Vor gut vier Wochen hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihr umstrittenes Kaufprogramm gestartet und stößt damit bereits an Grenzen. Sie macht ihre Ankündigung aus dem Sommer letzten Jahres war und will bald auch in P2P-Kredite investieren, wie ein vertrauliches Arbeitspapier zeigt. Aber der Reihe nach.

Die EZB fährt bekanntlich  ihr Liquiditätskraftwerk hoch und will bis September 2016 1,1 Billionen Euro zusätzliches Zentralbankgeld in die Märkte zu pumpen. Offizielles und umstrittenes Ziel dieses Programms ist die Ausweitung der Geldmenge und die Förderung der Kreditvergabe, um über diesen Mechanismus die Konjunktur anzufeuern und die Deflation zu bekämpfen. Dazu kauft die EZB über die nationalen Zentralbanken (in Deutschland also über die Bundesbank) bekanntlich Anleihen von Zentralstaaten, Emittenten mit Förderauftrag und europäischen Institutionen sowie Asset-Backed Securities (ABSPP) und gedeckten Schuldverschreibungen (CBPP3) (Details zu ABSPP und CBPP3 hier von der Bundesbank). Sie möchte damit erreichen, dass Unternehmen und private Haushalte günstiger Finanzmittel aufnehmen und damit Investitionen und Konsum stützen. Damit das funktioniert, müssen sich aber vor allem Unternehmen stärker über Banken finanzieren.

Das wenig überraschende Problem ihres Kaufprogramms ist, dass ihr mittlerweile an den Märkten das Material ausgeht (siehe dazu auch FAZ Die Anleihemärkte trocknen allmählich aus). Bisher hat sich die EZB beim Kauf vor allem auf Staatsleihen bzw. Anleihen staatlicher Institutionen, wie zum Beispiel den ESFS beschränkt. Bei Anleihen erhöht die Nachfrage den Kurs und senkt die Renditen. Wir wissen mittlerweile, dass die Renditen vieler staatlicher Institutionen negativ sind. Mehr als ein Drittel der in EURO ausgegebenen Staatsanleihen soll eine negative Rendite aufweisen. JPMorgan schätzt, dass das Volumen der EUR Staatsanleihen mit einer unter null Rendite mittlerweile 2.000 Mrd. EUR beträgt.

Und genau hier hat die EZB ein Problem. Sie hat sich nämlich selbst beschränkt und darf nur Anleihen mit einem negativen Zins bis maximal -0,2% kaufen. Dies entspricht gleichzeitig dem negativen Einlagezins von -0,2 Prozent, den Banken bei der Bundesbank bezahlen, wenn sie dort Geld anlegen (siehe auch Wiwo: Notenbanken kaufen auch Anleihen mit Negativrendite),

Will sie ihr Programm weiter durchführen, hat sie zwei Möglichkeiten. Entweder sie verringert weiter die Negativgrenze und kauft Anleihen mit niedrigeren Zinssätzen als -0,2% oder sie weicht auf andere Anlageklassen aus. Und genau das will sie nun tun, wie ein bisher unveröffentlichtes Papier zeigt, das einigen Bloggern von einem unter dem Pseudonym Daryl Dixon (übrigens einer der Helden der TV Serie “The Walking Debt Dead”) schreibenden Mitarbeiter der Bundesbank zugespielt wurde. Die Bundesbank selbst kritisiert bekanntlich den aktuellen Kurs der EZB mit scharfen Worten (siehe FAZ “Weidmann erneuert Kritik an EZB-Anleihekäufen”).

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Da mühen sich hunderte von Firmen und tausende von Mitarbeitern, uns das Bezahlen online und in der realen Welt angenehmer zu machen, und was kommt raus? Dieses Video des NDR-Checkers, der meint Bezahlen mit dem Handy sei die Pest:

Das Dilemma an dem Video ist, es passt. Mobiles Bezahlen ist unangenehm und hat genau die Krankheiten, die Alexi Bexi in diesem kurzen Video aufzählt. Er erzählt das aus Sicht der Nutzer, die sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von Visionen ansehen und –hören konnten, wenn sie das interessiert hat. Die meisten hat es nicht interessiert.

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Gastbeitrag von Spiros Margaris*

In diesem Artikel werde ich nicht über einen Innovations-Vorschlag berichten, sondern über die Gedanken, Ziele und letztendlich die Vision, die hinter jedem meiner bisherigen Vorschläge stehen.

Alle meine Vorschläge beginnen immer mit einem Wunsch oder einem Ziel, etwas Erstrebenswertes zu erreichen, das ich persönlich erfüllt haben möchte. Danach überlege ich mir, ob dieser Wunsch auch für eine größere Anzahl von Menschen wichtig sein und vor allem einen Mehrwert bescheren könnte.

Die großen Schwierigkeiten einer Innovation bestehen nicht in erster Linie in der Findung einer Idee. Es braucht Ideen, die vor allem einem wahren und klaren Mehrwert schaffen, und es braucht eine erfolgreiche Umsetzung.

Bei der Umsetzung denke ich hier nicht in erster Linie an die technischen Schwierigkeiten, die für sich genommen auch ein bedeutsames Thema sind.

Es geht mir in erster Linie um das Problem, das Management zu überzeugen, den Nutzen und Mehrwert für die Kunden – und zu guter Letzt auch für sich selbst – zu sehen. Danach geht es darum, den Willen aller Mitarbeiter aufzubauen, das Ziel und die Vision konsequent zu verfolgen und die neue Richtung einzuschlagen. Und nicht zuletzt geht es darum, alle gerecht am dem Erfolg der Vision teilhabenzulassen.

Ein zukünftiges Geschäftsmodell kann und darf nicht in erster Linie auf Kostenersparnisse abzielen. Dies stellt oft ein Armutszeugnis dar, da dann dem Management eine Strategie hinsichtlich der nachhaltigen Gewinnerzielung fehlt. Das Unternehmen muss immer eine Vision und das Ziel verfolgen, bei fairen Gewinnen zugleich zufriedene Kunden durch erstklassige Dienstleistungen und Innovationen zu gewinnen.

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Gastbeitrag von Matthias Georg Bachmann

 

Unter „DayTrading“ versteht man den kurzfristigen Handel von Wertpapieren. Dabei werden Positionen oftmals nicht nur am gleichen Tag eröffnet und wieder geschlossen, sondern sogar im Minuten- oder gar Sekundentakt gehandelt.

Immer mehr wird auch im Fernsehen Werbung für diese Art des Tradings gemacht und der Eindruck erzeugt, dass so jedermann einfache Gewinne erzielen kann.
Dass das Ganze nicht wirklich so einfach sein kann, dürfte wohl den meisten klar sein.
Noch interessanter war für mich aber die Frage, ob es denn überhaupt dem durchschnittlichen „Hobbytrader“ (wie mir) möglich ist, durch DayTrading auf Dauer Gewinne zu erzielen?
Aus dieser Fragestellung wurde ein Projekt geboren, das ich hier etwas näher vorstellen möchte.

Der 1-Jahres-Test

Das Trading-Projekt läuft über einen Zeitraum von genau einem Jahr. In dieser Zeit soll der Versuch unternommen werden aus 100€, allein durch DayTrading von CFDs, 10.000€ zu machen.

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Gefunden über diese Empfehlung von Zero Hedge

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Chin Meyer erklärt: Wie funktioniert eine Bank?

28.03.2015

Weitere Episoden aus der Reihe Happy Geld

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Unfassbar

27.03.2015

Das Wort, was man in den letzten Tagen sehr oft in den Medien lesen konnte, was man in persönlichen Gesprächen vielfach hörte, und auch selbst verwendet hat, war unfassbar. Unfassbar, dass heutzutage in Mitteleuropa ein Flugzeug einer relativ sicheren Airline einfach so gegen den Berg fliegt. Unfassbar, dass so viele Menschen wie Du und ich […]

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@blicklog 23. – 27.3.2015 Wirtschaft, Finanzen und mehr

27.03.2015

Digital Finance Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Banken und Finanzmärkte Ökonomie, Politik und Gesellschaft Management und Praxis Blickrand [View the story "@blicklog 23. - 27.3.2015 Wirtschaft, Finanzen und mehr" on Storify]

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Auch Deflation hängt von Angebot und Nachfrage ab

26.03.2015

Gastbeitrag von Acemaxx Analytics* John Cochrane verweist in seinem Blog auf eine neue Forschungsarbeit über Deflation ("The costs of deflations"). In der von der BIS (Bank for International Settlements) veröffentlichten Analyse kommen die Autoren zum Schluss, dass die Preis-Deflation in der Vergangenheit sowohl mit positiven als auch mit negativen Wachstumsraten zusammengefallen ist. Ein Vergleich aller […]

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Germanwings 4U9525 + Über die Berichterstattung

24.03.2015

[View the story "Germanwings 4U9525" on Storify]

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Denn sie wissen nicht, was sie tun: Anlageexperten der Medien und der DAX 12.000

24.03.2015

In den vergangenen Jahrzehnten habe ich schon einigen haarsträubenden Schwachsinn über die Aktienanlage gelesen. Speziell die Periode um die Blase im Jahr 2000 war voll von den schönen Stilblüten. Allerdings haben sich in vergangenen Zeiten die Aktienverkäufer noch schöne Wachstumsstorys ausgedacht. Die meisten davon stimmten dann nicht, aber letztlich muss man von jedem Aktienkäufer erwarten […]

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Professionelle Vermögensverwaltung: Nach Piketty macht großes Geld großes Geld

23.03.2015

In den letzten Wochen habe ich mich auf diversen Bahnfahrten durch das “Das Kapital im 21. Jahrhundert” von Thomas Piketty “gequält”. Ich schreibe gequält, weil es zum Teil echte Längen hat, die für die wissenschaftliche Auseinandersetzung nötig sein mögen, nicht aber für den normalen Leser mit wenig Zeit. Das Buch ist aber nicht durchgehend langweilig […]

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SRF: Sternstunde Philosophie – Digitale Revolution und die vernetzte Welt von morgen

22.03.2015

Aus der Ankündigung des SRF: “Die Menschheit steht vor einer gigantischen Umwälzung, meint der Komplexitätsforscher Dirk Helbing. Die digitale Revolution wird das Leben radikal verändern. Bald erreichen die Computer die Leistung des Gehirns – höchste Zeit zum Handeln. Juri Steiner blickt mit Dirk Helbing in die Zukunft.”

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@blicklog Wochenende 20.3. – 22.3.2015 Wirtschaft, Finanzen + mehr

21.03.2015

Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Ökonomie, Politik und Gesellschaft Blickrand

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Vergleichsrechner im Netz: Online-Vergleiche erleben einen Hype! Zurecht?

21.03.2015

Ob es um den besten Tages- und Festgeldzins geht, den günstigsten Raten- oder Wohnkredit, die neue preiswerte DSL-Flat für die ganze Familie oder man eben mal bei Gas und Strom sparen möchte: All das betrifft jeden von uns. Die gute Nachricht: Nie zuvor konnten wir Verbraucher dazu mehr Informationen im Internet vergleichen als heute. Sogenannte […]

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