Änderungsprozess geht an Banken vorbei: Bevölkerung wird weiterhin für dumm verkauft

by Dirk Elsner on 21. Oktober 2008

Eigentlich ist es nicht mein Stil, mich populistisch über etwas aufzuregen. Aber ein Kommentar heute in der Frankfurter Rundschau bestätigt ein allgemeines Grummeln der letzten Wochen. Arno Widmann macht darin auf die Werbung von Banken aufmerksam an, die in Kinos und im Fernsehen läuft als sei nichts gewesen. „Dass sie so weiterläuft, zeigt doch auch, für wie blöd die Institute uns, also ihre Kunden, halten“. meint er.

Und es finden sich viele weitere Fälle, aus denen ich den Eindruck erhalte, der Change Prozess geht an den Instituten vollkommen vorbei. Dazu gehört z.B. eine AIG, die weiter Luxusreisen organisiert genau so wie die Bonusdiskussionen der letzten Tage und die Umfragemanipulation beim Handelsblatt durch Bankmitarbeiter. Aber auch die Aktion der Landesbanken, das deutsche Rettungspaket gemeinsam nutzen zu wollen, deutet auf eine Verschleierungstaktik hin, die uns täuschen soll, wie es eigentlich tatsächlich um die Banken steht.

Ich frage mich in in diesen Tagen nicht das erste Mal, warum leiden die Banken an einer so grenzenlosen Selbstüberschätzung und verstehen es einfach nicht, neues Vertrauen aufzubauen. Leider habe ich dafür bis heute keine plausible Antwort gefunden. Vielleicht ist das ja ein Thema für Blogs, die das Verhalten in der Wirtschaft mehr unter psychologischen Aspekten betrachten, wie Verhaltensbiolog & PR oder den Blog.beratung-therapie.de.

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