Immobilienblase in China?

Markus Gaertner befasst sich in einem aktuellen Blogeintrag intensiver mit Chinas Immobilienmarkt unter dem Titel: “Chinas Immobilienmarkt in Gefahrenzone”. Dazu schreibt er u.a.:

Wenn es ein perfektes V in dem viel beschworenen konjunkturellen Erholungs-Szenario gibt, dann hat es Chinas Immobilienmarkt gerade geformt. Der „NDRC 70 City Property Price Index der Nationalen Entwicklungs-

und Reformkommission hat nach herbem Absturz von Januar 2008 bis Anfang 2009 eine zehn Monate währende Aufholjagd hingelegt, die es in sich hat. Auch der China CSI Real Estate Stock Index, der die Performance der börsennotierten chinesischen Immobilienfirmen abbildet, hat so eine scharfe Kehrtwende geschafft (siehe Grafik).

Doch das ist nicht die News. Die eigentliche Nachricht steckt im Vergleich der beiden Kurven. Der CSI-Index hat in der Vergangenheit nach scharfer Beobachtung des chinesischen Finanzblogs Maoxian sozusagen die Kurve vor dem Index der Reformkommission gekriegt. Und ab Juli hat er eine scharfe Korrektur durchlebt. Davon hat er zwar schon die Hälfte wieder gutgemacht. Doch der nachziehende NDRC-Index muss die Tauchfahrt noch nachholen, was auf kräftig sinkende Immobilienpreise hinweisen könnte.

Weiterlesen hier in Gaertner´s Blog

Mit der mutmaßlichen ökonomischen Blase in China befasst sich Edward Harrison in seinem Beitrag “The Chinese bubble economy”. Darin zitiert er u. a. Andy Xie, der etwas den Hintergrund beleuchtet:

“The biggest risk to China’s economy is the desire to maintain past economic growth rates by maximizing investments in property — an unproductive asset. It supports short-term growth by sacrificing long-term growth as capital’s average productivity declines over time.

Local government performance in China is measured according to GDP and fiscal revenue. Property development can achieve high numbers for both quickly. This is why property’s share in China’s capital allocation is rapidly rising as prices appreciate and volumes increase. This is a politically driven bubble — and it’s already massive. Unless the trend is reversed by reforming incentives for local governments, China’s property bubble could mushroom in two years from what’s now a dangerous level. The burst could happen in 2012, endangering social and political stability.”

Harrison führt in der Folge einige Indizien an, die möglicherweise für eine chinesische Blase sprechen könnten. Persönlich finde ich die Beurteilung schwer. Die Medienmeldungen (siehe unten) sind widersprüchlich und basieren häufig nur auf öffentlich verfügbaren Statistiken. Interessanter wäre es Einschätzungen von jemanden zu hören, der mit China Geschäfte macht.

 

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Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 28. April 2009

Hier der Blick in ausgewählte Wirtschaftsmeldungen Meldungen nationaler und internationaler Websites. Berichte aus dem Bank- und Finanzwesen sind unter diesem Artikel zu finden.

NYT: Japan Predicts 3.3% Contraction

Zeit: Fröhlich shoppen in der Krise

BP: Great Depression Rallies

HB: Immobilienmarkt: Marktbereinigung steht bevor

NZZ: Milchpreise in Deutschland im freien Fall

WGN: Wiederholt sich die Geschichte? Das will ich doch gar nicht wissen!

BNB: “Der Boden ist noch weit entfernt”

NZZ: Tauziehen um Einfluss und Finanzen beim IMF

BB: “Alles war ja sooo toll” – Eindrücke von der Anlegermesse INVEST…

RM: Indien: Der Riese lächelt

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Bericht über Hauspreisverfall, kein Bericht über unerwartet starken Anstieg der Hausverkäufe

Wirtschaftsredakteure haben es in diesen Monaten besonders schwer. Auf jeden Fall ist ihr Job schwerer als der eines Bloggers, der abends in seiner Freizeit am virtuellen Stammtisch mal wieder über die dunkle Berichterstattung der Medien meckert oder sich tagsüber das Leid seiner Kunden über dies so mies geschriebene Stimmung anhört.

Ausriss aus Homepage der New York Times

Dabei muss ich sogar gestehen, dass ich erst am vergangenen Wochenende durch einen Blogeintrag bei Indiskretion Ehrensache erfahren habe, dass meine Abozeitung  vor knapp zwei Wochen im Ressort “Unternehmen & Märkte” das Wort Krise nicht einmal vorkommen lies. . . . → Read More: Bericht über Hauspreisverfall, kein Bericht über unerwartet starken Anstieg der Hausverkäufe

Hintergrund: Asset Backed Securities und die Subprime-Krise

Dr. Matthias Mock vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages hat den nachfolgenden Hintergrund verfasst, der am vergangenen Freitag vom Bundestag veröffentlicht wurde.

Die aktuelle Finanzkrise hält nun schon über ein Jahr an und sorgt mit den jüngsten Ereignissen erneut für Schlagzeilen. Längst hat die Krise über die USA hinaus weltweit an den Finanzmärkten für Verwerfungen gesorgt und wirkt sich bereits auf die Realwirtschaft aus. Ein Begriff, der immer wieder im Zusammenhang mit der Finanzkrise fällt, ist der der Asset Backed Securities (ABS). Es handelt sich hierbei um ein komplexes Finanzierungsinstrument, das die aktuelle Krise mit verursacht hat. In diesem Beitrag sollen daher Funktionsweise und Rolle der ABS in der aktuellen Finanzkrise überblicksartig dargestellt werden.

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Der Blick Log ist ein privates Weblog mit Gedanken über Wirtschaft, Finanzen, Management und mehr. Beruflich berate ich für die Innovecs GmbH Banken und mittelständische Unternehmen (hier der aktuelle Flyer).

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