Moderne Evolutionstheorie schlägt Ökonomie (11): Neuronale Sprache und Hormone

by Dirk Elsner on 2. Juni 2016

Mit dieser Reihe sortiere ich meine Gedanken zur Weiterentwicklung der Grundlagen meiner ökonomischen Denke. Ausgehend von Wilsons Buch “Die soziale Eroberung der Erde”haben mich dazu diverse Bücher und Aufsätze zur Evolutionsbiologie, Neuropsychologie und jüngst sogar auch der Archäologie[1] inspiriert. Viele der daraus ableitbaren Erkenntnisse über das menschliche Verhalten stehen im Widerspruch zum künstlichen Modell des “rationalen Nutzenmaximieres”. Der ist in Person des “Homo Oeconomicus” für viele Ökonomen die normative Referenz. Auf ihm basieren außerdem viele Handlungsempfehlungen der Wirtschafts- und Politikpraxis.

 

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Kein Außerirdischer, sondern ein Kind der Evolution: Krebs auf den Kapverden

Der ehemalige Chef des für die Politikberatung wichtigen ifo-Instituts Hans-Werner Sinn verteidigte die Ökonomen und warf 2014 in der Süddeutschen all jenen vor, die Ökonomen kritisieren, dass sie sie in Wahrheit nicht verstanden haben. Die Kritiker würden nämlich übersehen, dass der Mainstream der Volkswirtschaftslehre gerade nicht davon ausgeht, “dass die Idealbedingungen, unter denen die unsichtbare Hand funktioniert, stets erfüllt sind. Vielmehr dienen diese Bedingungen als Vergleichsmaßstab, um Marktfehler zu analysieren.”[2] Sinn erklärt freilich nicht, warum, dass Marktmodell als Referenz dienen soll.

Mich erinnern einige Merkmale des “Homo Oeconomicus” eher an einen Psychopathen[3] als einen “vernünftig handelnden” Menschen. Arbeitet man sich durch die Literatur über die Evolution des “Homo Sapiens”[4], dann hat der bisherige Aufstieg neben biologischen Einflussfaktoren viel damit zu tun, dass wir aus Ostafrika stammenden[5] “Jetztmenschen”[6] gerade nicht nur unseren jeweils eigenen wie auch immer definierten Nutzen maximiert haben, sondern dass wir über Sprache kommunizieren können, uns damit Beziehungen aufbauen und innerhalb von Gruppen kooperieren[7].

Vor dem Hintergrund, was ich in den letzten Jahren und Monaten über Evolution und ihre nahestehende Erkenntnisse gelernt habe, halte ich den von Sinn und vielen anderen Ökonomen verfolgten Maßstab nicht nur für unvollständig und falsch, sondern sogar für gefährlich. Der fast mit religiösem Eifer verfolgte Ansatz der Neoklassik bzw. der Maßstab des Referenzmenschen “Homo Oeconomicus” beschreibt die “Natur des Menschen” so unvollständig, dass wertvolle Informationen verloren gehen. Bestimmte Verhaltensweisen in der Wirtschaftspraxis können so nur unzureichend erklärt werden.

Bisher erschienen in dieser Reihe “Moderne Evolutionstheorie schlägt Ökonomie”

Am Ende des zehnten Beitrags hatte ich allen an ökonomischen Vorgängen geraten, ebenfalls eine Reise in die biologische Psychologie und in die Neurobiologie zu unternehmen[8]. Diese Reise ist freilich für Außenstehende wie mich alles andere als einfach, ja zuweilen verwirrend[9]. Je tiefer ich eintauche, desto mehr erfahre ich, von wie vielen genetischen, epigenetischen, neuronalen und kulturellen Faktoren das menschliche Verhalten beeinflusst wird. Für mich können die Beiträge daher auch nicht viel mehr als eine erste vorsichtige Annäherung an eine komplexe aber sehr faszinierende Materie sein.

Die Neurobiologie sehe ich vorläufig als ein Scharnier zwischen der modernen Evolutionstheorie und unseren biologischen Prozessen, die Verhalten und Handeln in der Wirtschaftspraxis erklären können. Damit könnte die moderne Evolutionstheorie den von vielen praxisnahen Betriebswirtschaften (ich denke z.B. an Marketing, Personalwirtschaftslehre und Management) vermissten methodologischen Rahmen erhalten. Dieser Rahmen verwirft nicht alles das, was Ökonomen gedacht und geschrieben haben, sondern hat in einer speziellen Ausprägung Platz für den “Homo Oeconomicus” und kann vielleicht sogar die heterodoxe Ökonomie methodisch einen.

Vom “kartesische Dualismus” sollten sich Leser übrigens spätesten hier verabschieden. Nach dieser Vorstellung, die auf den französischen Philosophen René Decartes (1596 bis 1650) zurückgeht, sind das menschliche Gehirn und der menschliche Geist getrennte Entitäten. Pinel und Pauli schreiben dazu:

“Diese Annahme hat bis heute überlebt, trotz des wissenschaftlichen Fortschritts während der letzten Jahrhunderte. Heute wissen die meisten Menschen zwar, dass das menschliche Verhalten eine physiologische Grundlage hat, dennoch halten viele an der dualistischen Annahme fest, dass es eine Kategorie menschlicher Tätigkeit gibt, die irgendwie über die Aktivität des menschlichen Gehirns hinausgeht.”[10]

Genetische und epigenetische Einflüsse

Die menschliche Persönlichkeit wird nach Roth und Strüber bestimmt durch die Interaktion zweier Faktoren:[11]

  1. individuelle genetische Ausstattung einschließlich der Genvarianten (Polymorphismen), welche Art und Ausmaß der Expression bestimmter Gene festlegen,
  2. die Umweltbedingungen im engeren Sinne (frühkindliche familiäre Bedingungen) wie im weiteren Sinne (Bedingungen der Sozialisation).

Roth und Strüber stellen dar, dass sich diese Faktoren verzahnen. So seien zwar die Gene in der Regel über wenige Generationen unveränderlich, werden aber als väterliche und mütterliche Allele bei jedem Zeugungsakt neu gemischt. Daneben verändern teils vorgeburtlich und teils früh nachgeburtlich Umwelteinflüsse über epigenetische Prozesse die Genexpression. Diese Veränderungen können teilweise sogar an die nächste Generation weitergegeben werden.[12]

Roth und Strüber betonen das Zusammenwirkung von Genetik, Epigenetik und Umwelt:

“Die genetisch-epigenetische Ausstattung eines Menschen und der Verlauf der Ontogenese von Nervensystem und Gehirn geben den Rahmen vor, in dem die vorgeburtliche und nachgeburtliche Umwelt auf die sich entwickelnde Psyche und Persönlichkeit einwirken kann. Dass diese Umwelteinflüsse zum Teil verändernd in die epigenetische Ausstattung eingreifen und so an die nächste Generation weitergegeben werden können, eröffnet eine völlig neue Sicht der Entwicklung von Psyche und Persönlichkeit.”[13]

Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass die DNA (bzw. die Gene) ihre frühere Vormachtstellung für den Einfluss auf das menschliche Verhalten verloren hat.[14]

Hormone und neuronale Sprache

Die neurobiologischen Grundlagen hier zusammenzufassen ist nicht so einfach. Denn je nachdem in welche Bücher man schaut, die sich mit neurologischen bzw. neurobiologischen Grundlagen des Verhaltens befassen, finden sich darin unterschiedliche Ansätze. Christian Bellebaum, Patrizia Thoma, Irene Daum weisen in ihrem Buch Neuropsychologie darauf hin, dass noch zu selten versucht werde, die Konzepte der sozial-affektiv geprägten Neurowissenschaften mit Befunden zu den biologischen Grundlagen dieser Phänomene (z. B. auf hormoneller oder zellulärer Ebene) zusammenzubringen.[15]

Andere Autoren machen das mittlerweile. So unterscheidet Myers, ähnlich wie Kerstin Uvnäs Moberg, in seinem Lehrbuch Psychologie zwei unser Verhalten beeinflussende Systeme:

  1. das elektrochemische Informationssystem (= Nervensystem) und
  2. das endokrine System. “Die Drüsen des endokrinen Systems schütten eine andere Art von chemischen Botenstoffen aus, die Hormone. Hormone werden in einem Gewebe gebildet, dann durch die Blutbahn weitergeleitet und beeinflussen andere Gewebe, auch das Gehirn. Wenn sie auf das Gehirn wirken, beeinflussen sie unser Interesse an Nahrung, Sexualität und Aggression.”[16]

Eine zentrale Rolle für die Entwicklung von Psyche und Persönlichkeit spielt die neuronale Sprache durch Neuromodulatoren, Neuropeptide und Neurohormone, “welche die Kommunikation zwischen Zellen, Zellverbänden und ganzen Hirnregionen zugleich bestimmen und widerspiegeln.”[17] Kerstin Uvnäs Moberg schreibt:

“Neben dem zentralen Nervensystem gibt es ein weiteres wichtiges Kontroll- und Steuerungszentrum: das Hormonsystem. Hormone sind Moleküle. Sie werden von dem Organ, in dem sie gebildet werden, in die Blutbahn ausgeschüttet und erreichen ihre Zielorgane über das Blut. Für die Erzeugung und Ausschüttung der meisten Hormone ist ein kleines Organ im Gehirn verantwortlich: die Hirnanhangdrüse oder Hypophyse. Diese wird vom Hypothalamus reguliert, einem Teil des limbischen Systems direkt oberhalb der Hypophyse. Der Hypothalamus spielt bei der Kontrolle und Koordination verschiedener Körperfunktionen eine ganz entscheidende Rolle.”[18]

Auf der Ebene der synaptischen Kommunikation spielt sich das Gehirngeschehen ab, das für das Psychische entscheidend ist. Es geht dabei um das Ausmaß von Produktion und Freisetzung der neuroaktiven Substanzen und um ihre Wirkung auf bestimmte Rezeptoren[1] .”[19]

Der Hirnforscher Roth schreibt zusammen mit Nicole Strüber, dass die Neurotransmitter Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Acetylcholin sowie Neuropeptide oder Neurohormone wie Oxytocin, Vasopressin, CRF und Cortisol aufs Engste mit der »Seele« verknüpft sind, “denn sie beeinflussen die Wechselwirkung zwischen den zahlreichen psychisch relevanten Hirnzentren und liefern so wichtige Impulse für unser Fühlen, Denken und Wollen.”[20]

Wirkung ausgewählter Hormone

Im folgenden Kasten folgte eine Aufzählung bestimmter psychologischer Wirkungen ausgewählter Hormone nach Roth und Strüber. Wichtig dabei ist, dass bestimmtes Verhalten sich nicht deterministisch mit Anreizen, neuronalen Reizen, Hormonstatus etc. erklären lässt. Das menschliche Sozialverhalten ist deutlich komplexer[21] und wird von vielen Faktoren in gegenseitiger Wechselwirkung beeinflusst.[22] Aber es bestehen kaum Zweifel, dass Hormone Einflüsse auf unser Verhalten haben.

 

Wirkung ausgewählter Hormone

(nach Zusammenfassung von Gerhard Roth und Nicole Strüber)[23]

Cortisol: In ausgeprägt stressreichen Situationen, aber auch in Ruhe wird Cortisol freigesetzt. Dieses Hormon dient dem Mobilisieren körperlicher und psychologischer Ressourcen, wirkt aber darüber hinaus in einer Rückkopplungsschleife hemmend auf die weitere Stressreaktion des Körpers ein.

Acetylcholin hingegen unterstützt, dass diese Aufmerksamkeit aufrechterhalten wird, und zwar so lange, bis wir uns ausreichend mit den Inhalten unseres Bewusstseins beschäftigt haben. Dadurch wird ein Verhalten begünstigt, das optimal der Umwelt angepasst ist.

Dopamin motiviert uns etwa zu einer Handlung, von der wir uns eine Belohnung versprechen.

Endogene Opioide fördern unser Wohlgefühl und vermindern in diesem Sinne das Empfinden von Schmerz ebenso wie das Gefühl sozialer Ablehnung. Sie sind es, die ausgeschüttet werden, wenn wir eine Belohnung erhalten.

Noradrenalin kann insbesondere in Gegenwart emotionaler Reize unsere fokussierte Aufmerksamkeit und auch unsere Fähigkeit fördern, emotionale Erinnerungen zu bilden.

Oxytocin fördert das soziale Miteinander. Hierdurch wird Vertrauen, das Erkennen emotionaler Hinweise sowie die Bereitschaft für ein soziales Miteinander verstärkt. Das Stresssystem hingegen wird gehemmt.

Serotonin dagegen hält uns davon ab, in einer ausweglosen Stresssituation etwas zu unternehmen, und vermindert hierdurch nicht nur ein depressives Grübeln, sondern auch aggressives impulsives Verhalten.

Testosteron fördert aggressive Handlungen sowie motiviertes und belohnungsorientiertes Verhalten. Das Hormon kann das dopaminerge System aktivieren und hierüber die Belohnungssensitivität verstärken. Das Testosteron-Cortisol- Verhältnis scheint zudem eine Grundlage für die besonders gewalttätige Aggression und die Gefühllosigkeit in der psychopathischen Störung zu bilden.

Soziale Aggressionen werden sowohl durch einen hohen Testosteron- als auch durch einen niedrigen Cortisolspiegel gefördert, jedoch bringt offenbar nur die Kombination beider Faktoren die für psychopathische Personen charakteristische besonders gewalttätige Aggression hervor.[24]

Ich will hier noch einmal betonen, dass die moderne Evolutionstheorie den Einfluss auch der Kultur[25] auf das Verhalten der Menschen anerkennt. Es ist also nicht so, dass die Entwicklung des Menschen nur durch dessen Genetik, Epigenetik, Hormone und andere biologischen Faktoren bestimmt wird.

Dem Gehirn ist anfangs alles egal

Auch die Hirnforschung liefert starke Hinweise darauf, dass unser Verhalten nicht deterministisch vorbestimmt ist. Niels Birbaumer u. Jörg Zittlau schreiben, das Gehirn sei anfangs “vollkommen gleichgültig in Bezug auf das, was in der Welt passiert. Weiter schreiben sie.

Diese Gleichgültigkeit verschwindet erst dadurch, dass es in ständiger Interaktion mit seiner Umwelt lernt, was ihm wichtig ist. Je nachdem, wie die Umwelt beschaffen ist und in welcher Weise das Gehirn darauf reagiert, kann die Prägung egoistisch oder altruistisch ausfallen. Sie kann liebevoll-zärtlicher oder auch brutal-erniedrigender Natur sein, kann mit Arterhalt und Fortpflanzung, aber auch Schmerzen und Vernichtung assoziiert sein. Es gibt Menschen, die ihr Leben für andere opfern, und es gibt welche, die das Leben anderer für sich opfern. Für das Gehirn ist all das anfangs dasselbe, nämlich nur eines von vielen möglichen Zielen, auf die es seine Interessen und sein Wollen ausrichten kann.

Die enorme Plastizität des Gehirns schließt also mit ein, dass sie zunächst richtungslos ist und erst später, im Laufe eines fortwährenden Lern- und Gedächtnisprozesses, eine Richtung erhält. Man kann also auch nicht sagen, dass das Gehirn grundsätzlich dem Erhalt des einzelnen Menschen oder sogar der Gattung Homo sapiens dient. Es ist, um es mit Gottfried Benn auszudrücken, nicht zwangsläufig »biopositiv«, es kann auch andere und sich sogar komplett vom Leben lossagen. Was freilich nicht Selbstmord bedeuten muss – wir werden später noch auf dieses »Erlöschen des Willens« zu sprechen kommen. Bis dahin aber halten wir fest, dass im Gehirn nichts vorgegeben ist, das ihm zeigt, wohin es sich entwickeln soll. Keine Moral, keine biologische Selbsterhaltung, kein menschliches Miteinander und auch kein Gott. Es muss seine Orientierung erst finden und erlernen – und dabei spielen die assoziativen Verbindungen mit den Umweltreizen und der Zufall eine erhebliche Rolle.“[26]

Die biologische Forschung liefert uns also verschiedenste Hinweise, wie biologische Prozesse unser Verhalten in Bezug auf unsere soziale Interaktion beeinflussen. Ich habe das hier nur sehr grob skizzieren können und so wie ich die gelesene Literatur[27] verstanden habe. Ein Hormon scheint dabei eine besondere Rolle zu spielen: Das Oxytocin. Damit werde ich mich im nächsten Beitrag dieser Reihe befassen.


[1] Damit meine ich das Buch von Clive Gamble, John Gowlett und Robin Dunbar, Evolution, Denken, Kultur: Das soziale Gehirn und die Entstehung des Menschlichen, Kindle-Edition. Die Autoren nähern sich der menschlichen Evolution über die Archäologie, aus der man viel vom menschlichen Sozialverhaltens lernen kann.

[2] Hans-Werner,Sie sind wie Spürhunde, SZ Online am 1.11.2014

[3] Vgl. Bryan Caplan, Is Homo Economicus A Sociopath? Econlog Econlib am 6.8.2005

[4] Siehe zum Beispiel: Clive Gamble, John Gowlett und Robin Dunbar, Evolution, Denken, Kultur: Das soziale Gehirn und die Entstehung des Menschlichen, Kindle-Edition; G. Schurz, Evolution in Natur und Kultur: Eine Einführung in die verallgemeinerte Evolutionstheorie, 2011 oder Yuval Noah Harari, Eine kurze Geschichte der Menschheit, 2015.

[5] Yuval Noah Harari, Eine kurze Geschichte der Menschheit, 2015, S. 23.

[6] Bekannt dürfte sein, dass der Homo sapiens längst nicht die einzige Menschenart auf der Erde gewesen ist. Harari schreibt: “Die letzten Angehörigen des Homo soloerisis segneten vor 50000 Jahren das Zeitliche, der Homo denisovci folgte 10000 Jahre später. Die letzten Neandertaler verabschiedeten sich vor rund 30000 Jahren, und die Zwergmenschen von der Insel Flores gingen vor 12000 Jahren dahin.” Yuval Noah Harari, Eine kurze Geschichte der Menschheit, 2015, S. 29.

[7] Siehe dazu insbesondere Teil 1 (Die kognitive Revolution) in: Yuval Noah Harari, Eine kurze Geschichte der Menschheit, 2015, S. 9 ff.

[8] Die genauen begrifflichen Abgrenzungen zwischen Biopsychologie, Neurobiologie, Neuropsychologie etc. verwende ich hier vermutlich aus Sicht von Fachleuten ungenau. Für diese Reihe spielt das aber keine Rolle.

[9] So auch deswegen, weil der “epigenetische Umbruch” in der Genforschung noch gar nicht so verbreitet ist. Siehe dazu zum Beispiel Bernhard Kegel, Epigenetik: Wie unsere Erfahrungen vererbt werden, 2015.

[10] John P. J. Pinel und Paul Pauli, Biopsychologie, 8. Aufl. 2012, S. 24

[11] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 2987 ff.

[12] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 2990. Hier wird übrigens deutlich, dass das Gesetz der Nichtvererbbarkeit erworbener Eigenschaften nicht ganz hält. Manche sagen sogar, dass die zu Recht sehr umstrittene These Lamarcks von der Vererbbarkeit erworbener Eigenschaften ein wenig rehabilitiert werde. Siehe dazu auch Volker Henn, Epigenetik: Lamarck hatte (teilweise) recht, o. Jg. Wissenschau.de.

[13] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 3150.

[14] Ich kann das hier nicht vertiefen, empfehle aber Interessierten das Buch von Bernhard Kegel Epigenetik: Wie unsere Erfahrungen vererbt werden, 2015.

[15] Christian Bellebaum, Patrizia Thoma, Irene Daum, Neuropsychologie, 2011, Kindle Edition, Pos. 1438.

[16] David G. Myers, Psychologie, 3. Aufl. 2014, S. 70.

[17] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 309. “Die individuelle Funktionsweise dieser Systeme, d. h. die von ihnen freigesetzten Mengen an Neurotransmittern oder Neuromodulatoren und die Ausbildung der entsprechenden Bindungsstellen, korreliert mit frühen Erfahrungen, mit Persönlichkeitsfaktoren ebenso wie mit psychischen Erkrankungen. Differenzierte Gefühle und komplexes Verhalten entstehen infolge einer engen Wechselwirkung dieser neurochemischen Systeme.” Vgl. ebda, Pos 6168.

[18] Kerstin Uvnäs Moberg, Oxytocin, das Hormon der Nähe, Kindle Edition 2016, Pos 768.

[19] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 301.

[20] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 6154.

[21] Christoph Eisenegger, Testosteron, Das verkannte Hormon, in: Spektrum kompakt Hormone, 21.8.2015, S. 18.

[22] Vgl. dazu John P. J. Pinel und Paul Pauli, Biopsychologie, 8. Aufl. 2012, S. 25 f

[23] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 6154 ff.

[24] Gerhard Roth und Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Kindle-Edition, 2015, Pos. 4693. Siehe außerdem Christoph Eisenberger, Testosteron, Das verkannte Hormon, in: Spektrum Kompakt Hormone, 21.8.2015, S. 13 ff.

[25] “„Kultur“ immer im weiten Sinne verstanden wird, als alles Menschengeschaffene, das nicht auf die menschlichen Gene zurückführbar ist – kulturelle Evolution umfasst daher nicht nur Kulturgeschichte im engen Sinn von Moral und Religion, Kunst und

Literatur, sondern auch Sozialgeschichte, politische und Rechtsgeschichte und insbesondere die Evolution von Wissenschaft und Technik.” Gerhard Schurz, Eine Einführung in die verallgemeinerte Evolutionstheorie, 2011, Kindle-Edition, Pos. 1889.

[26] Niels Birbaumer u. Jörg Zittlau, Dein Gehirn weiß mehr, als du denkst: Neueste Erkenntnisse aus der Hirnforschung Kindle Edition 2014, Pos. 597 f.

[27] Und ich habe mit Sicherheit viele wichtige Publikationen ausgelassen. Aber diese Reihe ist so aufgebaut, dass ich neue Quellen entweder in spätere Beiträge aufnehmen oder die bestehenden aktualisiere.

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