In Deutschland diskutieren einige Leute mit künstlicher Er- und Aufregung über den Vorstoß der Bundesregierung, eine Obergrenze für Bargeldzahlungen von 5.000 Euro einzuführen. Daneben soll die Europäische Zentralbank darüber nachdenken, den 500 Euro-Schein abzuschaffen.

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Zahlte gern bar: Walter White

In der FAZ ist zu lesen, die Vorstöße zur Einschränkung von Bargeldzahlungen haben starken Widerspruch hervorgerufen. Es mag ja sein, dass ich in den falschen Kreisen verkehre. Aber in meiner beruflichen und privaten Praxis habe ich nie einen Fall erlebt, wo es ein Erfordernis gab, in Deutschland einen Betrag über 5.000 Euro barzuzahlen. Die FAZ hat sich in diesem Beitrag einmal umgehört, wer überhaupt so große Beträge mit Scheinen bezahl und wofür.

Wie man daraus einen “Angriff auf die Freiheit” (Wolfram Weimer im Handelsblatt “Bargeld ist Datenschutz”) konstruieren kann, ist mir schleierhaft. Weimar hält die Argumente Terrorbekämpfung und Geldwäsche für fadenscheinig. “Denn die Argumente für die Attacken aufs Bargeld sind konstruiert. In Wahrheit strebt die Politik nach einer Welt ohne das Bargeld, weil sie den gläsernen Steuerbürger will, dessen Portemonnaies beim Finanzamt direkt einsehbar sind. Ihr Traum: Kein Bargeld, kein Schwarzgeld mehr. Die Steuereinnahmen würden sprunghaft steigen.”

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“Was weckt in uns den Wunsch, moralisch zu handeln? Neuroökonom Paul Zak erklärt, warum er glaubt, dass Oxytocin (er nennt es "Das Moralmolekül") verantwortlich ist für Vertrauen, Empathie und andere Gefühle, die bei der Bildung einer stabilen Gesellschaft helfen.” (Quelle YouTube-Seite von Ted Talks)

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  1. Fintech und Digital Finance

  2. Blockchain und Kryptowährungen

  3. Digitale Wirtschaft

  4. Krise der Deutschen Bank

  5. Banken und Finanzmärkte

  6. Ökonomie, Politik und Gesellschaft

  7. Management und Praxis

  8. Blickrand

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Fortsetzung des Beitrags vom Vortag.

Je größer die Illusion dauerhafter Stabilität während eines Aufschwungs ist, umso schlimmer wird das Aufwachen in der Krise. Wie stark diese ausfällt und wie lange sie dauert, hängt jedoch sehr stark davon ab, wie der Zyklus geartet ist, dessen Bestandteil sie ist.

Das dies sehr verschieden sein kann, erleben wir bei den aktuellen Krisen wieder einmal sehr deutlich. Momentan sind gleich zwei ökonomische Phantasmen geplatzt, allerdings mit unterschiedlichen Konsequenzen:

1)      Die Illusion einer friktionsfreien wirtschaftlichen Aufholjagd der großen Schwellenländer

2)      Die Illusion des „Rohstoff-Superzyklus“

Konjunkturzyklen gibt es auch in Schwellenländern mit Nachholbedarf

Noch 1980 lag das kaufkraftadjustierte BIP pro Kopf in China laut Berechnungen des Maddison Projects bei einem Wert wie in Europa im Mittelalter. Seitdem hat es sich mehr als verzehnfacht – liegt aber immer noch bei ca. ⅓ des Wertes der Eurozone bzw. ¼ des Wertes für die USA.

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Nationalbanken treiben Investoren in die Immobilie

04.02.2016

Trotz der auf den internationalen Immobilienmärkten sich verdichtenden Anzeichen für Überhitzungen rechnen Experten rechnen damit, dass insbesondere der Markt für Büroimmobilien noch weitere drei Jahre gut laufen wird. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass auch die Preise vor dem Hintergrund des erwarteten Mietwachstums weiter steigen werden. Da eine Zinswende nicht in Sicht ist, der Renditeabstand […]

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Unvermeidbare Krisen und ignorierte Zyklen – Teil 1:

04.02.2016

Die globalen Finanzmärkte sind seit letztem Sommer wieder im Krisenmodus. Von einer kurzen Zwischenerholung im Herbst abgesehen, purzelten die Kurse wieder. Dies gilt insbesondere für alle Finanzkontrakte oder Aktien, die entweder mit Rohstoffen, Rohstoffländern oder mit China zu tun haben. Terroranschläge und die weitverbreitete Unfähigkeit der führenden Politiker dieser Welt, selbst bei drängenden Problemen konstruktive […]

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Evolution im Marketplace Lending

03.02.2016

Smava revolutioniert die Kreditvergabe durch die Delegation der Kreditvergabeentscheidung an die Einleger. Ein sehr interessanter Ansatz. Für diese Ankündigung meiner neuen Kolumne für Capital bin ich einmal etwas nostalgisch, denn ich habe in den Tiefen meines Blogs geschaut, wann ich erstmals über Marketplace Lending geschrieben habe. Marketplace Lending? In der Tat, die Fintech-Community macht es […]

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Moderne Evolutionstheorie schlägt Ökonomie (07): Multilevel-Selektion tiefer gebohrt

01.02.2016

“Zur Natur des Menschen gehören Motive wie Raublust, Herrschaftstrieb und Rache, die uns zu Gewalt drängen, aber auch Motive, die uns – unter den richtigen Voraussetzungen – zu Frieden veranlassen, wie Mitgefühl, Gerechtigkeitsgefühl, Selbstbeherrschung und Vernunft.”[1] Norbert Häring hat in einem Beitrag beispielhaft den Menschentypus skizziert, den die Ökonomik als ideal ansieht. “Kühl berechnend, rational, […]

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Die Woche @blicklog FinTech, Finanzen, Wirtschaft + mehr 23.1. – 29.1.2016

29.01.2016

Fintech und Digital Finance Blockchain und Kryptowährungen Digitale Wirtschaft Banken und Finanzmärkte Ökonomie, Politik und Gesellschaft Management und Praxis Blickrand [View the story "Die Woche @blicklog FinTech, Finanzen, Wirtschaft + mehr 23.1. - 29.1.2016" on Storify]

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Aktuelle Anforderungen an eine moderne Gesamtbanksteuerung

27.01.2016

Gastbeitrag von Dr. Peter Bartetzky, Thomas Maul, TriSolutions GmbH* Die Gesamtbanksteuerung ist für alle Kreditinstitute von zentraler Bedeutung und beschäftigt Vorstände und Führungskräfte gleichermaßen. Doch bei genauer Betrachtung ist die Gesamtbanksteuerung selbst ein eher unbestimmter Begriff, für den es in der Praxis keine einheitliche Definition gibt. Wenn man mehrere Bankmitarbeiter fragt, was sich genau im […]

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Ein Start-up alternativ finanzieren

27.01.2016

Gastbeitrag von Brigitte Weiß* Abhängig vom Geschäftsfeld haben es Start-ups heutzutage schwer, an eine geeignete Finanzierung zu kommen: Da die Geschäftstätigkeit noch ganz am Anfang steht, können die Banken das Vorhaben nur anhand der Prognosen einschätzen. Gibt es für Investitionsgüter, die als Sachwert an sich ja schon eine Sicherheit darstellen, durchaus Alternativen, wie beispielsweise das […]

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Außenfinanzierung der Unternehmen ging 2014 weiter zurück

25.01.2016

Am Wochenende hatte ich wieder nicht viel Zeit für meinen Blog, weil ich mich mit meiner Frau um die Einrichtung meiner neuen Wohnung in Frankfurt gekümmert habe. Für die Vorbereitung einer neuen Kolumne recherchierte ich aber u.a. im Monatsbericht der Bundesbank für Dezember 2015. Darin erschien der überaus interessante Aufsatz Ertragslage und Finanzierungsverhältnisse deutscher Unternehmen […]

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