Ein altes chinesisches Sprichwort lautet: ‘‘Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen.“ Der Wind des Wandels weht immer stärker, aber Banken und Versicherungen mögen lieber Schutzmauern als von Windmühlen zu profitieren.

Im April schrieb Ozan Demircan im Handelsblatt (Print-Ausgabe vom 10.4.2014, S. 34) über eine Studie, nach der Versicherungskunden immer mehr Policen auch bei Internetkonzernen abschließen würden. Soweit ist das wenig überraschend. Aber ähnlich wie Banken fürchten mittlerweile Versicherungen die Konkurrenz von Google und Co., konnte man dort lesen. Außerdem werden fehlende Onlinekonzepte der Assekuranz bemängelt. Demircan zitiert in dem Artikel den Vorstandschef einer Versicherung, der sagte: “Wenn wir uns nicht ändern, dann werden es andere für uns tun.”

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  1. Digitale Finance

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Läuft’s nun oder klemmt es? Die Wirtschaftspresse schlagzeilt dazu:

  1. Banken schauen genauer hin. Was ja an sich nichts Schlechtes ist.
  2. Es kann eng werden für den Mittelstand. Weil die Banken hinschauen?
  3. Frohlocken, weil der Mittelstand jetzt Liquidität direkt vom Kapitalmarkt holen könne. Gleichzeitig
  4. Firmen gehen mit einem Puffer in die Krise
  5. Unternehmen horten Liquidität. Also viel Eigenkapital und viel Liquidität, die er sich am Kapitalmarkt dann nochmal holen kann?
  6. Insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen übersteigen die Kreditangebote die Nachfrage.

Bevor ich darstelle, dass wir einen zunehmend geteilten Markt für Mittelstandsfinanzierungen bekommen haben −was das eigentliche Problem für mittelständische Unternehmen geworden ist− werde ich dieses Knäuel von Schlagzeilen entwirren:

(1.) Banken schauen genauer hin: laut einer aktuellen Umfrage der Förderbank KfW berichten deutsche Wirtschaftsverbände, dass die Banken mehr Sicherheiten, höhere Risikoaufschläge und mehr Informationen verlangen. Nach meinen Beobachtungen können wir hier zwei Tendenzen, die auch parallel verlaufen können, festhalten: zum Einen gibt es durchaus Banken, die dem nachhaltigen Cash-Flow des Unternehmens und der Bewertung seines Geschäftsmodells eine größere Bedeutung geben als den Sicherheiten, zum Anderen wurde die schematische Risikobewertung der Marktfolge (Kreditbearbeitung) in Banken gerade durch die Anforderungen nach Basel III gegenüber dem eher an den wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten orientierten Risikoansatz des Vertriebes in den Vordergrund gedrängt. Hier rechne ich mit einer Kräfteverschiebung bei weiter rückläufigen Erträgen aus einem Kerngeschäft der Banken: dem klassischen Kredit (Vice versa bei steigenden Wertberichtigungen).

(2.) Es kann eng werden für den Mittelstand: Der Finanzdienstleister GE Capital kam zu dem Ergebnis, dass der deutsche Mittelstand deutlich mehr Umsatz machen und die Wirtschaft vorantreiben könnte, wenn er Mittel für Zukunftsinvestitionen leichter erlangen könnte. Mit dieser Aussage in Zeiten, da Unternehmen schon bei der Entscheidung für weitere Investitionen zurückhaltend sind, beißt sich die Katze in den Schwanz. Führt eine Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe dazu, dass das seit der Finanz- und Wirtschaftskrise

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In den vergangenen Wochen häuften sich die Artikel, in denen die Autoren bezweifeln, dass die Banken durch den technologischen Fortschritt verschwinden werden. Den Anfang machte John Authers mit seinem Beitrag Disruptive technology will not kill banks in der Financial Times. Seine Sicht begründet Authers damit, dass alle Bestrebungen, die Banken zu ersetzen, an den strengen regulatorischen Bestimmungen scheitern würden.

Darauf antwortete JP Nicols mit Sorry, but Disruptive Technology WILL Kill Banks. Verantwortlich für den schleichenden Niedergang der Banken macht Nicols u.a. das nach wie vor ausgeprägte hierarchische Denken, welches einer Anpassung des Geschäftsmodells an die technologischen Herausforderungen im Weg steht. Dieser externe Selektionsdruck, wie er u.a. von den diversen FinTech-Startups ausgeht, und der in Zukunft noch zunehmen wird, führt nach Ansicht von Nicols dazu, dass die Banken dem technologischen Fortschritt, repräsentiert durch die sog. disruptive technologies, zum Opfer fallen.

Eine im Vergleich zu den vorgenannten Standpunkten vermittelnde Position nimmt John Gapper mit seinem Beitrag Technology will hurt banks, not kill them, der ebenfalls in der Financial Times erschien, ein. Zwar sei es nicht von der Hand zu weisen, so Gapper, dass der technologische Fortschritt den Banken arg zusetzt und noch zusetzen wird, jedoch könne es nicht im Interesse der neuen Herausforderer wie Google & Co. sein, dass die Banken völlig von der Bildfläche verschwinden. Ziel der Non- und Near-Banks sei nicht, die Banken vollständig zu ersetzen, sondern zu ergänzen. Für ihre Finanzdienstleistungen benötigen sie die Infrastruktur der Banken. Hinzu kommen die bereits erwähnten regulatorischen Hürden. Hier erfüllen die Banken auch weiterhin ihren Zweck. In diesen Bereich vorzustossen, wäre für die Herausforderer mit zu hohen Kosten und Risiken verbunden.

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@blicklog 19.11.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

19.11.2014

Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken- und Finanzmärkte Ökonomie, Politik und Gesellschaft Management und Praxis Streit- und Rechtsfälle Blickrand

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Die aktuellen Modelle des Finanzbetrugs – Teil 3

18.11.2014

„Es gibt drei Wege, in diesem Geschäft Geld zu verdienen: Sei der Erste, sei schlauer, oder betrüge.“(“There are three ways to make a living in this business: be first, be smarter, or cheat.”) Aus dem Film “Margin Call” (2011) Dies ist die Fortsetzung der Beiträge vom 11. und vom 13. November. Moderner Finanzbetrug ist viel […]

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@blicklog 17./18.11.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

17.11.2014

Digitale Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Ökonomie, Politik und Gesellschaft Management und Praxis Streit- und Rechtsfälle Blickrand

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Warum die Reduktion von Unsicherheit für Investitionen wichtiger ist als Zinssenkungen

17.11.2014

Vor zwei Wochen habe ich hier über die falschen Hoffnungen an die Geldpolitik der EZB geschrieben. “Die Niedrigzinspolitik der EZB,” so der Sachverständigenrat, ”reflektiert das nach wie vor sehr verhaltene Wirtschaftswachstum sowie die geringe Inflation im Euro-Raum.” Aber die EZB Politik zündet nicht, die Investitionsneigung bleibt gering. Der Sachverständigenrat nahm in seinem Jahresgutachten und in […]

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extra 3: Ein Lied für Jean-Claude Juncker

15.11.2014
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P2P-Lending bald ganz groß und für Investmentprofis?

14.11.2014

In meiner Kolumne für das Wall Street Journal ging es vorvergangenen Donnerstag um die Perspektiven des P2P-Lending für das Bankgeschäft. P2P-Kredite sind über Internetplattformen vermittelte Darlehen an Unternehmen und Privatpersonen, die durch eine größere Gruppe von privaten und institutionellen Geldgebern (aber gerade nicht durch Banken) vergeben werden. Das Grundprinzip hatte ich in dieser Kolumne erklärt. […]

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Schwarzer Mittwoch für deutschen Wirtschaftsjournalismus: Wall Street Journal Deutschland wird eingestellt

13.11.2014

Eigentlich war es bis zum Abend ein guter Tag gestern in Hamburg auf der Konferenz “Finanzdienstleister der  nächsten Generation”.  Als ich dann auf der Rückfahrt aber die Nachricht von Ralf Drescher erfuhr, war ich wirklich überrascht. Kurze Zeit später brachte Meedia die Meldung: Zum Jahresende: Wall Street Journal Deutschland wird eingestellt. Das ist eine bittere […]

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Die aktuellen Modelle des Finanzbetrugs – Teil 2

13.11.2014

Dies ist die Fortsetzung einer vor 2 Tagen begonnenen Reihe, die sich mit modernen Formen des Finanzbetrugs befasst.   Tatwerkzeug Finanzmathematik Im Jahr 1993 verkaufte Bankers Trust, zu diesem Zeitpunkt als innovativste Investmentbank der Wall Street bekannt, einen sog. Zinsswap im Volumen von 200 Mio. US$ an die Finanzabteilung des Konsumgüterkonzerns Proctor & Gamble, die […]

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