Es wird Mode angeschlagene Firmennahmen auszutauschen. Aus Premiere wurde Sky, die Hypo Real Estate will sich künftig Deutsche Pfandbriefbank nennen, überlebende Teile von Lehman sind bei Nomura untergekommen. 10 Monate nach der Beinahe-Kernschmelze des Kreditderivategeschäfts reagiert nun die American International Group (AIG) und benennt die Sachversicherung um in “Chartis”. Zwar müssen die Behörden müssten dem Schritt noch zustimmen, aber das dürfte wohl nur eine Formsache werden.
AIG hat mit dem Namenswechsel allerding wieder einmal die Chance vertan, mit der eigenen Vergangenheit abzurechnen und den neuen Namen mit frischen Inhalten aufzuladen. In der öffentlichen Darstellung wirkt AIG träge und arrogant. Es wird nicht deutlich, warum sich Industriekunden nun bei Chartis versichern lassen sollen und welche Lehren der einstige Versicherungsriese aus den riskanten Geschäften seiner Finanzierungstochter gezogen hat.
Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren:
- Goldman Sachs will die Berufsehre für Investmentbanker mit Offenheit und Transparenz herstellen
- Wird die Ökonomie in Frankfurt mit dem Handelsblatt neu vermessen?
- Schuldenkrise und Griechenland: Raider heißt schon lange Twix und Umschuldung jetzt “Neuprofilierung”
- Was macht Josef Ackermann nach der Deutschen Bank: Kann er das Weltwirtschaftsforum beleben?
- Bundesliga 2011/12: Für Vorhersagemärkte steht Bayern als Meister fest vor Dortmund und Leverkusen (+Wettquoten)
Comments on this entry are closed.