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Die Inspiration für diese Beitragsreihe hat Edward O. Wilson mit seinem Spätwerk “Die soziale Eroberung der Erde – Eine biologische Geschichte des Menschen” geliefert. Wilson fasst in seinem Buch auf Basis der Evolutionsgeschichte die Erkenntnisse eines biologisch fundierten Menschenbildes zusammen. Daraus leiten er und viele andere Wissenschaftler êin evolutionsbiologische Modell der Multilevel Selektion Theorie ab. Das ist eine moderne Weiterentwicklung von Darwins Evolutionstheorie, die Verhalten nicht nur auf biologische Ursachen stützt, sondern auch kulturelle Einflüsse berücksichtigt. Die Theorie nimmt verkürzt gesagt an, dass die verhaltensbedingte Selektion nicht nur auf der Ebene eines Individuum oder gar nur des Gens (wie bei Richard Dawkins egoistischen Genen) stattfindet, sondern sowohl unterhalb des Individual-Levels (also etwa in Organen, Zellen und Gene) als auch oberhalb (also in verschiedenen Gruppen bzw. Populationen).

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Nach diesem Modell gehört es zum biologischen Kern von Menschen und vielen anderen Säugetieren, sich Gruppen anzuschließen und in diesen (auch gegen die Konkurrenz anderer Gruppen) zu kooperieren. Dieses Modell der Multilevel-Selektion-Theorie wird sehr stark gestützt durch Forschungsergebnisse der Neurobiologie (Hirnforschung). Zahlreiche neurobiologische Forschungsarbeiten bestätigen die These, dass Konkurrenz und Kooperation wesentlich unser Verhalten bestimmen. Neurobiologisch ist die menschliche Gattung des Homo sapiens auf soziale Resonanz ausgerichtet. Das ist ein anderer Standpunkt, als der das Egoismus, Hedonismus und das Prinzip der Konkurrenz die Antriebsfeder des Individuums sei.[1]

Inhalt dieses Beitrags

  • Neurologische Grundlagen des Verhaltens
  • Gehirn: Die Schaltzentrale
  • Limbische System: Angst- und Belohnungssystem
  • Amygdala: Ort der Angst und Aggression
  • Mesolimbische System: Belohnungssystem des Gehirns
  • Hirnstamm: Produzent von Serotonin und Dopamin
  • Thalamus: Tor zum Bewusstsein
  • Hypothalamus: Überlebens-Kit auf engstem Raum
  • Hippocampus: Überführung neuer Eindrücke aus dem Kurz- in Langzeitgedächtnis
  • Cingulum: Steuert Interesse und Motivation für Entscheidungen
  • (Präfrontale) Cortex: Ort der Kognition und Sachlichkeit
  • Der präfrontale Cortex in der Jugend: Raum für Risiko

Die Erkenntnisse der Evolutions- und Neurobiologen zeigen übrigens auch, dass die Verhaltensweisen des ökonomischen Modells ebenfalls vorkommen, aber eben nicht nur diese. Der Mensch lässt sich gerade nicht auf einen hedonistischen Maximierer seines eigenen Nutzens reduzieren. Die Multilevel-Selektion zeigt, dass zumindest ein Teil des Verhaltens unserem Streben nach Gruppenzugehörigkeit dient.

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