Lesehinweis: Die Bankfiliale hat eine Zukunft, aber …

by Dirk Elsner on 6. Juni 2013

Und noch einen Beitrag möchte ich heute nachreichen, der während meines Urlaubs auf Wall Street Journal Online erschienen ist: Steht die Bankfiliale wirklich vor dem „Kodak"-Moment? Darin setze ich mich mit den Untergangsprophezeiung für das Filialbanking auseinander. Wie meist im Leben gibt es nämlich auch hier kein Hop oder Top. Man muss schon etwas genauer in den Zeiten hinschauen, in denen angeblich selbst Google darüber nachdenke eigene Stores zu eröffnen

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Welche Wege Banken versuchen, um Filialen attraktiver zu machen, will jetzt die Sparkasse Göttingen zeigen. Laut Wirtschaftswoche weiht sie im Juni einen neuen Filialtyp ein. “Geöffnet wird an sechs Tagen in der Woche um zwölf Uhr mittags. Samstags werden Spiele der Fußballbundesliga übertragen, Konzerte oder Cocktailpartys veranstaltet. Beraten wird zwischendrin auch noch: zu Sparbüchern, Haftpflichtversicherungen oder Riester-Renten. “

Ob  sie damit wirklich Deutschlands innovativste Bank wird, wie Vorstandschef Rainer Hald in dem Beitrag zitiert wird, bezweifele ich allerdings. Ohne mir das im Detail anzusehen, behaupte ich, dass die Sparkasse Göttingen nicht die Fidor Bank in München schlagen wird. Die hat zwar keine Filialen, sicher aber die modernste Produktpalette im Retailgeschäft. Und bei den Filialen zeigt die Deutsche Bank in ihrem freilich nicht mehr ganz taufrischen Quartier 110 schon seit Jahren in Berlin, wie sie sich die Zukunft der Filiale vorstellt.

Dennoch mag ich das Beispiel der Sparkasse Göttingen, weil es Zeit wird, den Muff der 80er Jahre, den manche Zweigstelle noch ausstrahlt, endlich abzulegen. Dazu und mehr geht es in der Kolumne.

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