Was-auch-immer-2.0: Was bedeutet eigentlich Social Media?

by Dirk Elsner on 12. August 2009

Regelmäßig schaue ich in den Blog Finance 2.0, um ein paar Informationen zum aktuellen Stand des Banking 2.0 zu tanken. Der Electronicuncle Boris Janek betrachtet die Szene sehr engagiert und protokolliert die Bewegung in der Finanzbranche. Und schaut man mit Hilfe von Lupe und Infrarot hin, dann ist tatsächlich etwas zu entdecken. Janek ist aber skeptisch, denn er schreibt zu der Nutzung von 2.0-Techniken (neuerdings sagen ja viele Social Media dazu):

“Und immer noch hoffen viele Unternehmen, dass der Kelch an Ihnen vorüber gehen wird. Es ist aber noch viel schlimmer. Die üblichen Berater und Agenturen können auch kaum weiter helfen. Herkömmliche Werbeagenturen, Mediaplaner oder Unternehmensberater haben auch kein Latein mehr übrig.“

Ich persönlich bin ebenfalls skeptisch, was die Innovationsfreudigkeit der Banken in diesem Sektor betrifft. Dabei spreche ich den Instituten nicht einmal die Fähigkeiten ab, sich damit zu befassen. Gleichwohl muss man sehen, dass die Institute derzeit einen Sack voller Hausaufgaben zu bewältigen haben und sie den Kopf alles andere als frei haben, um sich mit Social Banking zu befassen. Die Branche ist weiter mit dem Kehraus aus der Finanzkrise beschäftigt und der Rettung abgerauchter Geschäftsmodelle. Mit den neuen MaRisk “drohen” wieder einmal erhebliche organisatorische und technische Änderungen. Und vermutlich fehlt der Veränderungsdruck. Dazu schrieb ich vor drei Wochen:

“Die Notwendigkeit für Änderungen besteht. Verhaltensänderungen sehen wir aber nur in Zeitlupe. Die Behäbigkeit im Veränderungswillen der Banken hat ihre Ursachen in den umfangreichen Regulierungs- und IT-Organisationsanforderungen und übrigens auch im Verhalten der Kunden. Durch den kollektiven Vertrauensverlust stellt sich aktuell kaum eine Bank schlechter, weil Kunden bisher kaum Alternativen haben. Vielleicht ist das Verhältnis zwischen Banken und Kunden vergleichbar mit einer angeschlagenen Ehe. Es wird auch nicht jede zerrüttete Ehe sofort geschieden. Man hat sich auf bestimmte Art und Weise bequem eingerichtet in seinem Leben und mit seiner “ungeliebten” Bank. Da wechselt man nicht sofort wegen eines Ausraster und ein paar Marotten den Partner.

Dieses Trägheit gepaart mit einer Mentalität, die alles billig will und möglichst hohe Rendite bei geringem Risiko, macht es den Banken einfacher, nicht zu reagieren. Allerdings bietet das auch Chancen für etablierte Institute, die jetzt  aktiv werden mit neuen Produkten, Prozessen und transparenterer Konditionenpolitik.”

Aber ich will hier jetzt nicht vom Thema abschweifen. Eigentlich habe ich hier nur nach einem Übergang gesucht, um die von Finance 2.0 entdeckte Präsentation hier zu platzieren. Darin wird nämlich zu klären versucht, was überhaupt unter Social Media verstanden wird:

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