Bankenrisko wieder leicht gestiegen: Credit Spreads uneinheitlich, Geldmarkt scheint noch nicht funktionsfähig

by Dirk Elsner on 16. Oktober 2008

Heute zeigt die aktuelle Übersicht der Credit Spreads (Erläuterungen und Disclaimer hier) wieder eine leicht zugenommene Spannung durch gestiegene Prämien an. Insgesamt ergibt sich aber ein uneinheitliches Bild. Größter Verlierer ist diesmal die Deutsche Bank, deren Prämien um über 47% auf 108,3 Punkte gestiegen sind. Auch beim Spitzenreiter Morgan Stanley ist eine deutliche Steigerungen zu beobachten (459,8, +31,37%). Dagegen gibt es aber auch deutlicher Gewinner. Dazu gehören die Citigroup (161,04, -25,75%) und Goldman Sachs (232,69, -27,17%).

Von der HSH-Nordbank gab es gestern keinen aktuellen Spread, so dass das Institut weiter mit 292,05 Punkten notiert. Morgan Stanley bleibt letzter (siehe oben) Gesamtspitzenreiter bleibt die BNP Paribas mit 46,04 (+15,91%). In Deutschland verteidigt die Dresdner Bank knapp die Spitzenposition (64,56, +6,29%) vor der DZ Bank mit unveränderten 65,1 Punkten.

Vom Geldmarkt wird weiter keine Entspannung gemeldet. Gem. Dow Jones ist die Einlagenfazilität der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch stärker als am Vortag genutzt worden. Wie die EZB am Donnerstag mitteilte, parkten Banken des Euroraums in der mit 3,25% verzinsten Einlagenfazilität 210,799 (Dienstag: 196,116) Mrd EUR. Die Bereitschaft der Banken, sich untereinander Geld zu leihen, ist im Zuge der Finanzkrise nahezu völlig zum Erliegen gekommen.

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