Eigenkapital und Insolvenzrisiko in Europa

by Dirk Elsner on 11. Februar 2010

In einem lesenswerten Beitrag befasst sich Markus Gärtner in seinem Blog mit den Insolvenzzahlen in Deutschland und Europa. In dem Beitrag besonders interessant ist der Zusammenhang zwischen Eigenkapital und Insolvenzrisiko. Gärtner schreibt und zitiert aus einer Studie von Creditreform:

“Creditreform führt auf, welchen Anteil an allen Insolvenzen in den untersuchten Ländern Firmen mit weniger als 10% Eigenkapital haben. Resultat: Die Spannweite reicht von 36,7% in Italien bis 18% in Skandinavien. Auch hier ist die Schilderung der Situation aufschlussreich:

“Unter den verschärften Fremdfinanzierungsbedingungen kommt der Eigenfinanzierungskraft der Unternehmen eine immer größere Bedeutung zu. Allerdings zehrt die schlechte Ertragslage zunehmend an den Kapitalrücklagen der Unternehmen. Die Eigenkapitalausstattung als wichtige Säule der Unternehmensstabilität bekommt zusehends Risse. Aber nur mit einer ausreichend dicken Kapitaldecke können konjunkturelle Dellen überwunden und Zahlungsverzögerungen bzw. -ausfälle ausgeglichen werden. In den Turbulenzen der Finanzmarktkrise sorgt eine hohe Eigenkapitalquote für bessere Karten bei der Aufnahme eines Bankkredits. Falls Fremdkapital, beispielsweise für ein Investitionsvorhaben, benötigt wird, ist die Eigenkapitalquote eine ausschlaggebende Kennzahl bei der Bestimmung der Kreditkonditionen”.

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