Nur der Mittelstand verbreitet Optimismus

by Dirk Elsner on 20. Februar 2009

Am Donnerstag habe mich wieder mächtig geärgert, weil dem Mittelstand offenbar jede Lobby in diesen Zeiten fehlt. Dabei ist es der Mittelstand, der in Deutschland die meisten Steuern zahlt und die meisten Menschen beschäftigt. Und trotz dieser Vernachlässigung von Politik, Medien und Verbänden ist es der Mittelstand, der bei bedrückender Stimmung und schlechter Auftragslage erste Anzeichen der Zuversicht erkennen lässt.

Das Handelsblatt schrieb dazu:

“Im Januar hat sich die wirtschaftliche Lage der deutschen mittelgroßen Unternehmen weiter deutlich verschlechtert und das niedrigste Niveau seit Start des IT-Mittelstandsindex erreicht. Die Perspektiven hellten sich allerdings auf, und es setzt sich die Erwartung durch, dass demnächst die Talsohle erreicht sei.

Im Gegenzug geben aber die wirtschaftlichen Perspektiven hinsichtlich der kommenden drei Monate wieder Anlass zur Hoffnung auf eine Verbesserung in der näheren Zukunft. Zum ersten Mal seit fünf Monaten verbesserten sich die wirtschaftlichen Erwartungen und befinden sich erstmals seit Oktober wieder im positiven Bereich. Der entsprechende Indikator wuchs um sieben auf 104 Zähler, womit sich die Optimisten wieder durchsetzen können. Der Mittelstand rechnet also in absehbarer Zeit mit einem Ende der Talfahrt.”

Und auch die Beispiele für unternehmerische Aktivitäten kommen eher aus den Mittelstand als von der jammernden Elite der gut bezahlten Topmanager. Im Handelsblatt gab es dazu gestern eine Nahaufnahme von mittelständischen Unternehmen, die die Krise nutzen. Und sogar Zulieferer aus der Autoindustrie sind darunter.

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