Seit 1998 findet die EXPO REAL jährlich Anfang Oktober –mit einer Ausnahme– direkt im Anschluss an das Münchner Oktoberfest statt. 1999 „fiel die Messe in das Oktoberfest hinein“; bei diesem meinem ersten Messebesuch ahnte ich, dass die EXPO REAL auch trotz Oktoberfest neben Cannes eine ernst zu nehmende zweite wichtige Messe in Europa für die Immobilienwirtschaft werden wird. Und es hat funktioniert. Was ist das Geheimnis der EXPO REAL?

Die Protagonisten der EXPO REAL haben mehrfach Anlass, sich und ihr Business einmal jährlich auf großer Bühne zu extemporieren. Dafür, dass die Immobilienwirtschaft eine der größten Wirtschaftszweige in Deutschland ist, die zudem im Unterschied zu anderen Sektoren und der Immobilienwirtschaft anderer Staaten in der Finanz- und Wirtschaftskrise stabil geblieben ist, wurde sie lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Bau war eben Bau und in der Wissenschaft fand der „Bau“ bis zur Gründung der EBS faktisch überhaupt nicht statt. Bezeichnenderweise wurde die EBS erst 1989 viele Jahre nach ihrer Gründung als wissenschaftliche Hochschule anerkannt. Weil die EBS mitgeholfen hat, die Branche aus der „Bauecke“ heraus zu holen und die Beachtung in der Gesellschaft zu erhöhen, nimmt der Skandal mit Trinkgelage unter Studenten, zerstrittenen Professoren und einem Präsidenten vor dem Haftrichter einen Zacken aus der Krone der Immobilienprofis.

Vor diesem Hintergrund präsentiert sich die Branche auf der EXPO REAL mit erhobenem Haupt, zeigt sich, zeigt wie sie sich fühlt, wie sie gesehen werden will und liefert angesichts der Veränderungen im Geschäftsverlauf und der Problemstellungen in den Foren, auf den Gängen und hinter den Kulissen ein Gemälde dieser wichtigen Wirtschaftsbranche. Schauen wir uns beispielhaft die Themen 2009, 2011 und 2013 an. Können wir das Geheimnis lüften? Was kommt 2014?

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  1. Digital Finance

  2. Digitale Wirtschaft

  3. Banken und Finanzmärkte

  4. Ökonomie und Gesellschaft

  5. Management und Praxis

  6. Rechts- und Streitfälle

  7. Blickrand

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Der Blasen-Alarm hört nicht mehr auf: Jeder Analyst, Finanzjournalist, oder Ökonom, der etwas auf sich hält, warnt vor einer Spekulationsblase. Ob Aktien, Immobilien, Kunst, Bitcoins, Rohstoffe oder Rentenpapiere, kaum ein Anlagesegment am Kapitalmarkt findet sich noch, bei dem nicht irgendein Experte die Gefahr der Blasenbildung identifiziert hat. Inzwischen stimmen auch immer mehr Politiker mit ein; so warnte erst unlängst Bundesfinanzminister Schäuble vor einer Spekulationsblase am Immobilienmarkt.

Es gibt keine starke Preissteigerung am Kapitalmarkt mehr, ohne dass diese sofort irgendwo aufgeregt als Spekulationsblase bezeichnet wird. Dies lässt sich auch in Zahlen zeigen: So hat die Financial Times unlängst ermittelt, dass seit 2013 allein in Artikeln der englischsprachigen Finanzpresse die Verwendung des Begriffes „speculative bubble“ im Vergleich zu den Vorjahren um ca. 60% gestiegen ist.

Doch drohen gerade jetzt in unserem Finanzsystem mehr Spekulationsblasen als sonst?

Sind diese Blasen wirklich klar erkennbar?

Und sind sie immer und überall so gefährlich, wie allgemein befürchtet wird?

Oder gibt es andere Gründe für den Boom an Veröffentlichungen über dieses Thema?

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  1. Digital Finance

  2. Digitale Wirtschaft

  3. Banken und Finanzmärkte

  4. Management und Praxis

  5. Rechts- und Streitthemen

  6. Ökonomie und Gesellschaft

  7. Und sonst noch

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Apple Pay ist endlich da. Im Internet-Hypecycle müsste das Thema eigentlich schon wieder out sein. Ich habe mich bereits ausführlich dazu geäußert in meiner aktuellen Kolumne:  Apple Pay: Vorerst gefahrlos für Banken:  Darin schrieb ich u.a., dass Apples Version vom mobilen Bezahlen per Smartphone keine Revolution ist, die das Banking umwälzen wird. Apple Pay drängt sich lediglich in bestehende Bezahlprozesse der klassischen Finanzindustrie und hofft auf ein Stück vom großen Gebührenkuchen. 

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Bezahlvorgang über einem Apfel

In der Zwischenzeit ist die Diskussion etwas weitergelaufen, daher hier noch ein paar Ergänzungen.

Disruption oder nicht?

Mich stört ja der Disruptions-Begriff (warum habe ich in diesem Beitrag erläutert) und die sich ständigen Vorhersagen, dass eine Technologie disruptiv sei . Für Präsentationen für VCs  und Leuten, denen man Beteiligungen oder Aktien verkaufen will, mag der Begriff ja taugen, nicht jedoch für die täglichen Beobachtungen. Ganz selten erweisen sich hier Prozesse und Entwicklungen als disruptiv und selten wird das richtig vorhergesagt. Aber wenn man alles als disruptiv bezeichnet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, auch irgendwann mal einen Treffer zu landen.

Apple Pay kann in der jetzigen Form schon keine Disruption sein, wenn man die Definition des Begriffes (siehe dazu meinen oben verlinkten Artikel) ernst nimmt. Apple Pay ersetzt nämlich nicht bisherige Zahlprozesse, sondern setzt sich faktisch oben drauf (steht in meiner Kolumne). Ob daraus irgendwann was Disruptives entstehen kann, mag interessant für den Smalltalk sein, ist aber vorerst reines Wunschdenken.  Ansonsten denke ich, man liest einfach mal das, was Chris Skinner in “Apple dazzle or Apple schmazzle?” zu der Frage Disruption im Banking geschrieben hat:

“And here’s the final rider in this discussion: it’s not disrupting banking.

Nothing has disrupted banking.

Nothing in the last century.

Nothing.

Not ATMs, not internet banking, not mobile banking, not supermarket banking, not Virgin Banking, not even Google banking (which they haven’t done yet).

Instead, all of these developments have overlaid banking with additional services.

They are wrap-arounds of banking, not replacements for banking.

That’s what Apple announced yesterday.  It’s what Google and PayPal do; it’s what Square and Starbucks do; it’s what Simple and Moven are doing; and it’s no doubt what Facebook, Amazon and any number of others will do.

Nothing replaces banking because banking is licenced.

The only thing that could replace banking is bitcoin but, after MtGox, bitcoins will be banked too.

So get with it.

The new form of banking is the same as the old, but now it’s just with a much sexier front-end interface.”

Fairerweise muss ich allerdings auch hier ergänzen, dass ich kaum einen Autor oder Spezialisten gefunden habe, der sagt Apple disruptet den Payment-Prozess. Ich habe in den letzten Jahren vielleicht eine Überdosis an Vorträgen und Artikeln konsumiert von Leuten, die glaubten, die klassischen Banken verschwinden eines Tages. Ich glaube daran nicht. Der gegenwärtige Trend der meisten FinTechs ist ein anderer. Die aktuelle Richtung ist dier der “Collaborative Economy”. Genau das macht Apple. Der Konzern entwickelt pfiffige Technologie im Sinne der Kunden und dockt sie an die bestehenden Finanzökosysteme an. So machen es auch die meisten FinTechs. Die einzige Technologie, die derzeit disruptiven Charakter hat, ist das Bitcoin-Konzept (dazu gleich mehr).

Setzt Apple Pay Banken unter Druck?

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Für Retro-Fans: Insolvenzantrag und Titelseite Wall Street Journal zur Pleite von Lehman Brothers

15.09.2014

Heute jährt sich zum sechsten Mal der Jahrestag der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers. Wer erinnert sich noch? Die Titelseite Des Wall Street Journals vom 15.9.2008 Hier das Dokument, das die Finanzwelt erschütterte: Der Insolvenzantrag von Lehman Brothers Holding Inc. __________________________________________________ Was andere zum 5. Jahrestag geschrieben haben

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The Last Days of Lehman Brothers (Spielfilm der BBC)

14.09.2014

Unglaublich, heute vor 6 Jahren war exakt der Sonntag, an dem über die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers entschieden oder besser nicht über ihre Rettung entschieden wurde. In meinem Blog dokumentierte ich diesen Sonntag mit diesen Beiträgen Showdown für die Finanzmarktkrise an Wall Street Deutsche Banken wären massiv von Lehman Insolvenz betroffen, Kreditderivate verteuern sich […]

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@blicklog Wochenende 13./14.9.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

13.09.2014

6 Jahre Lehman Pleite Digitale Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Ökonomie und Gesellschaft Management und Praxis Rechts- und Streitfälle Und sonst noch

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extra 3 exklusiv Kaufstadt – fit für die Zukunft: offline online shoppen

13.09.2014
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Das immer beliebter werdende Gift des Nationalismus

12.09.2014

Christopher Clark hat vor einem Jahr ein sehr bemerkenswertes Buch veröffentlicht, „Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“. In ihm beschreibt er, wie im Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts ein Selbstzerstörungsmechanismus einsetzte, bei dem sich nationalistische Strömungen gegenseitig selbst verstärkten, bis alles dann in einer Katastrophe endete. Ich weiß, dieses Buch ist nicht […]

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@blicklog 12.9.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

12.09.2014

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Das kleine Lexikon der Euphemismen (1. Nachlieferung)

11.09.2014

Vor einigen Monaten habe ich an dieser Stelle „Das kleine Lexikon der Euphemismen“ vorgestellt. Hiermit hat der interessierte Leser einen kleinen Überblick über die schönsten Sprachschöpfungen bekommen, mit denen unsere graue Welt etwas bunter beschrieben wird; und somit viel angenehmer erscheint. Inzwischen wird es Zeit für die 1. Nachlieferung, es gab zahlreiche Neuentdeckungen. Ich möchte […]

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@blicklog 11.9.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

11.09.2014

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Über Apples Steuergeheimnisse: Geisterfirmen, die nirgendwo Steuern zahlen: (Teil 2)

10.09.2014

Von Bastian Brinkmann, exklusiver Auszug aus dem Buch „DIE GEPRELLTE GESELLSCHAFT“* Fortsetzung von Teil 1   Die Holdings, die die iPhones verkaufen, müssen ihre Gewinne eigentlich in Irland versteuern. Der irische Staat hat bereits eine der niedrigsten Körperschaftsteuern, die auf Konzernprofite fällig wird: 12,5 Prozent. Die US-Senatoren gehen allerdings davon aus, dass Apple einen Deal […]

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@blicklog 10.9.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

10.09.2014

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