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Jedes Jahr bin ich wieder erstaunt, wie schnell die Zeit bis Ostern vergeht. Immerhin haben wir in diesem Jahr nicht so viele kalte Wochen hinter uns, wie im vergangenen Jahr. Wie immer gehören die Feiertage der Familie, Freunden und mir selbst. Dem Blog und meinem Blog Twitter-Account gönne ich wieder eine Chillout-Pause. Ist ja auch mal Zeit.

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Euch und Ihnen erholsame Feiertage und frohe Ostern.

Für den Chillout gibt es den “Beautiful Hawaii Chillout and Lounge Mix Del Mar 2014” 

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Gastbeitrag von Renee Menendez*

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In der Geld(system)debatte gibt es eine neue Publikation der BoE, welche einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Dies verdankt das 14-seitige Paper zwei Aspekten, welche bisher zu den Grundkenntnissen der (universitären) Lehre vom Geld gehören. Zum einen wird als neue Erkenntnis angepriesen, daß

“Whenever a bank makes a loan, it simultaneously creates a matching deposit in the borrower’s bank account, thereby creating new money.”

was gleichbedeutend ist mit der Negation:

“One common misconception is that banks act simply as intermediaries, lending out the deposits that savers place with them.”

und dass

“Another common misconception is that the central bank determines the quantity of loans and deposits in the economy by controlling the quantity of central bank money — the so-called ‘money multiplier’ approach.”

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, da diese Aspekte irgendwo nicht übermäßig bedeutungsschwer zu sein scheinen. Und doch wird damit seitens der BoE insofern Stellung genommen, als sie damit zu einer Sichtweise übergeht, die Kennern der Materie als die ‘banking’-Position bekannt ist, die gegenüber der ‘currency’-Position die These vertritt, dass das Geldvolumen in einer Wirtschaft von den privaten Akteuren (Banken und Publikum) bestimmt ist und nicht von der Zentralbank kontrolliert wird. Nun mögen harmonisch veranlagte Menschen denken, man müsse doch berücksichtigen, daß ein gemeinsames Zusammenspiel aller Akteure angebracht wäre, so dass diese strikte Abgrenzung eigentlich nicht vonnöten sei. Man kann dieses Paper der BoE jedoch insofern durchaus ernst nehmen, als damit elementare theoretische (Lehrbuch-) Konzeptionen ins Wanken geraten, obwohl damit (wieder einmal) auch nur die eine Seite der geldtheoretischen Debatte adressiert wird.

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  1. Digital Finance
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Gastbeitrag von Dr. Hartmut Bechtold

In den Jahren vor 1637 waren Tulpenzwiebeln die wohl mit Abstand liquideste Assetklasse, genauso wie vor 1720 Anleihen und Aktien von John Laws Compagnie d’Occident den höchsten Börsenumsatz erzielten oder sich vor 1872 die Börsenumsätze für Bahnanleihen geradezu überschlugen (LINK zu historischen Finanzkrisen). Hätte es damals bereits für Banken eine Liquidity Coverage Ratio nach EBA-Methodik gegeben, wären die Banktresore bei den kurz darauf folgenden Krisen sicherlich noch voller mit Tulpen, Compagnie d’Occident Papieren oder Eisenbahnanleihen gewesen als sie es ohnehin schon waren. „Deep concerns over the methodology“ äußert daher zu recht die europäische High Quality Verbriefungsinitiative PCS über den EBA-Ansatz.

Eine der wohl eindringlichsten Lehren jeder Finanzkrise ist es, dass die Erfahrungen der Vorjahre nicht blind in die Zukunft fortgeschrieben werden sollten. US-Subprime war bspw. solange gut und liquide, wie die Hauspreise stiegen und griechische Staatsanleihen wurden ebenfalls als werthaltig angesehen, solange die Kapitalexporte die Staatsschulden finanzierten. Und genauso wenig sind die Daten der Jahre aus der Finanzkrise repräsentativ für die Zukunft. Wer rein aus den Daten der Vergangenheit die Zukunft modellieren möchte, wird wahrscheinlich immer furchtbaren Schiffbruch erleiden.

Die neue EU-Capital Requirements Regulation („CRR“) sieht im Art. 412, engl. liquidity coverage requirement (LCR), ab 2015 eine obligatorische „Liquiditätsdeckungsanforderung“ für EU Kreditinstitute vor. Kreditinstitute müssen demzufolge über genügend liquide Aktiva verfügen, um innerhalb eines 30-Tages-Zeitraums auch unter Stressbedingungen Liquiditätsabflüsse abdecken zu können. Der EBA obliegt die Umsetzung und sie zieht zur Bestimmung der liquiden Aktiva in ihren Auswertungen MiFID-Transaktionsdaten aus der Zeit von 2008-2012 heran und dies zudem noch mit geringer Trennungsschärfe.

PCS kommt vor diesem Hintergrund zu dem Schluss:

“In conclusion, PCS believes that the attempt to use past data from a single crisis to generate universally relevant definitions of HQLA is flawed. Because it is presented in a quantitative guise, it is also potentially dangerously misleading. It can easily appear that the conclusions such a quantitative approach lead to are “scientifically accurate”. This, in turn, can lead to a perilous over-confidence in their prudential value. This overconfidence, in our view, is not fundamentally different from the confidence such quantitative analysis produced before 2008. We would strongly recommend simpler rules based on an approach that blends the qualitative analysis of the impact on liquidity of broad overarching rules and quantitative work based on long span data. Such analysis should also allow, to the greatest extent reasonable, a strong diversification of the LCRs.“

Die starre Ableitung von Regeln aus statistischen Korrelationen führte in der Geschichte oft in die Irre. Hayek und Popper glaubten sogar, dass ein derart verengtes wissenschaftliches Verständnis dazu beitrug, die planwirtschaftlichen Utopien und Verwirrungen des zwanzigsten Jahrhunderts mit vorzubereiten.

Ohne ein qualitatives Verständnis der Dinge geht es nicht. Auch hier ist PCS zuzustimmen, wenn sie ausführen: „We believe further that only by bringing a qualitative understanding of markets, of how they operate and of the actual events that unfolded during the period for which the EBA examined data, can you reach a sound basis for a quantitative approach.”

Auf den weiterführenden Seiten liefert PCS nach unserer Meinung eine hervorragende Analyse der EBA Auswertungen, von denen wir an dieser Stelle nur die „Conclusions and Proposals“ zitieren wollen. Dem Leser sei jedoch der gesamte Brief von PCS an die EU-Kommission zur gründlichen Lektüre empfohlen:

Conclusions and Proposals

PCS believes that at a fundamental level a quantitative approach cannot deliver genuinely robust predictions as to what will be HQLAs in real market conditions unless it is supported and accompanied by a qualitative and general approach, both being necessary to deliver much better outcomes for European financial stability. In addition, when using a quantitative approach, you need to acknowledge the qualitative assumptions that are necessary. By not doing so, the EBA has allowed a number of erroneous qualitative assumptions to undermine its conclusions regarding ABS: universalization of a limited time period, failure to see relevant differences and lack of granularity. Finally, even within the confines of the EBA’s chosen quantitative approach a number of puzzling choices need to be explained, as on the surface, they indicate an inconsistent and weak basis for the analytical conclusions.

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Was mich am 16.4.2014 interessiert

16.04.2014

Der gestrige Tag war vor allem Finanzmarktregulierungstag im EU-Parlament. Neben der Bankenunion wurden eine Reihe weiterer Maßnahmen beschlossen, die unter Finanzmarktregulierung zu finden sind. Die Themen heute: Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Finanzmarktregulierung Ökonomie und Business Rechts- und Streitfälle

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Dokumentation: Beschluss des Europaparlaments zur Bankenunion

15.04.2014

Das EU-Parlament hat heute der geänderten Fassung der Bankenunion zugestimmt. Ich habe in anderen Beiträgen (siehe unten) meine Kritik an dieser Richtlinie, die nun die Haftung der Steuerzahler für marode Banken nun auch offiziell macht, geäußert. Hier will ich nur die aktuelle Fassung dokumentieren. Die Details der Bankenunion sind mit den kenntlich gemachten Änderungen des […]

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Mythos Mittelstand? Mittelstand ist ein Prinzip der Wertschöpfung

15.04.2014

Ein Gastbeitrag von Udo Stähler* Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis es wieder einmal einer nicht mehr aushalten kann, dass mit dem „Hype“ um den Mittelstand von Angela Merkel bis zu Sigmar Gabriel vor allem „Lokalfolklore und Selbstbeweihräucherung“ fröhliche Urständ feiern; wie jüngst mit diesen Worten Herr Schrinner im Handelsblatt nach dem […]

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Was mich am 15.4.2014 interessiert

15.04.2014

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Griechenlandanleihe: Warum Kapitalmärkte ein kurzes Gedächtnis haben

14.04.2014

In diesem Blog habe ich in den letzten Jahren die Schuldenkrise Griechenlands so eng begleitet, dass ich hier natürlich auch das echte “Comeback” Griechenlands an die internationalen Kapitalmärkte nicht ignorieren kann. Seit Sommer 2012 erholen sich bereits griechische Anleihen und sind an den Finanzmärkte gefragt, wie die Entwicklung des Charts dieser Anleihe zeigt, die aus […]

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Was mich am 14.4.2014 interessiert

14.04.2014

Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Rechts- und Streitfälle Wirtschaft und Gesellschaft Business

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Michael Lewis "Flash Boys"- Das Buch ist ein Muss

13.04.2014

Michael Lewis hat vor zwei Wochen ein neues Buch veröffentlicht, das nur 10 Tage nach der US-Veröffentlichung bereits in deutscher Sprache vorliegt: “Flash Boys: Revolte an der Wall Street”. (US-Version  “Flash Boys: A Wall Street Revolt”).  Das Buch hat seit seinem Erscheinen bereits für eine Menge Diskussionsstoff gesorgt. Für ”60 Minutes” gab es dazu einen […]

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Telefonkonferenz im wahren Leben

12.04.2014

Dieses Video entdeckte ich im Bank Blog

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Was mich am Wochenende 12./13.4. interessiert

12.04.2014

Digital Finance Digitale Wirtschaft Ökonomie und Gesellschaft Business Banken, Finanzmärkte und Regulierung Rechts- und Streitfälle Satire

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US-Crowdfunding-Plattform Kickstarter knackte im März die Milliarden-Grenze

11.04.2014

Es ist schon spannend, was sich derzeit im Digital Finance tut. In diesem Jahr kommt Bewegung in den Markt. Das liegt auch daran, dass immer mehr FinTechs Grenzen knacken, die die Wahrnehmung deutlich erhöhen. Während die deutschen Daten (siehe dazu meine Kolumne “Wird Crowdinvesting jetzt erwachsen?”) noch bescheiden ausfallen, knackte schon im März Kickstarter die […]

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