Heute genau vor einem Jahr schrieb ich in diesem Blog: “Ich wusste gar nicht mehr, wie sich ein freundlicher Börsenstart anfühlt. Heute darf ich es endlich mal wieder erleben.” Und seit März scheinen wir vergessen zu haben, wie sich Kurseinbrüche anfühlen. So jedenfalls sieht ein heftiger Börsentag an seinem außerbörslichen Ende aus – von heuted:
Deutsche und US-Börsen schlossen tiefrot. Wie immer werden jede Menge post-hoc-Erklärungen genannt:
- Enttäuschend waren auch die Neuaufträge für Eigenheime in den USA.
- Zweifel über die wirtschaftliche Erholung in den USA kam mit einem Konjunkturausblick von Goldman Sachs.
- Vielleicht ja auch:
- China löst sich von US-Staatsanleihen oder
- Zweifeln an der Fortsetzung der Rally oder
- Starker Druck auf Bankaktien: Gewinnsteigerungen am Ende und dunkle Wolken.
Bin gespannt, welche Erklärungen uns morgen und in den nächsten Tagen die Experten und Gurus liefern. Wird jetzt wieder auf Roubini und Faber gehört oder auf die Schönredner von CNBC?
Von den Fieberthermometern der Finanzkrise (den CDS-Märkten) werden jedenfalls keine Anspannungen, sondern bisher nur leichte Steigerungen gemeldet (siehe Alphaville: Credit rally loses momentum)
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