Ein Gastbeitrag von Udo Stähler*

Das Modell Deutschland hat einen kurvenreichen Weg hinter sich. Vom Rheinischen Kapitalismus über den kranken Mann, dann Dank der Agenda 2010 rasch vom rechten Pfad der globalisierten Deutschland AG zum ungeliebten Musterknaben in Europa. "Jetzt wird in Europa Deutsch gesprochen", freute sich Volker Kauder. Und die Tribüne warnt vor der Sozialkurve. Wofür steht das Modell Deutschland?

Nach Kauders Steilvorlage für Kritiker des deutschen Auftretens mahnte das Manager Magazin, dass Deutschland kein Vorbild für Europa sei. Nachdem nun das Wall Street Journal mit einer Neuauflage der „kranken Männer Europas“ – inklusiv Deutschland – Wasser in den Wein goss (Blick Log 12.03.2014) und sich Eric Bonse im Cicero Gedanken macht, warum das Modell Deutschland Europa gefährde, sollten wir die von Kauder auf den Punkt gebrachte Diskussion unter dem Blickwinkel betrachten, welche Handlungsempfehlungen sich aus der bisherigen und zu erwartenden Performance des Modell Deutschland für Europa ergeben. Die Aufforderung von Goerge Soros, das Deutschland in dieser Frage als „großzügiger Hegemon“ auftreten solle, habe ich übrigens vorauseilend am 12.03.2014 kommentiert. Ergänzend sagt der Economist, der 1999 den „kranken Mann Europas“ diagnostiziert hatte: "Die Frage ist nicht mehr, ob Deutschland Europa in eine bessere Zukunft führen kann – sondern ob es den Willen dazu hat". Wer das schon ältere Brüsseler Apercu kennt, dass ein Deutscher sofort am Bekenntnis zu Europa zu erkennen sei, denkt inzwischen mehr an die aktuelle deutsche Ernüchterung, denn an die ersten Hoffnungen von 1958 .

Die Geschichte Europas nach dem 2.Weltkrieg ist eine Geschichte der Friedenssicherung wie das Modell Deutschland ein Produkt der europäischen Integration ist. Das Modell Deutschland ist ein Kind Europas, doch Europa hat mit der Wiedervereinigung letztmalig darauf hinweisen können, unter welchem Tisch wir unsere Füße haben. Ich will nicht darüber räsonieren, ob der Preis für die Zustimmung Frankreichs zur deutschen Wiedervereinigung die Zustimmung Deutschlands zur Einführung des EURO − ohne politische Union − war, doch Deutschland hat den Maastrichter Verträgen − an die sich keiner hält − seinen Stempel aufgedrückt, so dass diese Frage überflüssig wird. Inzwischen steht das Modell Deutschland für Austeritätspolitik. Der investigative Journalist Jürgen Roth glaubt gar, in „Der stille Putsch“ erkannt zu haben „wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reißt”. Und Angela Merkel ist wegen Deutschlands wirtschaftlicher Stärke und seiner daraus folgenden politischen Einflussnahme in den südlichen Staaten des EURO weniger beliebt als Wilhelm II.

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  1. Digital Finance

  2. Digitale Wirtschaft

  3. Banken und Finanzmärkte

  4. Ökonomie und Gesellschaft

  5. Business und Praxis

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Schade, die Feiertage sind schon wieder vorbei. Die Rubriken heute:

  1. Digital Finance

  2. Digitale Wirtschaft

  3. Banken und Finanzmärkte

  4. Streit- und Rechtsfälle

  5. Ökonomie, Gesellschaft und Wissenschaft

  6. Business

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Für regelmäßige Leser dieses Blogs ist es nichts Neues, dass die Unternehmensfinanzierung sich im Umbruch befindet. Banken unterschätzen den Drang vieler Unternehmen, sich nicht mehr über Banken finanzieren zu wollen, und reagieren darauf ausgesprochen defensiv. Das nachhaltende Grummeln vieler Unternehmen, die immer noch enttäuscht sind über das Finanzierungsverhalten der Banken während der Finanzkrise und den Jahren danach, wollen oder können Banken offenbar nicht hören. Fakt ist jedenfalls, dass das Finanzierungswachstum über Bankkredite seit Jahren rückläufig ist. Ich habe auf die Daten in meinen Kolumnen für die CFOWorld und das Wall Street Journal hingewiesen.

Ob die Finanzierungsbörsen (= Peer-to-Peer-Marktplätze, P2P) davon profitieren werden, ist noch offen. Das Grundprinzip dieser Marktplätze, hatte ich zum Beispiel 2012 hier erklärt:

“Über elektronische Serviceplattformen vermitteln Kreditbörsen zwischen Kapital suchenden Privatpersonen und zunehmend Unternehmen auf der einen Seite sowie privaten und institutionellen Geldanlegern auf der anderen Seite. Diese „Marktplätze” ähneln dabei in den Grundfunktionen Börsenhandelssystemen.”

Während sich die Kreditbörsen bisher vorwiegend auf Privatpersonen konzentrierten, starten sie nun mit der Finanzierung von Unternehmen. Darum geht es in meiner neuen Kolumne für das Wall Street Journal P2P-Finanzierung goes Mittelstand.  Darin geht es um weitere Veränderungen durch das Digital Finance. Der Kreditmarktplatz Lending Club überschreitet ein Kreditvolumen von 4 Milliarden Dollar und ist nun in die Unternehmensfinanzierung eingestiegen. In Deutschland ist mit Zencap ebenfalls eine Finanzierungsbörse für Unternehmen gestartet.

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Die Nachrichtenwelt rund um Finanzen und Wirtschaft stand auch um Ostern herum nicht still.

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  3. Ökonomie und Gesellschaft

  4. Banken und Finanzmärkte

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Frohe Ostern mit Ben Howards “Oats In The Water”

20.04.2014

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Heute Show: Die Bankenunion und das Trennbankensystem

19.04.2014
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Schöne Ostertage und Chillout im Blog und auf Twitter für #blicklog

18.04.2014

Jedes Jahr bin ich wieder erstaunt, wie schnell die Zeit bis Ostern vergeht. Immerhin haben wir in diesem Jahr nicht so viele kalte Wochen hinter uns, wie im vergangenen Jahr. Wie immer gehören die Feiertage der Familie, Freunden und mir selbst. Dem Blog und meinem Blog Twitter-Account gönne ich wieder eine Chillout-Pause. Ist ja auch […]

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Geldsystemdebatte: inside und outside money – aus zwei mach eins!

17.04.2014

Gastbeitrag von Renee Menendez* In der Geld(system)debatte gibt es eine neue Publikation der BoE, welche einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Dies verdankt das 14-seitige Paper zwei Aspekten, welche bisher zu den Grundkenntnissen der (universitären) Lehre vom Geld gehören. Zum einen wird als neue Erkenntnis angepriesen, daß “Whenever a bank makes a loan, it simultaneously […]

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Was mich am 17.4.2014 interessiert

17.04.2014

Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken, Finanzmärkte und Regulierung Ökonomie und Gesellschaft Business Streit- und Rechtsfälle

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Mit Vergangenheitsdaten die künftige Liquidität steuern?

16.04.2014

Gastbeitrag von Dr. Hartmut Bechtold In den Jahren vor 1637 waren Tulpenzwiebeln die wohl mit Abstand liquideste Assetklasse, genauso wie vor 1720 Anleihen und Aktien von John Laws Compagnie d’Occident den höchsten Börsenumsatz erzielten oder sich vor 1872 die Börsenumsätze für Bahnanleihen geradezu überschlugen (LINK zu historischen Finanzkrisen). Hätte es damals bereits für Banken eine […]

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Was mich am 16.4.2014 interessiert

16.04.2014

Der gestrige Tag war vor allem Finanzmarktregulierungstag im EU-Parlament. Neben der Bankenunion wurden eine Reihe weiterer Maßnahmen beschlossen, die unter Finanzmarktregulierung zu finden sind. Die Themen heute: Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Finanzmarktregulierung Ökonomie und Business Rechts- und Streitfälle

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Dokumentation: Beschluss des Europaparlaments zur Bankenunion

15.04.2014

Das EU-Parlament hat heute der geänderten Fassung der Bankenunion zugestimmt. Ich habe in anderen Beiträgen (siehe unten) meine Kritik an dieser Richtlinie, die nun die Haftung der Steuerzahler für marode Banken nun auch offiziell macht, geäußert. Hier will ich nur die aktuelle Fassung dokumentieren. Die Details der Bankenunion sind mit den kenntlich gemachten Änderungen des […]

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Mythos Mittelstand? Mittelstand ist ein Prinzip der Wertschöpfung

15.04.2014

Ein Gastbeitrag von Udo Stähler* Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis es wieder einmal einer nicht mehr aushalten kann, dass mit dem „Hype“ um den Mittelstand von Angela Merkel bis zu Sigmar Gabriel vor allem „Lokalfolklore und Selbstbeweihräucherung“ fröhliche Urständ feiern; wie jüngst mit diesen Worten Herr Schrinner im Handelsblatt nach dem […]

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Was mich am 15.4.2014 interessiert

15.04.2014

Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Rechts- und Streitfälle Business Ökonomie und Gesellschaft Satire

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