Schutz von Daten und Privatsphäre interessiert nur noch Generation 40+

Hungry spider

Das Netz macht Vielen Angst (Foto: flickr/Marcos Dornbusch Lobo )

In den letzten Wochen und Monaten gab es unzählige Veröffentlichungen zu den “Gefahren des Netzes” für die Privatsphäre. Es wurde und wird gewarnt vor den sozialen Netzwerke als “unerschöpfliche Quelle persönlicher Daten”. Verbunden wird dies mit den Empfehlungen zum Umgang mit privaten Informationen. Klassiker sind stets die Partyfotos, die einem ein Personalchef beim Einstellungsgespräch vorhält und die angeblich zur Ablehnung der Einstellung führen.

Ich halte dieses Beispiel für eine der größten Legenden im Netz. Die Generation 40+, die nämlich vorwiegend vor diesen Gefahren warnt, hat offenbar gar nicht verstanden, was sich derzeit im Netz abspielt und vor allem, wie junge Leute damit umgehen.

Mir sagte kürzlich ein Jugendlicher, den ich nach dieser Thematik fragte: “Warum soll ich die privaten Partyfotos im Netz verstecken? Wenn ich deswegen keinen Job bekomme, dann ist das Unternehmen auch nicht richtig für mich. Auch der Personalchef feiert und bohrt in der Nase.” Ähnlich skizziert jetzt.de die Jugendlichen:

“Es ist uns egal. Und es ist uns auch egal, dass es ein Problem sein könnte. Wir lassen uns auf Partys fotografieren und freuen uns sogar, dass die Bilder sich anschließend im Netz wieder finden, wir dokumentieren unser Leben online, singen peinliche Lieder in YouTube-Clips oder bloggen persönliche Details in Statuszeilen und finden nichts dabei. Vielleicht ahnen wir, dass das nicht der beste aller Wege ist mit der so genannten Privatsphäre umzugehen, aber es ist uns dann doch egal.”

Während der Autor diese Aussagen freilich für überspitzt hält, halte ich sie für tendenziell realistisch. Es wird daher Zeit, diesen Kulturwandel nicht einfach nur skeptisch gegenüber zu stehen, sondern sich aktiver mit ihm auseinander zu setzen. Natürlich sollen deswegen nich alle Bedenken weggewischt werden, dennoch tut die ältere Generation gut daran, zu akzeptieren, dass ihr Nachwuchs ganz anders mit Privatheit umgeht. Ich vermute daher, dass der Facebook-Gründer Marc Zuckerberg Recht hat, wenn er die Ära der Privatsphäre für beendet erklärt. “Die Leute finden es normal, nicht nur mehr Informationen unterschiedlicher Art zu teilen, sondern auch offener und mit mehr Leuten”, zitiert ihn die FTD. “Diese soziale Norm ist etwas, das sich mit der Zeit verändert hat.”

Die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sagte vor einigen Tagen: „Google macht mich misstrauisch“. Mich auch, dennoch stört dies offenbar immer weniger Menschen. Und woher soll denn die Gefahr von “Street View” tatsächlich kommen? Verweigert jemand die Zusammenarbeit mit mir, nur weil er auf Street View sieht, dass mein Rasen nicht gemäht war? Wohl kaum.

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So lassen wir uns gern täuschen

Nichts ist, wie es scheint. In der Wirtschaft merken die meisten Beobachter dies erst seit Implosion der Finanzmärkte. Wenn wir ins Kino gehen, wissen wir, dass die Bilder meist gut gemachte Illusionen sind. Wie real diese Illusionen wirken und wie gut getäuscht wird, macht das folgende Video deutlich.

Gefunden auf Jungelcamp

Blicke in die Wirtschaft am 2010-03-13

Die Wiwo titelt "Viele Medikamente sind völlig überteuert" http://bit.ly/9duf0c

Nach Webers Abgang: Ansgar Tietmeyer soll Bankenverband führen http://bit.ly/9eL9DA

Totgesagte leben fröhlich: Zertifikate haben die Krise besser überstanden als gedacht, weiss die ZEIT http://bit.ly/aRIyxi

Seit die Steuersünder CDs mit Namen kursieren, berichten Anwälte von massenhaften Selbstanzeigen, darunter viele Erben http://bit.ly/aRIyxi

Tee oder Kaffee? Die FTD über den Kampf zweier skurriler Bürgerbewegungen um die Gesundheitsreform in den USA http://bit.ly/9Xf5bU

EU-Notfallplan für Griechenland wird durch Medien gereicht http://bit.ly/dA2Ptz

Gegenpartei von Lehman’s Repo 105 u.a. UBS, Deutsche Bank May Have Attempted To "Squeeze" The Bank meint Zero Hedge

Der iFlat oder warum digitales Kabel-TV und der Pay-TV-Sender Sky Auslaufmodelle sind

image Der Pay-TV-Sender Sky hat gerade Zahlen veröffentlicht, die nur zur Überraschung des Managements schlechter als erwartet ausfielen. Warum sich Sky mit Neupositionierung in die Hölle katapultiert hat, war zuletzt im November Thema in diesem Blog.

Bei einer Sache war ich mir vor einigen Monaten noch nicht sicher. Ich zweifelte an einem Kommentar der FTD, die Pay-TV in Deutschland keine Chance gibt. Mittlere bin ich mir sicher: Pay-TV hat eine Chance, jedoch nicht mehr über das digitale Kabel und Satellit.

Schaut man sich an, wie immer mehr Menschen TV schauen, dann kann man nur zum dem Schluss kommen, dass dem TV über das Internet die Zukunft gehört. Bei dieser Binsenweisheit spielt es keine Rolle, ob es als IP-TV, Web-TV oder wie auch immer konsumiert wird. Der Grund ist simple, es ist mittlerweile einfacher und bequemer als das digitale TV.

Angebote wie Zattoo oder Livestation geben bereits jetzt vor, wie es gehen könnte. Die deutschen TV–Sender feiern schon den Durchbruch ihrer Videoplattformen im Internet. Man braucht sich nicht um zusätzliche Hardware zu kümmern (Digital-Receiver, HD-Receiver, Festplattenspieler etc.), die das Wohnzimmer vollstopfen. Und der nächste logische Schritt hat bereits begonnen. TV-Geräte werden mit einer Internet-Schnittstelle ausgestattet. Über DSL und WLAN lässt sich jedes TV-Gerät erreichen. Mit dem IEEE 802.11n wird HD kein Problem mehr sein. Klar, noch kranken die internetfähigen TV-Geräte an Kinderkrankheiten. Dies wird sich aber schnell ändern. Wer soll mich also daran hindern, das digitale Kabel von Unitymedia durch Zatoo und einen internetfähigen Fernseher zu ersetzen.

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Unbedeutend in der Unendlichkeit: Eine beeindruckende Reise vom Himalaya bis ans Ende des Universums

Blicke in die Wirtschaft am 2010-03-12

Die Süddeutsche kommentiert die Kreditklemme von Staaten und Unternehmen http://bit.ly/9ki98m

Nach 18 Jahren drängt der Bankenverband Vorstand aus dem Amt. Schwache Vertretung der Banken in der Finanzkrise http://bit.ly/d8tbrk

Die Süddeutsche über die Wolfsburger Rhetorik von Volkswagen: Große Worte allein reichen nicht. http://bit.ly/9e1w5K

Britische Regierung gewährt Opel Kreditbürgschaft über 300 Mio. € FAZ http://bit.ly/9v6dLg

Immer mehr Banken prüfen Klagen gegen ihre früheren Topmanager. Zusammenstellung im Handelsblatt http://bit.ly/9ZmtMa

Konjunktur: Dämpfer für US-Wirtschaft – Konsumklima bricht ein und drückt DAX von 6.000 weiter weg http://bit.ly/cMp8My

Finanzmarktreform: Wall Street torpediert Derivatetransparenz FTD: http://bit.ly/92n4Av

Dokumentation: Links zum Bericht der Lehman Buchungspraxis, mit der Liquiditätsprobleme kaschiert wurden http://bit.ly/bi8y1o

Ing-Diba: Web 2.0 taugt nicht für Finanzgeschäfte, Zweifelt an Seriösität, Smava, Fidor widersprechen vehement http://bit.ly/dtw4Pn

Bericht zu Bilanztricks: Lehman kaschierte mit geschickten Buchungen die Liquiditätsprobleme. http://bit.ly/ceH1QN

Preiskampf in der Schifffahrt: Discountreederei greift mit Billigkonzept an http://bit.ly/aBn49x

Toyota: Qualitätsprobleme seit Jahren bekannt, belegt ein jetzt aufgetauchtes Schreiben. http://bit.ly/cICaPf

Die Bielefeld Verschwörung gibt es doch nicht

Ich wusste, dass hier in dieser Stadt etwas nicht stimmt. Diese Dokumentation beweist es:

Wunschanalyse Echelon Corp.

Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von Sharewise in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de). Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse der Echelon Corp. gewünscht.

Echelon Corp. laut Sharewise.com:

Prognostiziertes Kursziel kaufen halten verkaufen
10 Mitglieder Ø 11,05 € 10 - 0
0 Analysten Ø kein 0 0 0

Echelon Corp. (WKN 916 398, ISIN US27874N1054, Marktkapitalisierung: ca. 376,25 Mio. US$, ca. 270 Mio. Euro)


Firmenlogo Echelon Corp.

1.) Fundamentale Analyse

Echelon bei Wikipedia – ein Spionagenetzwerk!?

Sucht man bei Wikipedia nach Echelon, so findet man dort einen Artikel über ein Spionagenetzwerk, an dem die Staaten USA, Vereinigtes Königreich (UK), Kanada, Australien  und Neuseeland beteiligt sind. Dies ist natürlich richtig, hat aber nichts mit der Firma Echelon Corp. zu tun, die im zukunftsträchtigen Smart Grid Markt tätig ist. Was aber bedeutet nun Smart Grid genau und was genau macht die Firma Echelon Corp.?

Smart Grid – was ist das?

Wörtlich übersetzt bedeutet Smart Grid soviel wie “intelligente Netzwerke”, womit intelligente Stromnetze gemeint sind. Doch was soll das genau sein und wofür braucht man sowas? Nun, ganz einfach! Bisher haben wir – nahezu überall auf der Welt – sehr zentralisierte Stromnetze. Sprich wir haben Stromkraftwerke (im Zentrum), die meistens von großen Energieerzeugungsunternehmen (in Deutschland z.B. E.ON oder RWE) betrieben werden. Hintergrund dieser Struktur ist, dass Stromkraftwerke bisher meist Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke sind, die nicht von Menschen wie Ihnen oder mir betrieben werden können.

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Absurdistan um Verteufelung der Credit Default Swaps

Complexity 3

Complexity 3 (Foto: flickr/michael.heiss)

Wow, so viel wie in den letzten drei Wochen konnte man selten auf Blogs (hier insbesondere von econbusinessgermany und Valuation in Germany) und Pressesites (siehe unten) über Kreditversicherungen mit dem unhandlichen Namen Credit Default Swaps (=CDS, gut erklärt im Handelsblatt) lesen. Eine ähnliche “Popularität” hatten diese Instrumente nur nach der Pleite von Lehman und der Rettung des Versicherungsriesen AIG. Beide hatten große Positionen als Versicherungsgeber gehalten und hätten bei Ausfall oder verschlechterter Bonität eines Schuldners zahlen müssen. Geschäfte mit diesen Instrumenten haben durch inkompetentes Risikomanagement einen Beitrag zur Eskalation der Finanzkrise geleistet, sie aber sicher nicht verursacht (dazu Mindmap der fundamentalen Ursachen und des Mindsets).

Die Position des Blick Logs zu diesen sogenannten Kreditderivaten (Einmaleins dazu hier) ändert sich durch die aktuelle Debatte nicht. Die Kritiker übersehen, dass es zu jeder Position, die per CDS  gegen Griechenland “wettet”, auch Positionen geben muss, die das Gegenteil erwarten. Jedem auf steigenden Prämien spekulierendem Käufer steht auch ein Verkäufer gegenüber. Sind die Prämien unrealistisch hoch, dann müssten, zumindest nach der reinen (freilich umstrittenen) Lehre, Spekulanten auftauchen, die stärker auf eine Rückgang der Prämien setzen.

Es würde sich außerdem kaum etwas ändern, wenn der Handel in Kreditderivaten, wie vom Bund erwogen, verboten oder eingeschränkt würde. Der Preis für neue Anleihen bildet sich letztlich am Markt über Angebot und Nachfrage. Wenn die großen Kapitalstaubsauger  keine griechischen Bonds zeichnen wollen, muss Griechenland entweder die Zinsen erhöhen oder auf die Emission verzichten. Diese Zinserhöhung treibt somit automatisch den Spread, sprich die Risikoprämie. Die CDS ermöglichen lediglich, diese Risikoprämie zu handeln.

Das kann man verrückt finden, macht aber genau so viel oder wenig Sinn, wie der Abschluss einer Rückversicherung, die für Versicherungsgesellschaften notwendig sind, um Risiken zu streuen. Auch mit solchen Rückversicherungen spekulieren übrigens Investoren. Will man sie deswegen verbieten? Kaum, bzw. vermutlich wird dann der Ruf nach Verboten laut, wenn ein Rückversicherer in Schieflage gerät.

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Dokumentation aus Kern der Finanzkrise: Lehman hat mit geschickten Buchungen Liquiditätsprobleme kaschiert

Lange vor der Insolvenz soll die spektakulär untergegangene Investment Bank Lehman Brother die Bilanzen manipuliert haben, um Liquiditätsprobleme zu verstecken. Das ergab eine Untersuchung von Anton R. Valukas. In einem 2.200 Seiten umfassenden Report sind die Ergebnisse dargestellt. Damit liegt erstmals ein umfassendes Dokument vor, dass tiefe Detaileinsichten in den den Kern der Finanzkrise ermöglicht. Der Bericht ist derzeit über die Webseiten des Dealbook der New York Times abrufbar (Alternativlinks siehe unten). Ein bemerkenswerter Service. Ob wirklich kriminelle Handlungen vorliegen, ist derzeit nicht klar und muss ohnehin von einem Staatsanwalt festgestellt werden.

Vor diesem Hintergrund mag die Anhörung des ehemaligen CEO von Lehman, Richard Fuld, im Oktober 2008 einen ganz neuen Charakter bekommen. Zur Einordnung: Mindmaps der Finanz- und Wirtschaftskrise und Überblickseite zu vielen weiteren Beiträgen.

Nachtrag:

Die öffentliche Darstellung konzentriert sich mittlerweile auf ein besonderes Geschäft, den sogenannten Repo 105. Ich will hier nicht auf die Details dieser Geschäftsart eingehen (siehe dazu etwa Wikipedia). Bei diesem Geschäft soll übrigens auch die Deutsche Bank zu den Gegenparteien gehört haben, wie Zero Hedge herausgearbeitet hat.

Erschreckend für das Image von Wall Street Bankern die Reaktion von Ex-Lehman-Vorstandschef Fuld. Er war, so berichtet die FTD, “nach eigenen Aussagen über "Repo 105" nicht informiert. Er habe nicht gewusst, um welche Form von Transaktionen es ging, teilte seine Anwältin Patricia Hynes von der Kanzlei Allen & Overy mit. Er habe sie weder strukturiert noch ausverhandelt. "Ihm war auch nicht bewusst, wie sie verbucht wurden", sagte Hynes.” Da fragt man sich schon, was Mr. Fuld eigentlich für seine 484 Mio. $ seit 2000 erhaltenen Bonuszahlungen gemacht hat.

Auch die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young weisen Vorwürfe zurück. Es ging ja auch nur um Kleinigkeiten, denn Lehman platzierte bei diesem Geschäft nur etwa 50 Mrd. $ an illiquiden Vermögenswerten außerhalb der eigenen Bilanz.

Die Links auf die einzelnen Teilberichte

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Die Gefahren einer Defizitreduzierung

von  Joseph E. Stiglitz*

NEW YORK – Eine Welle von Steuersparprogrammen schwappt über Europa und Amerika. Das Ausmaß der Haushaltsdefizite hat – wie das Ausmaß des Abschwungs – viele überrascht. Aber trotz der Proteste derjenigen, die gestern noch für die Deregulierung eingetreten sind, und die es gerne sähen, wenn die Regierung passiv bleiben würde, sind die meisten Ökonomen der Überzeugung, dass die staatlichen Hilfsprogramme dazu beigetragen haben, eine zweite Weltwirtschaftkrise zu verhindern.

Die meisten Ökonomen sind sich auch einig, dass es ein Fehler ist, nur auf eine Seite der Bilanz zu schauen (egal, ob im öffentlichen oder privaten Sektor). Man darf nicht nur auf die Schulden eines Landes oder Unternehmens schauen, sondern muss auch die Vermögenswerte berücksichtigen. Das könnte auch dazu beitragen, die Falken im Finanzsektor zu beruhigen, die über die staatlichen Ausgaben alarmiert sind. Schließlich akzeptieren sogar Defizit-Falken, dass wir uns nicht auf das Defizit von heute konzentrieren sollten, sondern auf die langfristige Staatsverschuldung. Ausgaben, besonders als Investitionen in Bildung, Technik und Infrastruktur, können tatsächlich langfristig zu einer Reduzierung der Defizite führen. Die Kurzsichtigkeit der Banken hat die Krise zum Teil hervorgerufen, wir dürfen nicht zulassen, dass die Kurzsichtigkeit der Regierung – angestiftet von den Banken – sie nun verlängert.

Schnelleres Wachstum und schnellere Renditen auf öffentliche Investitionen sorgen für höhere Steuereinnahmen, und eine Rendite von fünf bis sechs Prozent ist mehr als genug, um die vorübergehenden Zunahmen der Staatsverschuldung aufzufangen. Eine soziale Kosten-Nutzen-Analyse (unter Berücksichtigung anderer Auswirkungen, nicht nur der auf den Haushalt) machen solche Ausgaben umso attraktiver, auch wenn sie über Verschuldung finanziert werden. Hier weiterlesen.

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Premiere für Nassim N. Taleb: Erste Vorlesung zur Philosophie der Wahrscheinlichkeit in Princeton

Noch letzte Woche hatte ich geschrieben, dass sich Nassim Nicholas Taleb eine Auszeit genommen hat, um an seinen Veröffentlichungen zu arbeiten. Das hat den Autor des “Schwarzen Schwans” und von “Narren des Zufalls” aber nicht davon abgehalten eine Philosophie-Vorlesung an der Universität Princeton zu halten. Darauf machte er in einem Tweet aufmerksam.

“Dream to be a janitor in a philosophy department came true! http://fooledbyrandomness.com/philo-lecture.htm

Die Vorlesung kann über diesen Link angehört werden. Ich habe bisher nur kurz rein hören können. Ist aber etwas für unterwegs. Dabei ist ganz interessant, dass er den Dialog mit den Studenten sucht. Und man hört, dass der sonst so selbstsichere Taleb gehörigen Respekt vor der Institution Princeton hat.

Artikel zu Taleb im Blick Log

Blicke in die Wirtschaft am 2010-03-11

Übersicht Staatsfonds in der FAZ: Mittel sind auf global 3,5 Billionen Dollar gestiegen http://bit.ly/awc954

Zweifel an Postbank-Beratern: „Beamte sind nicht per se für die Anlageberatung geboren, nur weil sie Beamte sind,“ http://bit.ly/awc954

Geither als Lobbyist der Wall Street? Hedgefonds-Reform entzweit USA und Europa http://bit.ly/bhOBUc

Ernüchternde Studie stellt das Handelsblatt vor: Warum Zinsprognosen nichts taugen http://bit.ly/bnDtNQ

Für Fachleute und Bankinsider sehr lesenswert: Eckpunkte für die Universalbank 2015 in die Bank http://bit.ly/aortvZ

Investor I zur Verschärfung der Schuldenkrise im Handelsblatt http://bit.ly/d0Outy

Investor II zur Verschärfung der Schuldenkrise in der FTD http://bit.ly/cSolcl

Auch der Februar war viel zu warm: Temperaturdaten eigen, dass nur die Europäer schlottern mussten, Telepolis http://bit.ly/b2uYkw

Dubai Update im Handelsblatt: Kein Fahrstuhl zum Gipfel http://bit.ly/bo8OCb

Streit zwischen EU und USA: Geithner bläst zum Angriff auf EU-Hedgefonds-Kontrolle HB: http://bit.ly/aDQJ3O

Ex-Goldman-Banker wird Chef der Commodity Futures Trading Commission, einer Derivate-Aufsichtsbehörde, schreibt NYT http://nyti.ms/de8R1Y

US Untersuchungsausschuss zum TARP findet Mängel im Bailout von GMAC NYT: http://nyti.ms/9aMwM5

CDS-History in der FTD: Ausfallwetten im 18. Jahrhundert. Warum schon George II. Credt Default Swaps verteufelte http://bit.ly/8YrKsP

Feiner Artikel in der FTD über die Guttenberg-Blase http://bit.ly/cjT2qh Wie sich ein Minister inszeniert

Desaster Public-Private-Partnership: Ein Vorzeigeprojekt macht Schlaglöcher auf der A1 http://bit.ly/dvEmXi

Keine Kreditklemme? Radikaler Einbruch bei Kreditvergabe –17% – 23% – Und das ist nicht das Ende

Heute gibt es wieder einmal in Berlin einen Krisengipfel mit Ministern und Vertretern aus Wirtschaft und Banken zum Thema Kreditklemme. Ich bezweifele, dass dort viel herauskommt. Schon der letzte “Häppchengipfel” im Kanzleramt hat kaum Zählbares gebracht. Die in der Folge von der Deutschen Bank und der Sparkassenorganisation aufgelegten Eigenkapitalfonds überzeugen die Praxis angesichts des Finanzbedarfs nicht und werden vielfach als PR-Maßnahmen angesehen.

Dabei hat die KfW in dieser Woche heftige Zahlen zum Rückgang des Kreditvolumens veröffentlicht. Banken haben in Deutschland im vierten Quartal 2009 knapp 18 Prozent weniger Darlehen an Unternehmen und Selbstständigen vergeben als im Schlussquartal des Vorjahres. Erwartet hatte die KfW einen Rückgang von 15%. Und die KfW erwartet eine Verschärfung des Rückgangs im laufenden Quartal um zwischen 17% und 23%. Im Januar soll das Neukreditvolumen sogar um 33 Prozent unter seinem Vorjahreswert (Quelle Bericht Handelsblatt) gelegen haben.

Ein Blick auf die Statistiken der Deutschen Bundesbank bestätigt übrigens grundsätzlich diese Entwicklung, wenn auch nicht in der Schärfe (siehe dazu unten den exklusiven Chart von Gapa News).

Erstaunlich, dass die KfW trotz ihrer eigenen Zahlen nicht von einer Kreditklemme sprechen mag. Nach ihrer Einschätzung schrumpfte das Darlehensgeschäft vor allem aufgrund der niedrigeren Nachfrage der Unternehmen. Diese Aussage halte ich für nicht sachgerecht und schon fast zynisch. Sie widerspricht außerdem Aussagen im Lending Survey der Europäischen Zentralbank, deren Ergebnisse die Bundesbank wie folgt zusammenfasste:

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Wenn Blasen platzen: Vor 10 Jahren implodierte Dotcom

Am 10. März 2000 erreichte der US-Technologie-Index NASDAQ sein All-Time High mit 5045,62 Punkten. Damals rechneten viele “Experten” und “Analysten”, dass er Ende des Jahres 2000 die 6.000 Punkte Marke erreichen würde. Einen Tag später, also heute vor einem Jahr setzte die Abwärtsbewegung ein. Der Index schloss am Jahresende bei 2340,68 Punkten. Millionen Kapitalanlegern waren damals nicht nur in den USA, sondern auch in Europa verrückt geworden und glaubten, durch einen Spaziergang schnell reich werden zu können.

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Entwicklung des NASDAQ (Quelle Wall Street Journal)

Jason Zweig befasst sich im Wall Street Journal mit dem Platzen der High-Tech-Blase und fragt, was damals falsch lief in: When Bubble Burst: Companies Won, Investors Lost.

Aber nicht nur die US-Zeitung schaut auf den bei vielen noch nicht verblassten Hype um die Jahrtausendwende. So reflektiert etwa die Webseite der ARD in einen Textbeitrag unter dem Titel: Vor zehn Jahren platzte die Dotcom-Blase.

Das Börsennotizbuch erinnert ebenfalls an gern verdrängte Zeiten und wünscht Happy Aniversary.

In der FTD erzählen sieben Autoren ihre Dotcom-Geschichten über das eigene Startup, die steile Karriere, das schnelle Geld und die Verlockungen des Dotcom-Booms. Amüsant der Retrobericht von Christian Kirchner ebenfalls in der FTD: So werden Sie nächstes Mal reich sowie die Maskottchen des Neuen Marktes.

Klar blickt auch das Handelsblatt zurück auf die bunte Welt des Neuen Marktes. In einem weiteren Beitrag fragt Ulf Sommer, ob nach Internet-Euphorie und Immobilienwahn nun noch eine Liquiditätsblase platzt?

Ob eine Blase platzt, wissen wir leider erst hinterher. Das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern.

Das Handelsblatt sah übrigens damals den Anstieg, wie die meisten Medien, wenig kritisch und schrieb noch am 8.3.2000:

“New Economy heißt auch Umdenken an der Börse. Es gilt nicht mehr: “Geht Butter, geht Käse”. Denn würde der Aktienmarkt im Pulk weiter nach oben schießen, dann wäre dies ein sicheres Symptom ungesunder Euphorie.”

Die Süddeutsche erinnert in ihrer Retrospektive an längst vergessene Namen untergegangener Helden dieser Zeit.

Nachtrag: Und heute morgen hörte ich, dass auch das DRadioWissen zurück geblickt und diesen Artikel  zitiert hat (ist hier nachzuhören). Die FTD hat außerdem das Protokoll einer legendären Talkshow ausgegraben.

Hedge-Fonds-Retro: Die Top 5 auf der “Anklagebank”

Auf ein Abendessen verschiedener Hedge-Fondsmanager 8. Februar in New York scheinen sich mittlerweile diejenigen zu konzentrieren, die die Ursache der griechischen Schuldenkrise und des Drucks auf den Euro gern in einem Böser-Bube-Spiel ganz simple verteilt wissen möchten. Ich vermute einmal, dass wir in den nächsten Tagen noch mehr darüber lesen werden (zuletzt hier ein ausführlicher Bericht in der NZZ).

Nicht auszuschließen ist, dass es wieder eine Anhörung gibt. Diese könnte dann ähnlich verlaufen, wie eine Anhörung am 13.11.2008 mit den Top 5 der Branche vor einem Untersuchungsausschuss. Damals mussten sich Philip Falcone von  Harbinger Capital Partners, Kenneth C. Griffin von Citadel, John Paulson von Paulson & Company; James Simons von Renaissance Technologies und George Soros von Soros Fund Management  kritischen Fragen stellen. Konsequenzen hatte diese Veranstaltung nicht.

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Blicke in die Wirtschaft am 2010-03-10

Griechenland und die Folgen Merkel will Spekulation auf Staatsbankrotte stoppen http://bit.ly/bf1M9B

Finanzinstitute: Bundesbank schmettert US-Vorstoß zu Risikogeschäften ab http://bit.ly/a3JRyn

Kreditklemme: Über richtige Schritte und falsche Schritte weiß das Handelsblatt http://bit.ly/a3JRyn

Hörenswerter Beitrag von @DRadioWissen über Credit Default Swaps als Spekulationsobjekte http://tinyurl.com/yj8o528

Refinanzierungsbedarf: Athen will Markt in diesem Monat erneut testen und hofft auf Begrenzungen für Spekulanten FTD http://bit.ly/cEd4Tf

Brüderle vs. Schäuble: Die Alphatiere kämpfen um Kompetenzen und Thesen einer Finanzfeuerwehr http://bit.ly/a6HAYG

Großbritannien: Haushaltslage wird kurz vor der Wahl immer prekärer http://bit.ly/bDY6RR Droht hier der nächste Schlag der CDS-Spekulation?

Außenhandel: Deutsche Exporteure erleiden „katastrophalen“ Rückschlag http://bit.ly/apeM3n

BGH nimmt Broker in die Pflicht. Wer riskante Optionsgeschäfte vermittelt, muss umfassend über Risiken informieren. http://bit.ly/9Z4Dux

SZ: Berlin und Paris wollen Spekulanten an die Leine legen und riskante Finanzgeschäfte beschränken oder verbieten http://bit.ly/9pIQIW

Ehrgeiziges Abu Dhabi Projekt pausiert: Für Null-Emissions-Stadt Masdar City wird die Wirtschaftlichkeit gecheckt. SZ http://bit.ly/bmrIEA

Manchester United: Edelfans aus Londoner Bankenviertel wollen milliardenschwere Übernahmeofferte organisieren FAZ http://bit.ly/aw80Nj

Ökonomen halten Ängste vor galoppierenden Inflation in Asien und Exzessen an dortigen Märkten für übertrieben FTD: http://bit.ly/c1gPDt

Strategie zur Bankenabwicklung: Weber will Soffin als Dauerlösung http://bit.ly/9aOBVn

Geschäft mit Glamourfaktor: Finanzinvestor rettet Leibovitz vor der Pleite FTD: http://bit.ly/bFiC1I

Frühindikatoren: Globale Wirtschaft legt Atempause ein. Wirklich? http://bit.ly/bFiC1I

Zu wenig Konsum: Deutsche Exportlastigkeit ärgert die EU-Partner http://bit.ly/am6zSr

§ 44 Prüfung: Bankaufsicht rügt Fehler der HVB lt. Insiderberichten. Keine offizielle Bestätigung http://bit.ly/ayc0FZ

Das steht in § 44 Kreditwesengesetz http://bit.ly/bTUYsY wg. Prüfung bei der HVB

Gedanken zur Eigenkapitalfinanzierung 2.0 – Teil 2: Ein Modell

Nach den Vorüberlegungen und der Skizze ausgewählter bisheriger Ansätze über die Finanzierung 2.0, wird es in diesem Beitrag deutlich konkreter. In der Folge möchte ich eine Diskussion darüber anregen, ob das Prinzip einer Peer-to-Peer-Eigenkapitalbörse eine Lösung sein könnte, um die im Vorwort skizzierte Eigenkapitallücke zu verkleinern. Wie bereits gestern erwähnt, ist die Idee keineswegs neu und wird etwa für Startups unter dem Titel Crowdfunding versucht. Gleichwohl mangelt es bisher an einer Lösung, die sich an etablierte Unternehmen wendet.

Grundprinzip einer Peer-to-Peer-Eigenkapitalbörse

Über eine P2P-Börse sollen Anleger und Investoren direkt mittelständischen Unternehmen Eigenkapital oder Eigenkapital nahe Mittel in verschiedenen Risikoklassen und Losgrößen zur Verfügung stellen können. Um zu verstehen, wie das funktioniert, ist es hilfreich, sich zunächst die P2P-Kreditbörsen Smava und Auxmoney anzuschauen. Sie vermitteln Darlehen direkt zwischen Kapitalgebern und Kreditnehmern in sogenannten n-zu-m-Beziehungen.

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Der Kreditnehmer erhält hier nicht von einem Kreditgeber das Geld, sondern im Zweifel von mehreren Anlegern und bestimmt die Obergrenze des Zinses sowie natürlich den Kapitalbedarf. Er legt außerdem selbst fest, welche Informationen er von sich aus preisgibt. Ein Anleger bestimmt über die Höhe seines Anlagebetrages, die gewünschte Risikoklasse und wählt den entsprechenden Kreditnehmer aus. Die P2P-Börse übernimmt die Rolle eines Mittlers, prüft die Kreditanträge nach einem standardisierten Verfahren und vergibt eine Bonitätsnote. Daneben stellt sie die Infrastruktur einer Plattform zur vereinfachten Abwicklung der Transaktionen und der Überwachung und Erfüllung der Leistungen.

Smava vergibt bereits jetzt Kleinkredite auch an Unternehmen, beschränkt bisher allerdings den Höchstbetrag auf 25.000 €. Für größere Finanzierungen reichen die geforderten Informationen und der standardisierte Prüfprozess nicht aus, zumal smava branchenüblich vorwiegend vergangenheitsorientierte Daten der Kreditnehmer abfragt. Neu ist aber, dass Kapitalnehmer und Kapitalgeber (anonymisiert) direkt miteinander über die Plattform kommunizieren können.

Übertragung des P2P-Modells auf die Eigenkapitalfinanzierung

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Audio: Letzte Hoffnung Inflation?

Das neue und erfrischende DRadio-Wissen hat sich in einem Beitrag mit dem als “revolutionär” bezeichneten Papier des Chefökonom des IWF, Olivier Blanchard, befasst, in dem er über den Nutzen einer höheren Inflation philosophiert. Der Hörbeitrag kann hier gehört werden:

Zur Erläuterung schreibt DRadio Wissen:

Olivier Blanchard, der Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, hat ein Papier veröffentlicht. Es nennt sich “Rethinking Macroeconomic Policy”, also soviel wie “Wirtschaftspolitik, neu gedacht”. Obwohl Blanchards Text nur 17 Seiten lang ist, hat er heftige Reaktionen ausgelöst: “Revolutionär” sei das Papier, “brisant”, “sensationell”, eine “unerhörte Tat”. Denn darin denkt Blanchard erstmalig darüber nach, ob höhere Inflationsraten nicht auch sinnvoll sein können. Man müsse “Nutzen und Kosten von Inflation erneut sorgfältig abwägen.”

Führt die Wirtschaftskrise nun zu einem völligen Umdenken in der Geldmarktpolitik und werden höhere Inflationsraten unter Ökonomen in Zukunft zum “guten Ton” gehören? DRadio Wissen im Gespräch mit Henrik Müller. Er ist stellvertretender Chefredakteur des Manager Magazins und ist der Meinung, dass Inflation die Demokratie zerstört.

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Webschau Wirtschaftsblogs 2010-03-10 mit Kurzblick auf Studie der Otto-Brenner-Stiftung

Heute will ich der Webschau eine etwas ausführlichere Einleitung gönnen*, denn am Montag hat die Otto-Brenner-Stiftung ein wenig schmeichelhafte Studie zum Wirtschaftsjournalismus veröffentlicht (siehe dazu Beiträge im Spiegelfechter oder im Freitag) . Man kann und sollte über die Ergebnisse streiten, wie das derzeit die Verfasser der Studie mit der dpa bereits tun (weiter Reaktionen zur Studie im Netz).

Als intensiver Konsument von FTD und Handelsblatt kann ich mich der Generalschelte nicht anschließen. Der Blick Log hat auf den Seiten zur Finanzkrise viele gute Hintergrundartikel verlinkt. Insbesondere die Ökonomie-Seiten des Handelsblatt vermitteln eine Tiefe, die einzigartig ist für die deutsche Medienlandschaft.

Gleichwohl stört sehr häufig der unkritische Umgang mit den ewig gleichen “renommierten Fachleuten” und “angesehenen Experten”, die meist sehr ungefiltert zitiert werden. Gerade in Interviews mit Vertretern aus der Finanzbranche wünscht man sich kritischeres Nachbohren. Als Leser interessiert mich übrigens mittlerweile, ob ein Interview auf Initiative eines  Journalisten oder der Presse-Abteilung eines Unternehmens entstanden ist. Persönlich irritierend fand ich, dass gerade im Herbst/Winter 2008/09 die Qualitätstitel dem Boulevard verfielen und viel Furcht verbreitenden. Ich erinnere daran in dem Beitrag “Die ausgebliebene Medien-“Monsterwelle”.

Über mangelnde Vielfalt, Tiefe und Meinungen brauchen sich Medienkonsumenten, die über die Leitmedien hinausschauen, freilich dennoch nicht beklagen. Dies zeigt die unten folgende Webschau der Wirtschaftsblogs (Überblick Wirtschaftsblogs in dieser Mindmap). Darunter sind auch hervoragend zu lesende Texte, wie etwa die vom Journalisten Markus Gärtner, der aus Vancouver auch für deutsche Medien schreibt. Die meisten Beiträge stammen allerdings von Nichtjournalisten, bieten gleichwohl ein umfassendes und interessantes Themenspektrum mit genügend Lesestoff abseits gefälliger “PR-Berichterstattung” oder oberflächlicher Effekthascherei. Wie immer ist dies nur ein kleiner Ausschnitt vieler lesenswerter Beiträge, die allein in den letzten Tagen erschienen sind.

Allerdings werden die meist fachlich sehr versierten Blogs nicht von “prominenten” Kennern oder mit Titeln “dekorierten Fachleuten” geschrieben und sind deswegen nicht zitierfähig. Wenn man nicht durch Zufall, die Bild, die FAZ (dazu Knüwers lesenswerter Beitrag: Wie Frank Schirrmacher sich seine Experten aufbläst) oder ein anderes Leitmedium dazu “gemacht” wird, dann hat man es schwer, diesen Status zu erreichen. Sich auf einen Wirtschaftsblog zu berufen, ist in Deutschland (noch?) nicht angesagt. Von der in den USA zu beobachtende sich gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsblogs und Medien ist hier leider weit und breit nichts zu sehen.

Wirtschaftslage und Wirtschaftspolitik

Trimmed-mean Inflation: Trend abwärtsgerichtet

Rohstoff-Wette:  Für Rohstoffe spricht immer noch einiges

Die Debatte um höhere Inflation ist nicht gefährlich, sie sollte dringend geführt werden!

Mind the Gap. Pensionsfonds unver-Blümt.

USA: Fed Bilanz

Zahl des Tages (08.03.10): 1.010.000.000.000:  Druck auf den US-Immobilienmarkt

Wie man sich an einer Wirtschaftskrise erfreut

Warum die Konjunkturerholung nicht viele Jobs schaffen wird

Banken und Finanzmärkte

CDS-Spreads für G7: Anzeichen deutlicher Entspannung

Banken: Der Staat garantiert – bis er selber zusammenbricht

Liquid Democracy und Finanzen: Aufstand der kreativen Mittelschicht?

Dumme Börsen und das Kopf-Problem

Fed könnte in Insolvenz rutschen

Spekulation ist weder schädlich noch sollte sie verboten werden, auch nicht bei griechischen CDS

Risiken in einer Bad Bank sollten kontinuierlich bewertet werden

Internet-Bezahldienste: PayPal spürt Gegenwind – (nicht nur) deutsche Kunden sind unzufrieden

Dokumentation zur Reform des US-Finanzsystems: Einschränkung des Eigenhandels (Volcker Rule)

Ökonomie

… hier den Beitrag weiterlesen …

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