In vielen Unternehmen werden in diesen Wochen und Monaten ja die Checklisten für das Krisenmanagement durch dekliniert, um die Liquiditätssituation zu entspannen. Der Vorteil dieser Checklisten ist, dass sie nicht nur für das Krisenmanagement geeignet sind, sondern auch bei angespannter Liquiditätssituation viele Ansätze bieten, sich zusätzliche Mittel zu beschaffen. Soweit jedenfalls die Theorie.
In der Praxis läuft es dann nicht ganz so glatt, wie sicher nicht nur ich festgestellt habe. Im Rahmen eines Beratungsmandates für ein mittelständisches Unternehmen habe ich einen ausgezeichneten Maschinenpark vorgefunden, der abbezahlt ist. Da liegt es nahe, mit Leasinggesellschaften über Sale-and-Lease Back-Modelle zu sprechen und das für den Immobilienmarkt bewährte Modell auf den Maschinenpark zu übertragen.
Bei den Gesprächen mit meinen Kontakten zu verschiedenen Leasinggesellschaften stellt ich dann fest, dass einige der Finanzierer dieses Modell ausgerechnet jetzt zurückgefahren haben. Man habe geschäftspolitisch entschieden, in dieser Phase der Wirtschaft keine Finanzierung anzubieten, die lediglich der Liquiditätsbeschaffung diene. Für mich ist diese Strategie ein Beispiel, das konkret zeigt, wie sich die Finanzierungsbedingungen für den Mittelstand verschlechtert haben.
Andere Leasinggesellschaften sind dagegen für solche Modelle auch in diesen Zeiten offen. Dabei empfiehlt es sich aber, diese Finanzierungen mit einer Leasinggesellschaft zu diskutieren, mit der man ohnehin in Geschäftsverbindung steht. Sale-and-Lease-Back von bereits im Gebrauch befindlichen Maschinen mit einer neuen Gesellschaft dürfte in diesen Zeiten schwierig werden.
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