Der pay-TV-Sender Sky hat wieder einmal im Vergleich zu den Erwartungen des Senders katastrophale Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Bemerkenswert einfältig ist, wie die Pressestelle dieses Ergebnis in positive Worte verpackt:
“Die Sky Deutschland AG verzeichnete Ende März 2010 2,471 Millionen Abonnenten. Brutto gewann das Unternehmen während des ersten Quartals 123.000 Abonnenten hinzu, 10,1 Prozent mehr als im Vergleichzeitraum des Vorjahres (Q1 2009: 112.000). Die rollierende Kündigungsquote ist im ersten Quartal auf 21 Prozent weiter gesunken. Im ersten Quartal 2009 hatte sie 22,4 Prozent betragen. Die annualisierte Kündigungsquote im ersten Quartal liegt jetzt unter 20 Prozent. Das Nettowachstum im ersten Quartal 2010 liegt bei 1.000 Abonnenten (Q1 2009: Nettoverlust von 28.000 Abonnenten). Der ARPU (Umsatz pro Abonnent) setzte sein starkes Wachstum fort und ist im ersten Quartal 2010 auf 28,85 € gestiegen (Q1 2009: 24,85 €). Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die neue Angebots- und Preisstruktur sowohl durch bestehende Abonnenten als auch durch Neukunden in Verbindung mit der vergrößerten Akzeptanz des HD-Angebots gut angenommen wurde. “
Die Fakten sind freilich: Der Nettoverlust steigerte sich auf 97 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 80 Mio. Euro. Im letzten Quartal konnten netto nur 1.000 Kunden gewonnen werden und das trotz eines gigantischen Werbebudgets und wohlwollender Pressearbeit. Der Neuaufsteiger für bezahlte Fußball-Liveübertragungen in Deutschland, Liga Total, soll dagegen seit Saisonbeginn 100 000 Abonnenten gewonnen haben. Nun habe ich zwar keine periodenbezogenen Vergleichszahlen für die Fußballkanäle ermitteln können, Sky hat jedoch jedoch die Zahl der Abonnenten im Vergleich zum Vorjahr nur etwa um 71.000 erhöht. Wie vor einem Jahr erwartet, ist Liga Total von T-Vision damit Meister geworden ist.
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