: Die Finanzkrise ist schuld. Ach, wirklich?

Commerzbank-Chef wird zum Getriebenen

HB: Gespräch mit Finanzwissenschaftler Gerke  „Dresdner-Deal steht nicht vor dem Aus“

HB: Allianz hortet Milliarden für die Dresdner

FTD: Sturm im Turm der Commerzbank

FTD: Coba – Tief in Steuerzahlers Schuld

FTD: Commerzbank bangt um Kauf der Dresdner Bank

Beitrag steht unter Creativ Commons Lizenz 3.0.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren:

  • Yigg
  • LinkedIn
  • Facebook
  • MySpace
  • Wikio
  • email
  • PDF
  • Print
  • Twitter
  • MisterWong.DE

1 comment to Commerzbank vs. Dresdner Bank: Es kann auch an den Mitarbeitern und Projekten scheitern

  • Joss

    Ein abseits von den Medien gerne weitergereichtes (e-mailed) Strategie-
    papier im engl.-sprachigen Raum ist das White Paper No. 44 von
    Greycourt & Co., einer Investment Beratung in Pittsburgh.
    Es ist ein Weiss – Papier in dem auf die Suenden des Finanzdienstleistungs-
    sektors noch mal eingegangen wird. Kritisiert wird darin u. a. die
    to-hell-with-the-client Einstellung, die sich waehrend der ganzen Krise
    so eingestellt hat unter den Bankern, etc. Je mehr die Kunden betrogen
    wurden, desto feindseliger wurde die Einstellung gegenueber den Dupierten.
    Fuer so ein Papier und so eine Firma finden sich darin recht harsche Worte.
    Gleichzeitig wird auf Grundsaetzliches hingewiesen, dass irgendwie das
    Schiesspulver neu erfunden muss. Wie auch angedeutet wird, was
    eigentlich zu erwarten sein muesste von diesem Dienstleistungs-
    sekor. Sie druecken darin aus, was sehr vielen am Herzen liegt,
    sowohl zu kritisieren ist wie auch wuenschenswert waere.
    (PDF, 20 Seiten)
    http://www.greycourt.com/whitepapers/WhitePaper044-FinancialCrisis.pdf

Willkommen

Der Blick Log ist ein privates Weblog mit Gedanken über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr. Beruflich berate ich für die Innovecs GmbH Banken und mittelständische Unternehmen (hier der aktuelle Flyer).

Mehr über diesen Blog und mich auf dieser Seite.

Follow blicklog on Twitter

Wirtschaftsnachrichten

Feed Wirtschaftsblogs (dt)

Feed Wirtschaftsblogs (engl.)

Archiv

Buchempfehlungen