Da muss ich mir tatsächlich die Tränen aus den Augen reiben, als ich zunächst bei Weissgarnix und dann im Handelsblatt diese Nachricht las: Der angeschlagene Unternehmer Adolf Merckle will nun erstmals mit „persönlichen Garantien“ aus seinem Privatvermögen für die Kredite an seine Unternehmensgruppe gerade stehen. Merckle hatte Schlagzeilen gemacht, weil es sich mit VW-Aktien verzockt und dabei über eine Milliarde Euro verloren haben soll und sich vom Land Baden-Württemberg eine Landesbürgschaft wünschte.
So weit hat uns die Finanzkrise nun getrieben: Baden-Württemberg hat kein Geld mehr, weil ja die ortsansässige LBBW mit Kapital ausgestattet werden muss. Nun muss Herr Merckle gar mit seinen eigenen Ersparnissen ins Risiko gehen. Das ist bemerkenswert, weil die Betonung in dem Artikel auf „erstmals“ liegt. Er ist also noch nie ins Risiko gegangen. Jetzt erstmals also ein Risiko für den „Externalisator“ (Weissgarnix). Ich denke, dafür hat er einen Unternehmerpreis verdient.

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