Depressive Nachrichten aus der Finanzbranche

by Dirk Elsner on 11. November 2008

Weiter dunkle Zeiten?

Weiter dunkle Zeiten?

Während ich mich noch freue über den besser als erwartet ausgefallenen ZEW-Index, trüben Nachrichten aus der Finanzbranche die Stimmung gleich wieder deutlich ein.

So hat American Express Probleme, seine mit Kreditkarten- forderungen unterlegten Anleihen am Markt zu platzieren. Über den Kniff der Bankenlizenz will das Unternehmen nun seine Refinanzierung verbessern und sicher auch in den Genuß von Staatgeldern kommen. „Angesichts der anhaltenden Schwankungen an den Finanzmärkten wollen wir in einer guten Position sein, um von den verschiedenen staatlichen Programmen zu profitieren“, zitiert die FTD Firmenchef Kenneth Chenault.

Derweil muss die BayernLB die Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen mit der Begündung verschieben, die neuen, lockeren Bilanzregeln müssten noch eingearbeitet werden. Vertrauen erweckt diese Nachricht nicht.

Fast eine Randnotiz ist es, dass Finanzgesellschaften von BMW und Volkswagen Anträge auf Garantien des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung prüfen, um ihre Refinanzierung sicherzustellen.

Und die ehemalige Investmentbank Goldman Sachs will die Finanzmärkte offensichtlich in die Hölle schicken: „Ein Ende der riesigen Verluste ist nach Ansicht der Bank Goldman Sachs noch lange nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es könnte noch schlimmer werden.“, schreibt die Financial Times Deutschland. Weiter heißt es: „Die weltweiten Verluste im Zuge der Finanzkrise werden sich nach Einschätzung von Goldman Sachs auf bis zu 1400 Mrd. $ belaufen. Davon seien bislang lediglich 800 Mrd. $ bekannt, sagte der Chefvolkswirt der Bank, Jan Hatzius. Dies bedeute, dass Banken und Volkswirtschaften noch harte Zeiten bevorstünden.“

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