Die Gefahren einer Defizitreduzierung

von  Joseph E. Stiglitz*

NEW YORK – Eine Welle von Steuersparprogrammen schwappt über Europa und Amerika. Das Ausmaß der Haushaltsdefizite hat – wie das Ausmaß des Abschwungs – viele überrascht. Aber trotz der Proteste derjenigen, die gestern noch für die Deregulierung eingetreten sind, und die es gerne sähen, wenn die Regierung passiv bleiben würde, sind die meisten Ökonomen der Überzeugung, dass die staatlichen Hilfsprogramme dazu beigetragen haben, eine zweite Weltwirtschaftkrise zu verhindern.

Die meisten Ökonomen sind sich auch einig, dass es ein Fehler ist, nur auf eine Seite der Bilanz zu schauen (egal, ob im öffentlichen oder privaten Sektor). Man darf nicht nur auf die Schulden eines Landes oder Unternehmens schauen, sondern muss auch die Vermögenswerte berücksichtigen. Das könnte auch dazu beitragen, die Falken im Finanzsektor zu beruhigen, die über die staatlichen Ausgaben alarmiert sind. Schließlich akzeptieren sogar Defizit-Falken, dass wir uns nicht auf das Defizit von heute konzentrieren sollten, sondern auf die langfristige Staatsverschuldung. Ausgaben, besonders als Investitionen in Bildung, Technik und Infrastruktur, können tatsächlich langfristig zu einer Reduzierung der Defizite führen. Die Kurzsichtigkeit der Banken hat die Krise zum Teil hervorgerufen, wir dürfen nicht zulassen, dass die Kurzsichtigkeit der Regierung – angestiftet von den Banken – sie nun verlängert.

Schnelleres Wachstum und schnellere Renditen auf öffentliche Investitionen sorgen für höhere Steuereinnahmen, und eine Rendite von fünf bis sechs Prozent ist mehr als genug, um die vorübergehenden Zunahmen der Staatsverschuldung aufzufangen. Eine soziale Kosten-Nutzen-Analyse (unter Berücksichtigung anderer Auswirkungen, nicht nur der auf den Haushalt) machen solche Ausgaben umso attraktiver, auch wenn sie über Verschuldung finanziert werden. Hier weiterlesen.

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Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 15. Januar 2009

Hier der Blick auf ausgewählte Schlagzeilen aus nationalen und internationalen Onlinemedien zum Wirtschaftsgeschehen. Auch heute wieder mit lesenswerten Beiträgen aus deutschsprachigen Wirtschaftsblogs. Presseberichte zur Wirtschaftslage hier und zu den Bankverlusten, insbesondere der Deutschen Bank, in diesem Beitrag. Bleiben dann überhaupt noch Themen?

  1. Spon: Apple- Chef Steve Jobs nimmt Auszeit wegen Krankheit
  2. FAZ: Wirtschaftswachstum sinkt auf 1,3 Prozent
  3. HB: Deutsche Wirtschaft von Krise voll erfasst
  4. FTD: Peer Steinbrück: “Ich bin absolut desillusioniert”

  5. FAZ: Autoindustrie jubelt über Abwrackprämie
  6. HB: Fed: Situation in USA weiter verschlimmert
  7. FTD: Leasinggeschäfte – US-Investoren knebeln Kommunen
  8. Sorgen um Banken drücken Wall Street

  9. HB: London hilft kleinen Firmen aus Kreditklemme
  10. HB: „Steinbrück provoziert weitere Defizitverstöße“
  11. HB: BaFin-Chef gegen „Bad Bank“-Lösung
  12. FTD: Gute Argumente für die Bad Bank

  13. HB: EU-Parlament kommt Ratingagenturen entgegen Continue reading Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 15. Januar 2009

Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 8. Januar 2009

Der Blick auf ausgewählte Schlagzeilen aus nationalen und internationalen Onlinemedien zum Wirtschaftsgeschehen. Auch heute wieder mit lesenswerten Beiträge aus deutschsprachigen Wirtschaftsblogs.

  1. HB: Später Neujahrskater an der Wall Street
  2. HB: Rettungsschirm für die Realwirtschaft
  3. HB: US-Defizit außer Kontrolle
  4. HB: Wirtschaftskrise stoppt Job-Boom
  5. HB: Steinbrück braucht schon für 2008 mehr Geld
  6. NYT: Shares Move Lower on Latest Economic Worries
  7. HB: Merckle-Imperium bald ohne Ratiopharm
  8. FAZ: Was von Merckles Imperium übrig bleibt
  9. HB: Merckles Erben
  10. FTD: Vertrauen unter Banken nimmt zu
  11. HB: Ist der Bankkunde bald wieder König?
  12. HB: Finanzkrise fordert mit Lyondell-Basell ihr erstes großes Opfer
  13. HB: Anleger nutzen verstärkt Optionen und Futures
  14. NYT: The Costly Compromises of Oil From Sand Continue reading Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 8. Januar 2009

Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 7. Januar 2009

Hier der Blick auf ausgewählte Schlagzeilen aus nationalen und internationalen Onlinemedien zum Wirtschaftsgeschehen. Auch heute wieder mit lesenswerten Beiträge aus deutschsprachigen Wirtschaftsblogs. Meldungen zum Freitod von Adolph Merckle sind in diesem  Beitrag zu finden

  1. HB: Wall Street trotzt Konjunkturdaten
  2. Nikkei legt deutlich zu
  3. Zeitenwende: Das schlechteste Jahr in der Geschichte des Aktienmarktes
  4. FAZ: Euro auf Talfahrt
  5. HB: Die größten Unternehmen der Welt
  6. FTD: Dossier: Sturm im Coba-Turm
  7. FAZ: Dresdner Bank braucht Staatshilfe
  8. FTD: Berlin erwägt Rettungsschirm für Konzerne

  9. Zweites Konjunkturpaket Rürup erwartet spürbar positiven Effekt

  10. HB: Was hat die Wall Street gegen Porno?
  11. Netzwertig: Venture Capital: Ein miserables Jahrzehnt
  12. HB: Wie die Länder unter dem Gasstreit leiden
  13. Spon: Russland schwört Deutschland auf langen Gas- Streit ein
  14. HB: Schärfere Regeln für Versicherer
  15. FAZ: Aktienmehrheit bei VW Porsche nun größter Autohersteller Europas
  16. FAZ: Export der deutschen Autoindustrie bricht ein Continue reading Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 7. Januar 2009

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