Mal wieder: Ticker zur Schuldenkrise und einer (vorläufigen?) Lösung für Griechenland

by Dirk Elsner on 9. Februar 2012

Sollte heute tatsächlich Bewegung in die quälenden Verhandlungen mit Griechenland gekommen sein? Ich kann das Thema ja schon lange nicht mehr sehen. Die multilateralen Verhandlungen um die Details eines Schuldenschnitts und weitere Einschnitte für das griechische Volk scheinen sich endlos hinzuziehen.

Ich hatte an anderer Stelle schon einmal geschrieben, dass es bei diesen Verhandlungen zugeht, wie bei einem Chicken Game, d.h. es wird bis zum Schluss gepokert. Hier gilt im Prinzip das Gleiche, was ich einmal in “Poker um US-Schuldengrenze ist spieltheoretisch ein Chickengame und wird in letzter Sekunde entschieden” geschrieben hatte. Daher halte ich es für reine Zeitverschwendung, über alle möglichen Zwischenstände zu spekulieren. Aber durchaus möglich, dass es heute eine (vorläufige?) Lösung gibt. Daher will ich mal wieder meinen Ticker zur EU-Schuldenkrise einschalten. Den Ticker gibt es hier auch als RSS-Feed.

Nachtrag:

Den Ansatz des Game of Chickens (bzw. des Feiglingspiels) zu den Verhandlungen in Griechenland nimmt auch Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie an der Hertie School of Governance, in einem Gastkbeitrag für das Handelsblatt auf:

„Die griechischen Parteien wissen, dass für die Troika eine ungeordnete Insolvenz eine Katastrophe wäre, deshalb geben sie nicht nach. Die Troika weiß, dass eine ungeordnete Insolvenz für Griechenland eine Katastrophe wäre, deshalb gibt sie nicht nach. Beide Seiten diktieren zurzeit fast stündlich in die Protokolle, dass sie keine Angst vor dem Absturz haben. Erst Zentimeter vor dem Abgrund werden sie eine Einigung erzielen – es sei denn, sie wissen nicht, was sie tun …“

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