Von dels, am 01.02.09
Kreditderivate sind das Thema der Stunde oder besser des Monats. Um sie geht es, wenn von toxischen Assets gesprochen wird, die an eine Bad Bank weitergereicht werden sollen. Mehrfach hat der Blick Log über einzelne dieser Finanzinstrumente geschrieben. Vor einigen Tagen habe ich eine interessantes und lesbares Arbeitspapier von Heinz Cremers und Jens Walzner aus dem Jahre 2007 gefunden und möchte daraus einige Ausschnitte präsentieren, um etwas Hintergrund zu vermitteln. Dafür habe ich die Auszüge geringfügig redaktionell angepasst (z.B. Fußnoten entfernt). Quellenangabe und weitere Literaturhinweise am Ende des Beitrags.
Definition Kreditderivate
Finanzderivate, mit denen es möglich ist Kreditrisiken vom Grundgeschäft zu trennen und separat zu handeln, werden … als Kreditderivate bezeichnet. Im Allgemeinen bedeutet dies, dass Kreditderivate es einer Partei (Sicherungsnehmer bzw. Protection Buyer) ermöglichen, das Kreditrisiko aus dem Referenzaktivum gegen Zahlung einer Prämie auf eine andere Partei (Sicherungsgeber bzw. Protection Seller) zu übertragen. Zu beachten ist dabei, dass die zugrunde liegende Forderung aus dem Referenzgeschäft in seiner ursprünglichen Form erhalten bleibt und lediglich eine Art „Versicherung“ für das Kreditrisiko abgeschlossen wird.
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Von dels, am 22.11.08

Handel aus verschiedenen Motiven
Spekulation, Hedging und Arbitrage sind Begriffe, für die sich auch in diesen Monaten des Aufruhrs an den Finanzmärkten eine breitere Öffentlichkeit interessiert. In der Dissertation von Dietmar Peetz (siehe Literaturhinweis) habe ich dazu einen interessanten Abschnitt gefunden.
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Von dels, am 28.10.08
Das Erstaunen über die Entwicklung der VW-Aktie nimmt auch heute kein Ende. Die Aktie kostete zeitweise 1.000 Euro und liegt derzeit bei 800 € mit 54% im Plus. Damit feuert die Aktie den DAX, der aktuell ein Plus von 8,7% aufweist, regelrecht an. Hoffen wir, dass der Index dabei nicht verbrannt wird.
Hier brauche ich nicht betonen, dass eine solche Entwicklung weder normal noch fundamental gerechtfertigt ist. Dies ist eine Demonstration purer Blasenspekulation und Herdenverhaltens, wie man sie besser nicht vorführen kann. Zu Hintergründen und Ursachen darüber erfährt man in anderen Beiträgen genug (z.B. hier mehr).
Analysen, die jetzt noch vorrechnen, die Aktie habe einen fairen Wert von 911€ hätte, wie das Handelsblatt schreibt, beweisen ihren Humor mit dem Verweis auf eine erfolgreichen Baureihe des Hauptaktionärs.
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