Wir haben in Hinblick auf das Brexit-Referendum vom 23.6. einige sehr verwirrende Tage hinter uns. Nachdem sich jetzt die erste Aufregung gelichtet hat und die Fakten klarer werden, scheint es für mich inzwischen sehr zweifelhaft, dass ein Brexit überhaupt stattfindet. Und wenn er doch kommt, so wird dies nicht so bald sein.

Die Gründe hierfür sind:

1) Im Gegensatz zum Eindruck, der in den Medien vermittelt wird, ist das Brexit-Referendum nicht bindend. Rein rechtlich hat es die gleiche Bedeutung wie eine Meinungsumfrage. Den Austritt aus der EU kann nur die Regierung vollziehen, nachdem vorher in den verschiedenen Kammern des Parlaments ein Gesetz hierzu beschlossen wurde. [klicken zum Weiterlesen …]

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Gastbeitrag von Matthias Weik und Marc Friedrich*

Es ist passiert – die Briten haben dem Bürokratiemonster EU mit seinen offensichtlich völlig weltfremden Kommissaren die rote Karte gezeigt. Entgegen vieler Prognosen und trotz einer immensen Angstkampagne der EU-Befürworter haben sich die Briten anders entschieden und somit Schockwellen in die ganze Welt gesendet. Nicht nur ins politische Establishment, sondern auch an die Finanzmärkte von Japan bis Chile. Dieses „Black Swan“ Ereignis hat so manchen Politiker auf dem falschen Fuß erwischt. Die Reaktionen waren drastisch, ja fast schon beleidigt – man war wohl zu siegessicher. Erst wollte man die Briten nicht gehen lassen und nun will man sie so schnell wie möglich los werden – am liebsten schon gestern. Die Strategie der Angstmacher ist nicht aufgegangen. Die Briten haben sich nicht einschüchtern lassen, sondern haben sich gegen die EU und für mehr Selbstbestimmung entschieden. Auch wenn es offensichtlich zahlreichen Politikern nicht passt ist diese demokratische Entscheidung des britischen Volkes zu akzeptieren – so funktioniert nun mal Demokratie. Erschreckend ist das Demokratieverständnis einiger Politiker, wenn zum Beispiel Volker Kauder (CDU) die britische Regierung mit der Aussage kritisiert: „In Deutschland wäre eine solche Entscheidung nicht möglich.“.

Im Gegensatz zum allgemeinen Tenor, der von einem traurigen und schwarzen Tag für Europa spricht, sehen wir es positiv. Es ist ein guter Tag für die Menschen, für die direkte Demokratie und wir sind davon überzeugt auch für Europa. Gerade wenn man die Bürger Europas wieder in die demokratischen Entscheidungsprozesse mit aufnimmt, entzieht man extremen Kräften ihren Nährboden, entgegnet der gefährlichen Politikverdrossenheit und schafft ein Europa der Menschen, welche sich damit besser identifizieren können.

Was sind die Folgen des Brexits? Die EU verliert mit Großbritannien nach Deutschland und Frankreich den drittgrößten Nettozahler und ungefähr 20 Prozent ihrer Wirtschaftskraft sowie die zweitgrößte Volkswirtschaft, die drittgrößte Bevölkerung und das europäische Finanzzentrum London. Ferner wird die EU einen von zwei ständigen Sitzen im UN-Sicherheitsrat verlieren. Des Weiteren verliert die Regierung Merkel auch einen ihrer wichtigsten Verbündeten, einen Verfechter einer liberalen Wirtschaftspolitik. Zukünftig wird ein anderer Wind wehen und die Länder des Südens werden mehr europäische Ausgaben fordern. Es wird also teurer für uns.

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Eigentlich müsste ich mich heute noch einmal mit dem Brexit und die möglichen Folgen befassen. Mir schwirren dazu tatsächlich ganz viele Gedanken durch den Kopf. Aber ich lasse das Thema erst einmal etwas sacken und schaue was bleibt, wenn sich der Pulverdampf auf der Insel gelegt hat.  Ich verdränge heute den Brexit und die Folgen und kündige hier meine Kolumne für Capital.

Messenger-Apps drängen in den Zahlungsverkehr

Darin geht es um die Messenger-Apps (das sind Anwendungen wie WhatsApp, Facebook Messenger oder WeChat), mit denen in einigen Ländern bereits P2P-Zahlungen (Person zu Person = Peer-to-Peer = P2P) getätigt werden können. Während ich das mobile Bezahlen in Europa und den USA weiter in einer Nische sehe,  könnte die P2P-Bezahlwelle bald aus Asien zu uns rüberschwappen.

Eingeflossen in die Kolumne ist auch der vor zwei Wochen hier erschienene Beitrag:

WeChat in der Praxis – Fragen an eine Anwenderin zum Bezahlen und Geldanlegen in China

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Der Brexit kann auch eine Chance sein

24.06.2016

Der Schock sitzt speziell in Deutschland tief: Wie kann man nur aus etwas so nützlichem wie der EU ernsthaft aussteigen wollen? Man tut so, als wären die Briten mehrheitlich auf ruchlose Demagogen reingefallen. Die Finanzmärkte crashen, weil angeblich der Brexit jetzt die große Katastrophe sein soll. Dies ist jedoch noch keinesfalls klar: * Die tatsächlichen […]

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Brexit-Crash

24.06.2016

Mit dieser Schlagzeile im Handelsblatt bin ich heute vollkommen unerwartet aufgewacht. Gestern Abend noch hatte ich fest mit einer Mehrheit für den Verbleib der Briten in der EU gerechnet.   Webscreenshot Handelsblatt.de Zu den Wahlergebnissen In den allermeisten Fällen, in denen ich hier im Blog auf die Vorhersagemärkte geschaut habe, lagen diese richtig. In dieser […]

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Die Woche @blicklog #FinTech, #Finanzen, #Wirtschaft + mehr 18.06. – 24.06.2016

24.06.2016

Fintech und Bankinnovationen Der Ethereum-DAO-Hack Blockchain und Kryptowährungen Digitale Wirtschaft Brexit und Europa Ökonomie, Politik und Gesellschaft Banken und Finanzmärkte Management und Praxis Wissenschaft EM in Frankreich [View the story "Die Woche @blicklog #FinTech, #Finanzen, #Wirtschaft + mehr 18.06. - 24.06.2016" on Storify]

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Großbritannien bleib(t) in der EU

23.06.2016

Ich lege mich mal vor dem Beginn des EU-Referendums in Großbritannien fest. Die Briten wollen in der Europäischen Union bleiben. Und das freut mich. Ich mag nicht nur den englischen Fußball, sondern auch das Land und die Menschen. England wäre mit dem Austritt aus der EU (übrigens nicht aus Europa) zwar nicht weg, aber die […]

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Digitaler Hedge-Fonds gehackt? GAU beim Ethereum- DAO (Teil 2)

22.06.2016

Eingeleitet habe ich diese zweiteilige Reihe am Montag, und da erklärt, was DOA ist. Ich setze hier nahtlos fort. Der Gau beim DAO-Projekt Was ist nun passiert in der Nacht von Donnerstag auf Freitag? Heise.de erklärte das so: “Offenbar gelang es nämlich Angreifern, einen großen Teil des DAO-Kapitals durch einen ausgenutzten Bug in eine Art […]

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Digitaler Hedge-Fonds gehackt? GAU beim Ethereum-DAO (Teil 1)

20.06.2016

Ich habe erst nach Hinweis einer Kollegin am Samstag die Meldungen vom “Angriff” auf das DAO-Projekt gelesen. Die Schlagzeilen haben mich zunächst etwas ratlos gemacht, weil ich mich mit dem Blockbuster “DAO” bisher nicht besonders beschäftigt habe. Ein mutmaßlicher “Angreifer” auf das Projekt soll Kryptowährungen im Wert von ca. 60 Millionen Dollar zu seinen Gunsten […]

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Die Evolution | Grundlagen (Ernst Peter Fischer)

19.06.2016

Ich befasse mich ja seit einiger Zeit in einer Beitragsreihe mit der Evolutionstheorie und der Anwendung auf die Ökonomie. Seither sauge ich alles auf, was ich in die Finger komme. Dazu gehören auch solche Videos:

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Kalkofes Mattscheibe:

18.06.2016

Ein Klassiker

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Die Woche @blicklog #FinTech, #Finanzen, #Wirtschaft + mehr 11.06. – 17.06.2016

17.06.2016

Fintech und Bankinnovationen Blockchain und Kryptowährungen Digitale Wirtschaft England vor dem Brexit Ökonomie, Politik und Gesellschaft Banken und Finanzmärkte Management und Praxis Wissenschaft Fußball EM [View the story "Die Woche @blicklog #FinTech, #Finanzen, #Wirtschaft + mehr 11.06. - 17.06.2016" on Storify]

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Ohne Geld im Ausland- was zu tun ist bei Verlust oder Raub der Kreditkarte

15.06.2016

Die Akzeptanz von Kredit- und Bankkarten steigt bei Konsumenten stetig an. Teilweise sind Zahlungen oder Abhebungen ohne die kleine Plastikkarte gar nicht möglich. Gleichzeitig wird die Welt immer kleiner und immer mehr Menschen unternehmen Fernreisen. Auch im Ausland ist die Bank- oder Kreditkarte für viele die sicherste Methode, auch fernab der Heimat stets liquide zu […]

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