Kein Rekordtief beim ZEW-Konjunkturindikator

by Dirk Elsner on 19. Juni 2012

Ja, ich habe das Spiel schon begriffen. Die Medien brauchen die negativen Schlagzeilen für die Klicks und die Verkaufszahlen. Deswegen titelt das Handelsblatt ja auch

Rekordeinbruch des ZEW-Index – Deutsches Konjunkturbarometer sendet Schocksignale

Natürlich kann man sich bei der Dramatik beziehen auf das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, die ihre Pressemeldung überschrieben haben mit “Erwartungen brechen ein” und schreiben: “Es handelt sich um den stärksten Rückgang des Indikators seit Oktober 1998”. Aber für die Leute mit Kurzzeitgedächtnis: Der Indikator betrug noch im November 2011 –55,2

Ich will die Lage nicht schön schreiben, aber es hätte auch gereicht, wie etwa Querschüsse das macht, zu schreiben: ZEW-Index schmiert kräftig ab. Dort gibt es auch ein paar nette Grafiken dazu.

Zum Hintergrund der Konjunkturerwartungen siehe diese Seite

“Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden monatlich erhoben. An der Umfrage beteiligen sich bis zu 350 Finanzexperten. Der Indikator gibt die Differenz der positiven und negativen Erwartungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung (auf Sicht von sechs Monaten) in Deutschland wieder. Abgefragt werden auch die Erwartungen für die Eurozone, Japan, Großbritannien und die USA.

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