Nun wird spekuliert, dass die HSH-Nordbank als weiteres Institut nach der BayernLB das Rettungspaket der Bundesregierung nach dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz in Anspruch nehmen könnte. Das mutmaßt das Handelsblatt auf Basis von Äußerungen eines Sprechers der Bank.
“Wir sind dafür, dass die Garantien genutzt werden. Wir würden es aber sehr begrüßen, wenn es zu einer gemeinsamen Aktion aller Landesbanken kommt”, sagte ein HSH-Sprecher am Montag. Der Vorstand werde in den nächsten Tagen entscheiden, ob die Hamburger Landesbank das Paket nutzen wolle.
Dass die HSH-Nordbank der nächste Kandidat ist, überrascht nicht, weil das Institut seit Tagen schon das Schlusslicht bei den Credit Spreads bildet, also die höchste Risikoprämie unter deutschen Instituten aufweist. Die Prämien für Darlehen an die HSH-Nordbank wurden zwar vom Deutschen Derivateverband seit vergangenem Mittwoch nicht mehr aktualisiert. Am 14. Oktober wies sie aber noch 292 Punkte auf, was die Refinanzierung für das Institut viel zu teuer macht.
Unklar ist noch, was mit einer gemeinsamen Aktion aller Landesbanken gemeint ist. Eine gemeinschaftliche Inanspruchnahme sieht das Finanzmarktstabilisierungsgesetz nämlich nicht vor. Oder gibt es hier Anzeichen auf eine weitere Konsolidierung der Landesbankenlandschaft? Dies wäre dann in der Tat bemerkenswert.
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