Krisenfreie Zone in Dänemark

by Dirk Elsner on 6. Februar 2009

Ist das wirklich eine charmante Idee, die da aus Dänemark kommt und über die das Handelsblatt in seiner Printausgabe am Mittwoch berichtete?

Der Geschäftsführer des dänischen Schilderherstellers Nonbye, hat seinen 70 Angestellten verboten, das Wort Krise innerhalb des Unternehmensgeländes zu benutzen. Auf der Website des Unternehmens kann man sich ein Set Ansteckbuttons  "Nein zur Finanzkrise" zu der Aktion bestellen, um ein Zeichen gegen die Krise zu setzen. Aus Zeitungen werden Krisenartikel herausgetrennt.

Das Handelsblatt fragt, ob das der richtige Umgang mit der Krise ist. Soll man also den Kopf in den Sand stecken und die drohende Gefahr ignorieren? Das muss jeder für sich beantworten. Persönlich finde ich, es wird Zeit, sich mehr der zweiten Seite des Krisenbegriffs zu beschäftigen: Das chinesische Schriftzeichen für Krise 危机 (wei1 ji1) besteht aus der Kombination von 危 (wei1) =Gefahr mit 机 (ji1) =Chance/gute Gelegenheit

Krise ignorieren bedeutet also auch Chancen ignorieren. Das kann es ja auch nicht sein. Im Gegenteil, wir sollten uns jetzt auf die Gelegenheiten konzentrieren.

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