Sehr erfreulich für die Blogwelt: Weissgarnix bloggt für die FAZ

by Dirk Elsner on 4. März 2009

Diese Nachricht habe ich gestern nur durch Zufall für die Recherche zu einem anderen Thema bei Medienlese entdeckt. Thomas Strobl, bekannt unter seinem Pseudonym „weissgarnix“ schreibt seit Montag auf FAZ.NET. Zwar schaue ich täglich in seinen Blog, der für mich gemeinsam mit dem leider eingestellten Zeitenwende.ch zu den Top-Wirtschaftsblogs in deutscher Sprache gehört, er selbst war aber offensichtlich zu bescheiden, darüber in seinem Blog zu berichten (oder ich habe es nicht gelesen).

Jedenfalls freut mich diese Nachricht außerordentlich. Vor allem, weil sie auch für andere Wirtschaftsblogs eine Motivation darstellt und Blogs mittlerweile selbst in Deutschland immer mehr von etablierten Medien wahr- und ernst genommen werden (außer vielleicht von Spon). Die FAZ macht dies sogar unter dem pathetischen Vorzeichen: Wer denkt uns aus der Krise?   Bereits am 1. März ging es mit dem ersten Beitrag los, mit dem Strobel zu einem großen Rundumschlag ausholt.

Vielleicht ist dies auch eine Motivation für weitere interessierte Menschen, einen eigenen Wirtschaftsblog zu starten oder bei einem Wirtschaftsblog (wie z.B. dem Blick Log 😉 über die spannendste Wirtschaftsphase aller Zeiten mitzuschreiben. Persönlich bin ich nach wie vor der Auffassung, dass es viel zu wenig Wirtschaftsblogs in Deutschland gibt. Die Bloggerei führt zwar 281 Blogs in der Rubrik Wirtschaftsblogs, darunter sind aber höchsten 10 die regelmäßig das Wirtschaftsgeschehen begleitend kommentieren. Und die Wirtschaftsblogs sind nach wie vor sehr schlecht vernetzt untereinander.

OK, nicht vom Thema abkommen, sondern diesen Beitrag beenden. Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass es nun zu noch mehr Vernetzungen kommt, ob nun durch weitere “Seitenwechsel” von Bloggern, durch den Twingly-Service wie bei Handelsblatt und Bild oder als Krönung durch direkte Verlinkung von Medienartikeln zu Blogs, wie es Blogs selbst schon seit Jahren praktizieren und so einen viel größeren Mehrwert für Leser schaffen als die strikte Vermeidung von Links auf Quellen außerhalb der eigenen Website.

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