Amazon gehört ja angeblich zu den größten Online-Kaufhäusern der Welt. Und weil diese Legende so ordentlich in den letzten Jahren gestrickt wurde (und vielleicht sogar stimmt), denkt man oberflächlich, jeder Produkthersteller müsse sich darum reißen, seine Produkte bei Amazon listen zu lassen. Wir wissen freilich aus der Verlagsbranche, dass diese alles andere als glücklich ist. Und mich beschleicht der Verdacht, dass auch andere Branchen gegen den Onlinehändler agieren, allerdings nicht so öffentlichkeitswirksam.

Mir ist in der Vergangenheit sporadisch aufgefallen, dass bestimmte auch populäre Produkte bei Amazon kurz nach ihrer Markteinführung nicht erhältlich sind. Da mir dafür die Beispiele fehlten, freue (und ärgere) ich mich, dass ich jetzt ein aktuellen Fall selbst erlebe. Es handelt sich um eine Digitalkamera von Sony, die sich nach den eigenen Angaben von Amazon seit dem 6. Mai dort im Angebot befindet.

Amazon cat

Die Kamera wird über Amazon sowohl direkt von Amazon verkauft als auch über diverse Händler vertrieben. War sie zunächst nur vorbestellbar, konnten diverse Händler sie seit ca. 6 Wochen auch liefern. Am vergangenen Sonntag waren es drei Händler. Da einige dieser Händler mir nicht bekannt waren oder das Produkte mit z.T. hohen Versandkosten aus dem Ausland lieferten und ein Händler sogar deutlich über der Sony Preisempfehlung lag, bestellte ich dort nicht. Da ich keine Eile habe, dachte ich, werde die Kamera, die ich ohne Objektiv wollte, bald auch bei Amazon erhältlich sein. Ich bestellte sie vor über drei Woche trotz des Hinweises

“Dieser Artikel ist noch nicht erschienen. Sie können ihn jedoch vorbestellen und wir verschicken ihn, sobald er verfügbar ist.”

Mittlerweile ist die Version ohne Objektiv lt. Idealo bei den meisten Händler auch kurzfristig lieferbar (siehe Screenshot unten). Und auch auf der Amazon-Plattform zeigen alle Händler mit Ausnahme von Amazon selbst an: “Auf Lager”. Nur Amazon erhält offensichtlich keine Lieferung. Hier ist nur die Version mit Objektiv lieferbar.

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Von Karl-Heinz Goedeckemeyer*

Aufgrund der starken Nachfrage nach Wohnimmobilien und des vergleichsweise hohen Bevölkerungswachstums sind die Preise in den innerstädtischen Bezirken Frankfurts sowie in den begehrten Wohnlagen des Vordertaunus vor allem für Neubauten kräftig angezogen. Wegen der begrenzten Verfügbarkeit von neuen Objekten, der eingeschränkten Verkaufsbereitschaft der bisherigen Eigentümer sowie der wachenden Käuferschicht aus dem Ausland – und hierbei vor allem aus dem asiatischen Raum dürften die Preise vor allem im höheren Segment weiter zulegen. Da insbesondere im mittleren und unteren Preissegment zu wenig gebaut wurde, steigen die Mieten und Preise seit dem Jahr 2010 in nahezu allen Lagen. Vor allem im Segment für Eigentumswohnungen (ETW) zeigt sich die außergewöhnliche Marktdynamik der letzten Jahre. Aufgrund der ungebrochenen Nachfrage nach neuen bzw. gebrauchten ETW`s sind die Verkaufspreise – nicht nur in den zentrumsnahen Toplagen – überproportional angezogen.

Wenngleich die Hauspreise in den bevorzugten Lagen weiterhin schneller steigen dürften als die Mieten, bleibt abzuwarten, ob sich die dynamische Entwicklung bei den Neubauten vor dem Hintergrund des hohen Preisniveaus in den bevorzugten Bezirken fortsetzen wird. Die unterdurchschnittliche Preisentwicklung im zweiten Halbjahr 2013 könnte zumindest ein Indiz dafür sein, dass der Spielraum für weitere (deutliche) Preisavancen begrenzt zu sein scheint, zumal die Karawane der Investoren in Richtung Mittelstädte weitergezogen ist, da hier größere Renditen zu erwarten sind. Im Kontrast dazu nähern sich die (noch günstigen) Preise der Nachkriegsbauten seit dem letzten Jahr an die Kaufpreisentwicklung der Neubauten an.

Des Weiteren findet der Neubau nur noch in bestimmten Bereichen statt, und zwar in jenen Gebieten, wo Bauträger und Investoren die höchsten Gewinne erwarten. Ferner ist zu beachten, dass Neubau-Eigentumswohnungen in der letzten Zeit im Durchschnitt zu 3.500 Euro/m² auf dem Markt kommen, was vor 10 Jahren eher die Ausnahme war. Da das große Gebiet um das Europaviertel inzwischen im Bau bzw. in der Vermarktung ist, ist davon auszugehen, dass die Neubautätigkeit allmählich nachlassen wird. Als Nächstes entsteht auf dem ehemaligen Gelände der Henninger Brauerei ein 140 m hoher Wohnturm der rund 200 Eigentumswohnungen beherbergen soll. Daneben entstehen auf dem 70.000 m² großen ehemaligen Henninger Areal rund 1.000 neue Wohnungen.

Überhaupt scheint Wohnen im Turm angesichts der zahlreich leer stehenden Büroetagen derzeit einen Boom zu erleben. Neben dem Henninger Turm befinden sich mehrere Bauprojekte im Europaviertel in der Realisierung. So errichtet die Nassauische Heimstätte-Tochter ProjektStadt derzeit einen 66 Meter hohen Turm mit dem Namen Praedium an der Europaallee. Nach Fertigstellung Ende 2016 verfügt der Turm über 242 ETW. Daneben ist neben dem Einkaufszentrum Skyline Plaza ein 160 m hohes Wohnhaus für rund 340 Wohnungen vorgesehen – es wäre das höchste seiner Art in Deutschland.

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Die Fußball WM ist seit über einer Woche vorbei. Viele haben sich mit der deutschen Nationalmannschaft als Weltmeister gefühlt. Ich habe mich zwar gefreut über den Titel, habe dafür aber nicht den Hauch eines Beitrags dazu geleistet. Ob ein solcher Titel Vor- oder Nachteile für die Wirtschaftsentwicklung eines Land bringen, mögen andere herausfinden, ich habe da eher Zweifel und glaube, dass es keinen Zusammenhang gibt.  Glaubt man dem Unternehmer Reinhold Würth, hat die WM einiges an Produktivität gekostet.

Vielleicht hilft uns die WM, einige Fragen zu beantworten, die uns für die Wirtschaftspraxis helfen. Johannes Pennekamp hat gestern in der Printausgabe der FAS schon mal eine “Ode an den Teamgeist” gezwitschert. Darin geht es um die positiven Wirkungen der Kooperation, die Wissenschaftler am Beispiel zweier brasilianischer Fischerdörfer zeigen (Details hier: Ode to the sea: Workplace Organizations and Norms of Cooperation): Wer in einer Gruppe arbeitet, verbessert seine Leistung und sogar den Charakter.

Working Together Teamwork Puzzle Concept

Working Together Teamwork Puzzle Concept

Foto: Flickr, Scott Maxwell

Eine weitere Frage ist, ob es in einem Team Sinn macht, einen “Superstar” zu beschäftigen oder sich zu abhängig von ihm zu machen. Diese Frage stellte sich die ganze Welt nach dem Ausfall des brasilianische Topstars Neymar da Silva Santos Júnior (kurz Neymar). Mit seiner Verletzung während des Spiels gegen Kolumbien war die Selecao plötzlich nicht mehr Titelaspirant Nummer eins, sondern wurde von vielen Buchmachern zurückgestuft und erlitt bekanntlich gegen Deutschland eine fußball-historisch verheerende Niederlage.

Keine Vorteile durch Superstars

Ich erinnerte mich an die Frage einer Studie “Superstar CEO” von Ulrike Malmendier Geoffrey Tate, ob auch Unternehmen von “Superstars” im Management abhängen. Sie kamen zu dem Ergebnis: “Unternehmenschefs, die besondere Medienaufmerksamkeit erhalten, entwickeln sich bald zu Underperformern im Vergleich zu ihren unbekannteren Kollegen. So jedenfalls fasste die FAZ die umfangreiche Untersuchung zusammen. Man spricht auch vom Fluch der öffentlichen Aufmerksamkeit, der für Unternehmensbosse wie für Nobelpreisträger und häufig auch Sportler zum Wendepunkt ihrer Karriere wird. Konkret ist damit gemeint, dass ihre Leistungsfähigkeit mit der großen Bekanntheit und der damit einhergehenden Medienpräsenz abnimmt. Malmendier und Tate untersuchten Aktienkurse und Rendite auf Aktiva und fanden eine unterdurchschnittliche Performance im Vergleich zu Kontrollgruppen, wenn die Firmenchefs größere Bekanntheit erlangten. Dass es dabei Abweichungen gibt, wie vor allem durch Apples Steve Jobs, würden Forscher wohl als statistische Ausreißer bezeichnen.

Schwächen große Einkommensunterschiede ein Team?

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Was mich am 21.07.2014 interessiert

21.07.2014

Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Politik, Ökonomie und Gesellschaft Business und Praxis Rechts- und Streitfälle

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WDR Die Story: Goldenes Handwerk Reiche Kammern

20.07.2014

In dieser Woche sorgte eine Reportage des WDR für Aufmerksamkeit: Die Story: Goldenes Handwerk – Reiche Kammern. In der Ankündigung des WDR heißt es u.a.: “Das goldene Handwerk, heißt es. Doch wer tatsächlich einen Handwerksbetrieb hat, muss erstmal ordentlich zahlen, und zwar gezwungenermaßen an die Handwerkskammer. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt auch für andere […]

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Johannes Schlüter – Drill-Instructor der Opposition

19.07.2014
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Was mich am Wochenende 18. – 20.7.2014 interessiert

19.07.2014

Ukraine und Flug MH 17 Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Ökonomie und Gesellschaft Business, Management und Praxis Rechts- und Streitfälle

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Mehrwertsteuerpaket 2015 – Worauf Unternehmen im B2C-Bereich achten müssen

18.07.2014

Zum 1. Januar 2015 wird die gesetzliche Grundlage der Mehrwertsteuer für Unternehmen aus dem Business-to-Consumer-Bereich (Verkauf an Endkunden, kurz: B2C) auf eine neue Grundlage gestellt. Das Mehrwertsteuerpaket 2015 ist die konsequente Fortsetzung der gesetzlichen Änderungen aus dem Jahre 2010, die aufgrund der EU-Richtlinie 2008/8/EG notwendig geworden sind. Künftig muss dort die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer gezahlt […]

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Banking trifft Evolutionstheorie #1

18.07.2014

In Artikeln, die sich mit der Zukunft des Banking auseinandersetzen, begegnet einem immer wieder der Begriff "Evolution". Wie nur wenige scheint er dazu geeignet, die zum Teil rasante Entwicklung der letzten Jahre im Banking, man denke nur an die Technologie, zu veranschaulichen. Eine Ansicht, die ich weitgehend teile. Jedoch besteht bei dem Versuch, Begriffe einer […]

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Geldmengenirrungen in Europa: M und Ms

17.07.2014

Gastbeitrag von Renee Menendez* Irgendwie meint man ja doch, wenn etwas von einer hochoffiziellen Stelle als richtig und gültig deklariert wird, dass es sich dann um etwas Gesichertes handeln müsse. Das nennt man dann beispielsweise “Gesichertes Wissen”! Ein solches vermutet man dann auch und insbesondere dann, wenn es um die Europäische Zentralbank geht, deren unmittelbares […]

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Was mich am 16./17.7.2014 interessiert

16.07.2014

Digital Finance Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Ökonomie und Gesellschaft Business und Praxis Streit- und Rechtsfälle

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Change Management: Veränderungen ohne Glaubwürdigkeit und Wille zum Wandel? (Teil 1)

16.07.2014

Widerstand ist der Regelfall bei Veränderungsprozessen. Bei mittelständisch geprägten Unternehmen wird er durch Changeprojekte noch erhöht, was darauf hinweist, dass die in der Unternehmenskultur von Großunternehmen gepflegte anglophilere Unternehmenssprache misstrauisch macht. In erfolgreichen mittelständisch geprägten Unternehmen sind Veränderungsprozesse Element der Lebendigkeit; Englisch dient der Verständigung. Vorab: mittelständisch geprägt ist der Hinweis auf Stärken in der […]

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Die Gerechtigkeits-Inflation

15.07.2014

„Wir wollen die Gerechtigkeitslücke schließen“ begründete vor kurzem Verkehrsminister Alexander Dobrindt seinen Entwurf einer Autobahnmaut. „Der Begriff der Gerechtigkeit (griechisch: dikaiosýne, lateinisch: iustitia, englisch und französisch: justice) bezeichnet einen idealen Zustand des sozialen Miteinanders, in dem es einen angemessenen, unparteilichen und einforderbaren Ausgleich der Interessen und der Verteilung von Gütern und Chancen zwischen den beteiligten […]

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