Die Nebeneinkünfte von Obamas wichtigsten Mitarbeitern: Chef Ökonom dokumentiert gute Beziehungen zur Wall Street

by Dirk Elsner on 7. April 2009

Diese Nachricht, die die Wirtschaftspresse in Deutschland weitestgehend ignorierte, hat nicht wirklich überrascht. Der Architekt des Kommunikationsfahrplan für den Geithner-Plan und Obamas wichtigster Wirtschaftsberater, Lawrence H. Summers, hat im vergangenen Jahr fünf Millionen Dollar vom Hedge-Fonds D. E. Shaw erhalten. Weitere insgesamt 2,7 Mio. Dollar erhielt Summers als Honorare für Reden vor Wall Street-Firmen. Das berichtete am Freitag die New York Times.

Dieser Bericht ist allerdings nicht einer besonderen Enthüllungsrecherche zu verdanken. Die New York Times hat einfach die vom Weißen Haus veröffentlichten Unterlagen studiert. Die sogenannte Financial Disclosure Reports lassen sich nämlich über diese Webseite bestellen. Insgesamt stellt die NYT in einem Zeitungsbericht 13 dieser Reports zur Verfügung. Darunter auch die von Obamas Top-Wahlkampfberater David Axelroth und seinem Stabschef Rahm  Emanuel.  So verdiente z.B. Axelroth im vergangenen Jahr drei Millionen Dollar beim Verkauf seiner Anteile an zwei Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit und Medienstrategie.

Unterdessen hat die NYT einen weiteren Artikel nachgeschoben und stelle deutlichere Frage an Summers.

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