Auf der Veranstaltung “Finanzdienstleister der nächsten Generation” konnte man erleben, dass Vertreter der Finanzbranche mittlerweile den digitalen Wandel ernster nehmen als noch vor einem Jahr. Mein Wahrnehmung kann natürlich dadurch verzerrt sein, dass man auf solchen Branchentreffen nur diejenigen trifft, die neugierig auf die mutigen Unternehmen sind.

Die von Hartmut Giesen moderierte Konferenz konnte natürlich nur einen kleinen Einblick in die vielen Veränderungen des Bankgeschäfts geben, die sich derzeit an verschiedenen Winkeln anbahnen.  Ich habe meine aktuelle Kolumne zwar genannt,

“Digitaler Wandel entwickelt sich zum Mainstream im Banking”

Das bedeutet aber nicht, dass er bereits Mainstream ist. 

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Gastbeitrag von Acemaxx Analytics’*

Wenn die nominalen Zinsen nahe null liegen (zero lower bound), verliert die herkömmliche Geldpolitik an Wirksamkeit, weil die Zinsen nicht unter null gesenkt werden können, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Gemäß der Standard-Lehrbücher der Wirtschaftswissenschaft erzielt bei Zinsen nahe null die Fiskalpolitik die beste Hebelwirkung, wie Jean-Pierre Danthine, Vizepräsident des Direktoriums der SNB einst unterstrichen hat.

Leider sehen sich die meisten Regierungen angesichts der politischen Realitäten außer Stande, expansive Fiskalpolitik einzusetzen, um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage anzuregen, während das Wirtschaftswachstum weiterhin schwach bleibt und die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau verharrt.

Die Gegenwehr gegen Fiscal Stimulus à la Keynes basiert i.d.R. auf der Theorie der Ricardianischen Äquivalenz, wonach eine vorübergehende Steuersenkung die Ausgaben nicht stimulieren kann, weil die Menschen denken, dass die gegenwärtige Ausbeute durch Steuererhöhungen in Zukunft wieder wettgemacht würden.

Peter Temin und David Vines erklären in einem lesenswerten Artikel („Why Keynes is important today?“) in voxeu, warum der Ricardianische Ansatz nichts taugt.

Die Theorie der Ricardianischen Äquivalenz, die die derzeitige ökonomische Diskussion dominiert, beruht auf zwei wichtige Annahmen: (1) die Verbraucher sind „vorausschauend“ (forward looking) und (2) die Preise sind flexibel.

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Ich bin sehr gespannt, ob nun, da Bank um Bank ihre Konten auf negative Zinsen für Einlagen umstellt, etwas passiert im Anlageverhalten der Bundesbürger. Geldanlegen droht nun endgültig zur Qual zur werden. Viele, die bisher einen großen Bogen um die Kapitalmärkte gemacht haben, sortieren derzeit ihre Gedanken zur Anlagestrategie neu. Auf Krampf sollte sich aber niemand den Börsen nähern.

Vergangenen Donnerstag leitete Patrick Bernau eine neue Reihe auf FAZ-Online ein: Deutschland lernt sparen. Finanzprofessor Andreas Hackethal erklärt in dieser Videoreihe einige Hintergründe der Finanzanlage und wie man mehr aus seinem Geld machen.

Ich habe Professor Hackethal vor einigen Wochen bei einer Veranstaltung des MainIncubators kennengelernt. Wir philosophierten nach seinem Vortrag über die Einstellung der Deutschen zum Risiko bei der Kapitalanlage. Das war sehr erhellend, will ich aber heute nicht vertiefen.

Hier ist zunächst das erste Video.

In elf Videos mit drei Minuten

Teil 2 gibt es hier und

Teil 3 hier

Die weiteren Folgen kommen in den nächsten Wochen.

Hackethals Risikonebel

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Die unten folgende Präsentation von Sam Ridler habe ich gestern auf Crowdfund Insider gefunden. Aber auch wenn Crowdfund Insider von unglaublichen Wachstum spricht, sollte man die Bedeutung doch relativieren. Wenn in Folie 3 von kumulierten Lending-Daten von 1,48 Mrd. Pfund bejubelt werden, dann ist zwar das Wachstum enorm, aber die absolute Bedeutung für die Unternehmens- und Privatfinanzierung noch gering. Schaut man auf die Trends in Lending der Bank of England, dann kann man sich ausrechnen, dass der Anteil der Peer-to-Peer-Finanzierung unter 1% liegt.

Trotz dieser Relativierung wächst die Bedeutung dieses Segments enorm. Und es wird weiter wachsen. Claus Lehmann berichtet auf seinem Blog P2P-Kredite über eine Branchenkonferenz aus London und schreibt:

“Die Branche ist enthusiastisch, beflügelt durch spektakuläre Wachstumsraten, die u.a. von Bryan Zhang, Mitautor der neuen Nesta-Studie sowie Cormac Leech (seine Präsentation), Analyst bei Liberum mit Zahlen hinterlegt wurden. Auch wegen der in Großbritannien bald kommenden Steuervergünstigungen (NISA) für Privatanleger, die in P2P Kredite investieren, geht Leech davon aus, dass der Markt in den nächsten Jahren auf das 10-30fache wachsen wird. Für UK und US zusammen rechnet Leech im Jahr 2016 mit einem jährlichen Kreditvolumen von 40 Milliarden US$.”

Lehmann bestätigt übrigens auch den Trend, über den ich vorletzte Woche hier schrieb, nämlich, dass P2P-Lending immer mehr Investmentprofis anzieht:

“Das starke Wachstum und die erzielbaren Renditen ziehen auch viele institutionelle Investoren (inkl. Banken) an die sowohl Kapital auf den Plattformen investieren als auch Anteile der Plattformen selbst kaufen (jüngstes Beispiel Finexkap). Mit der Akquistion von Geldvoorelkaar und Prestiamoci durch Trustbuddy gibt es auch ein Beispiel für die Möglichkeit das sich größere Player in Europa durch Zusammenschluß entwickeln könnten. Auch die Investmentaktivitäten von GLI Finance, die inzwischen an mehreren Plattformen beteiligt sind, sind ein Anzeichen für eine solche Entwicklung.”

p2pfa Presentation for EU Expert Group

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@blicklog 25.11.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

25.11.2014

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Uber dreht – App-Industrie gerät unter Druck

24.11.2014

Nach der Aufregung im Spätsommer über den sich auch in Europa ausbreitenden Fahrdienst Uber war es etwas ruhiger geworden. Es sah fast so aus, als habe das fast schon etablierte Start-up aus San Francisco aus dem PR-Desaster gelernt. Mit seiner rüden Reaktion auf ein vorläufiges (und mittlerweile aufgehobenes) Verbot des Frankfurter Landgerichts hatte Uber nicht […]

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@blicklog 24.11.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

24.11.2014

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Understanding and Creating Monte Carlo Simulation Step By Step

23.11.2014
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@blicklog Wochenende 22./23.11.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

22.11.2014

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extra 3: Heinz Strunk als Steuerexperte

22.11.2014
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Die "digitale Gesellschaft’ hat Banken und Versicherungen abgehängt

21.11.2014

Ein altes chinesisches Sprichwort lautet: ‘‘Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen.“ Der Wind des Wandels weht immer stärker, aber Banken und Versicherungen mögen lieber Schutzmauern als von Windmühlen zu profitieren. Im April schrieb Ozan Demircan im Handelsblatt (Print-Ausgabe vom 10.4.2014, S. 34) über eine Studie, nach der […]

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@blicklog 21.11.2014 Wirtschaft, Finanzen + mehr

21.11.2014

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Was ist eigentlich los mit der Mittelstandsfinanzierung? Die Bienen müssen überleben.

20.11.2014

Läuft’s nun oder klemmt es? Die Wirtschaftspresse schlagzeilt dazu: Banken schauen genauer hin. Was ja an sich nichts Schlechtes ist. Es kann eng werden für den Mittelstand. Weil die Banken hinschauen? Frohlocken, weil der Mittelstand jetzt Liquidität direkt vom Kapitalmarkt holen könne. Gleichzeitig Firmen gehen mit einem Puffer in die Krise Unternehmen horten Liquidität. Also […]

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Onlinemarketing als Schlüssel zum Unternehmenserfolg

20.11.2014

Gerade Gründer Startups stehen vor der Frage, wie ein junges Produkt möglichst schnell an Bekanntheit gewinnen kann. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei ohne Frage das richtige Marketing. Welches Marketing zu welchem Produkt passt, ist dabei nicht pauschal zu beantworten. Zuvor sind viele Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel die, wie hoch das Marketingbudget ist und […]

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