Nassim Taleb über Antifragility, Informationsrauschen und viel mehr

by Dirk Elsner on 21. Januar 2013

Nassim Nicholas Taleb hat kürzlich auf Al Jazeera in der Sendung “The Stream” über sein im November erschienenes Buch Antifragile: Things That Gain from Disorder gesprochen und beantwortet während der Sendung gestellte Fragen von Zuschauern via Twitter und Google+.

Darin äußert er sich übrigens ab 9:12 zu der Nutzung von Social Media. Taleb sieht dort die Gefahr eines großen Anteils von “Noise”, also von Informationsrauschen,  im Verhältnis zu wirklich nützlichen Informationen. Die Gefahr bei “high frequency information” des Webs sei, dass man im Nachrichtenüberfluss die wirklich wichtigen Informationen übersieht. Er selbst entdecke im Monate gerade eine wichtige bzw. relevanten Information. Er hat außerdem den Eindruck, dass die Menschen umso weniger verstehen, je schneller ihr Informationsfluss ist. Das sind in der Tat Gedanken, über die es sich erneut lohnt, weiter an anderer Stelle nachzudenken.

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Seines neues Buch ist übrigens die Fortsetzung von die “Narren des Zufalls” und “Der Schwarze Schwan”.  Ich lese derzeit, wenn ich etwas Zeit finde, die englische Kindle-Fassung, die bereits für 10 Euro erhältlich ist. Es lohnt sich übrigens wieder einmal, auch wenn Talebs Arroganz zwischendurch kaum erträglich ist. Ich halte das Buch neben Kahnemans  “Schnelles Denken, langsames Denken” und Shillers Märkte für Menschen für das beste Wirtschaftsbuch des Jahres 2012, wobei ich wahrscheinlich vielen guten Titeln, die ich gar nicht erst kennen lerne konnte damit Unrecht tue.

Laut Amazon erscheint die deutsche Fassung Ende Februar unter dem Titel “Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen

Rezensionen von Antifragile

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