Wie Volkswirte und Analysten mit Vorhersage die Entscheidungen in Unternehmen beeinflussen

Eine Frage, die ich mir häufiger in diesen Tagen stelle, ist die nach den Einflüssen der düsteren Prognosen und Medienmeldungen auf die Entscheidungen in Unternehmen. Im Gegensatz zu vielen Analysten, die häufig den Eindruck vermitteln, die volkswirtschaftlichen Makrodaten seien unabhängig von den Mikroentscheidungsprozesse von Unternehmen und Verbrauchern, bin ich von der Abhängigkeit der Größen überzeugt. Natürlich wissen das auch die Volkswirte und Analysten. Gleichwohl scheinen sie ihre Prognosen so zu treffen, als gebe es die Abhängigkeiten zwischen den Größen nicht.

Doch ich will hier nicht mein Wehklagen über sich selbst erfüllenden Prognosen fortsetzen, sondern schauen, welche Faktoren eigentlich die Entscheidungsprozesse in einem Unternehmen beeinflussen (können). Dazu habe ich aus meinem Skript zum anwendungsorientierten Management eine allgemeine formale Darstellung der Erfolgsfunktion eines Unternehmens herausgesucht, die zeigen soll, welche relevanten Faktoren die Unternehmensziele beeinflussen. Die Sicht auf die Komplexität der Unternehmenspraxis wird nämlich erleichert, wenn man eine Alltagsweisheit berücksichtigt, nämlich dass der erwartete Erfolg eines Unternehmens in der Realität von zahlreichen Faktoren abhängt.

Die Erfolgsfunktion eines Unternehmens könnte z.B. so aussehen

E(ZU) = f(G,S,M,H(mifi),F,I,P,O,F,X,C,W,R,U,e)

mit  E(ZU) als Erwartungswert für den Grad der Erreichung der Unternehmensziele und  f(..) der Funktion, die die Wirkungsprozesse aller Erfolgsdeterminanten auf die Erreichung der Ziele beschreibt sowie Z den Merkmalen der Unternehmensziele, wie z.B. den Gewinn und weitere Zielsetzungen. Continue reading Wie Volkswirte und Analysten mit Vorhersage die Entscheidungen in Unternehmen beeinflussen

Famos Davos: So trocknet man den letzten Bach für den Aufschwung aus

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Davos trocknet den Optimismus aus (Foto: flickr/tricky)

Bereits heute Vormittag hatte ich in einem Beitrag bemerkt, dass nichts Gescheites aus Davos an die Öffentlichkeit dringt. So etwas wie eine notwendige Aufbruchstimmung oder gar eine Richtung für einen Weg aus der Wirtschaftskrise konnte nicht vermittelt. Auf dem “Gipfel der Verunsicherung” (Handelsblatt ) wurden die bisherigen Rezepte und Maßnahmen durchgekaut.

Aber jetzt wird noch etwas drauf gesetzt. “Ökonomen zerpflücken Obamas Rettungsplan” überschreibt Spiegel Online einen Bericht über das PR-Treffen der verblichenen Wirtschaftselite. Jetzt wird versucht, die Pläne der einzigen Person, die Euch in Davos zeigt was Leadership wirklich bedeutet, zu zerpflücken.

Leute, was soll das jetzt? Habt Ihr meinen nicht Blog gelesen oder wenigstens auf Euren Gast Robert Shiller gehört? Die Krise ist kein Problem richtiger oder falscher Konjunkturpolitik, sondern ein psychologisches Phänomen. Es müsse Marketing gemacht werden, damit der Eindruck einer wirtschaftlichen Erholung erweckt werde.

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