Nun nachdem heraus ist, wer neuer Eigentümber der Industriekreditbank wird, rückt sofort die zukünftige Ausrichtung des Instituts in das Blickfeld der Medien. Vergessen werde sollte aber nicht, dass der Deal vertraglich noch gar nicht komplett abgeschlossen ist. Zwar hat der Eigentümer KFW mit Lone Star einen Vertrag über den Verkauf der IKB-Anteile abgeschlossen. In der Praxis dürfte es sich dabei aber nur um eine Art erweiterten Letter of Intent handeln.
Und auch in der Pressemeldung der IKB selbst wird heute ausgeführt, dass der Verkauf noch der Zustimmung des Verwaltungsrats der KfW sowie weiterer Genehmigungen (durch BaFin und die Europäische Kommission) bedarf. Das Closing des Vertrags soll bis Oktober 2008 erfolgen.
In den kommenden Wochen wird es darum gehen, diese Vereinbarung auch vertraglich umzusetzen. Dies ist zwar für die Öffentlichkeit weniger spektakulär, weil es vorwiegend um juristische Details geht. Dennoch scheitern Unternehmensverkäufe häufig doch noch in dieser Phase. Dies kann insbesondere bei der IKB schon deswegen nicht ausgeschlossen werden, weil neue Sachverhalte aus dem Risikoportfolio ans Licht kommen könnten, die Lone Star über den Preis oder gar über das gesamte Geschäft nachdenken lässt. Wir erinnern uns, dass die Kreditkrise noch nicht überstanden ist.
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