Lesehinweis: Trägheit und Kapazitätsüberhängen traditioneller Banken

by Dirk Elsner on 8. November 2013

Am vergangenen Mittwoch schrieb Melissa Korn für das Wall Street Journal Deutschland darüber, dass Amerikas junge Managerelite neuerdings die Tech-Branche den Banken vorzieht. Sie schreibt: “ Viele Absolventen locken die Unternehmenskultur und der Schwung, wie er bei Firmen wie Google oder LinkedIn zu erwarten ist. … Ein Mentalitätswandel der Absolventen ist unübersehbar. Die Studenten fragten bei ihrer Jobsuche danach, wo sie am besten Neuerungen vorantreiben könnten, berichtet der stellvertretende Dekan der Stanford Business School, Derrick Bolton. Sie wollten wissen, wo sie am meisten bewegen könnten.”

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Bewegung im Sinne des Wandels in der Finanzbranche ist auch das generelle Thema meiner Kolumne Bankenwandler für das Wall Street Journal. Meist befasst sie sich mit den Unternehmen außerhalb der klassischen Finanzbranche, also den Unternehmen, die mittlerweile auf den Nachwuchs anziehender wirkt. Hin und wieder schaue ich aber auf die klassische Finanzindustrie. Als gelernter Banker schmerzen mich viele Schlagzeilen der letzten Monate und Jahre. Die Branche schafft es nahezu täglich auf die Titelseiten, nur leider mit negativen Überschriften. In den vergangenen Jahren wurden offenbar die Absolventen der Talentschmieden vor allem dazu eingesetzt, um die Märkte, den Staat und die Kunden mit Hilfe ausgetüftelter Geschäfte und Vertragskonstruktionen zu Muppets zu machen.

Wenn nur auf jede 10. Schlagzeile über einen Straf- oder Zivilrechtsfall ein Schlagzeile über innovative Bewegung kommen würde, dann würde sich vielleicht der oben angedeutete Trend wieder ändern. Leider ist davon ganz wenig zu spüren. Daher handelt die neue Kolumne auch von “Trägheit und Kapazitätsüberhängen traditioneller Banken”

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