Banken bewegen sich gemächlich ins Rettungspaket

by Dirk Elsner on 30. Dezember 2008

To the rescue ...

Ein Rettungsboot wartet auf Wasser und Besatzung

Ruhig war es geworden um das Rettungspaket der Banken. Nun kommt rechtzeitig zum Jahresabschluss wieder Bewegung in das Päckchen. Möglicherweise ahnt das eine oder andere Institut, dass nach der Feststellung des Abschlusses eine Erhöhung des Kernkapitals ihrer Bilanz gut tun würde.

Wie das Handelsblatt berichtet sollen 15 Anträge auf Eigenkapitalhilfen dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) vorliegen. „Wenn die alle durchgewinkt werden, ist mehr als die Hälfte der 80 Mrd. Euro, die für diesen Zweck zur Verfügung stehen, weg“, sagte der finanzpolitische Sprecher der Union, Otto Bernhardt.

Bisher hatte nur die Commerzbank Interesse an einer direkten Kapitalhilfen gezeigt. Vom gesamten Rettungspaket hat der SoFFin bisher rund 100 Mrd. € an Garantiezusagen gegeben und 8,2 Mrd. an stillen Einlagen geleistet. Zahlreiche andere Institute beantragten nur staatliche Garantien, darunter die Hypo Real Estate, die HSH Nordbank, die BayernLB und die VW Bank. Mit diesen staatlichen Sicherheiten für Schuldtitel können sie ihre Refinanzierung sichern.

Höchste Zeit für die Inanspruchnahme ist es ohnehin. Die Töne vieler Unternehmer sind schriller geworden, weil sie von Banken nicht ausreichend mit Krediten versorgt werden. Regierung und Banken müssen aber weiter Gas geben, damit die kreditsuchenden Unternehmen und mit ihnen die Konjunktur auf dem Trockenen sitzt wie das Rettungsboot auf dem Foto.

Weitere Meldungen

Tagesspiegel: Banken nehmen Staatshilfe an

AFP: Bankenverband fordert Aufkauf von kritischen Wertpapieren

Welt: Commerzbank und SoFFin vereinbaren Kreditprogramm für den Mittelstand

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